Gesellschaft Deutscher Chemiker: Peter R. Schreiner wird neuer Präsident

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
24.09.2019 10:57

Gesellschaft Deutscher Chemiker: Peter R. Schreiner wird neuer Präsident

Maren Mielck Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

    Der neue Vorstand der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hat in seiner konstituierenden Sitzung am 16. September 2019 in Aachen Professor Dr. Peter R. Schreiner, PhD, Justus-Liebig-Universität Gießen, zum zukünftigen Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker gewählt. Er tritt sein Amt am 1. Januar 2020 an und folgt damit Dr. Matthias Urmann, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Die stellvertretenden Präsidentinnen werden ab diesem Zeitpunkt Professorin Dr. Stefanie Dehnen, Philipps-Universität Marburg, und Dr. Carla Seidel, BASF SE, sein. Zum neuen Schatzmeister wurde Dr. Timo Fleßner, Bayer AG, gewählt.

    Peter R. Schreiner wurde 1965 in Nürnberg geboren. Nach einem Chemiestudium an der Universität Erlangen-Nürnberg und der University of Georgia, Athens (USA), promovierte er 1994 in organischer Chemie in Erlangen und in theoretischer Chemie in Athens. Habilitiert hat er 1999 in Göttingen. Seit 2002 ist Schreiner Professor für Organische Chemie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er forscht im Bereich der Organokatalyse, der Nanodiamanten und des quantenmechanischen Tunnelns zur Entwicklung und Verbesserung nachhaltiger chemischer Methoden. Für seine Arbeiten erhielt Schreiner zahlreiche Preise und Auszeichnung, darunter kürzlich u.a. den Royal Society of Chemistry Physical Organic Chemistry Award (2019), die Adolf-von-Baeyer-Denkmünze der GDCh (2017), und ein JSPS Fellowship, Japan (2018). Er ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften – Leopoldina und Editor wissenschaftlicher Zeitschriften.

    Schreiner trat bereits als Student in die GDCh ein. Er ist in der Liebig-Vereinigung für Organische Chemie und der ADUC (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie) aktiv. In den Jahren 2011-2013 diente er der ADUC als Vorsitzender. Bereits Anfang der 2000er Jahre setzte Schreiner seine Sachkenntnis im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik für die GDCh ein. Darüber hinaus brachte er sich von 2013 bis 2018 in die GDCh-Arbeitsgruppe CHE-Ranking ein.

    In seiner Amtszeit als GDCh-Präsident möchte Schreiner den abstrakten Begriff der Digitalisierung auch für die Chemie mit Leben befüllen: „Die GDCh muss die damit verbundenen inhaltlichen und organisatorischen Änderungen aktiv mitgestalten. Die Vorhaltung qualitätsgesicherter, öffentlicher Forschungsdaten verbessert auch die Datenqualität von Publikationen. Signifikante Umbrüche im Publikationswesen erleben wir derzeit im Bereich des „open-access“ und der „preprints“. Hier kann ich meine langjährige Erfahrung als Herausgeber gewinnbringend einsetzen.“ Ferner möchte Schreiner die bereits in der GDCh verankerten Themen Chancengleichheit, Nachwuchsförderung, Internationalisierung und die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, außeruniversitären Einrichtungen und der Industrie weiter voranbringen und der Überregulation in Forschung und Lehre entgegentreten.

    Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 27 Fachgruppen sowie 60 Ortsverbände.


    Weitere Informationen:

    https://www.gdch.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Chemie
    überregional
    Personalia
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay