Künstliche Intelligenz im europäischen Mittelstand: Großer Aufholbedarf, um Potenzial auszuschöpfen

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
28.10.2019 09:28

Künstliche Intelligenz im europäischen Mittelstand: Großer Aufholbedarf, um Potenzial auszuschöpfen

Claudia Ehrlich Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Welches Potenzial hat die Künstliche Intelligenz für den europäischen Mittelstand? Welche Anwendungen gibt es bereits im verarbeitenden Gewerbe? Wie sehen zukünftige Szenarien aus, mit denen der Mittelstand zum Erfolg geführt werden kann? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Studie von Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes. Gefördert wurde die Studie von der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung.

    Künstliche Intelligenz (KI) prägt schon heute unseren Alltag – sei es in Form von Sprachassistenten, Navigationssystemen, Smart Home oder Bildanalyseverfahren zur Diagnose von Krankheiten. Das Potenzial von KI ist enorm: In der Zukunft wird sie beispielsweise nötig sein, um autonomes Fahren zu ermöglichen, Energie- und Mobilitätssysteme zu vernetzen und Städte in Smart Cities zu verwandeln. Auch mittelständische Unternehmen können profitieren. "Die Studie der Universität des Saarlandes zeigt, dass Künstliche Intelligenz nicht nur für Großunternehmen, sondern auch im Mittelstand ein entscheidender Hebel für mehr Effizienz und neue Geschäftsmodelle sein kann", erläutert Per Breuer, Vorstandsmitglied der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung. "Das Ergebnis der Studie ist speziell für Europa relevant, denn der industrielle Mittelstand bildet in vielen europäischen Ländern das Rückgrat der Wirtschaft. Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch, dass der Mittelstand noch einen großen Aufholbedarf hat, was den Einsatz Künstlicher Intelligenz anbelangt."

    Bislang nutzt nur ein kleiner Teil der befragten Unternehmen KI – dies gilt über alle Wertschöpfungsstufen. "Für die meisten Mittelständler ist KI ein Mittel zur Kostensenkung", sagt Prof. Dr. Ashok Kaul, Autor der Studie. "Nur jedes zehnte Unternehmen hat entsprechende Anwendungen in seine Produkte und Lösungen integriert und damit die Weichen für die Transformation des Geschäftsmodells gestellt. Die von uns befragten Experten sehen hingegen das große Potenzial, das die Technologie auch mittelständischen Unternehmen eröffnet."

    Die Ergebnisse der Expertenbefragung wurden in der Studie genutzt, um Anwendungsszenarien in mittelständischen Unternehmen bis 2030 zu entwickeln. Die Spanne der Szenarien reicht von der "KI-Eiszeit" bis zum "KI-Paradies". "Um das 'KI-Paradies' zu erreichen, müssen Politik und Unternehmen die technisch-ökonomische Entwicklung von KI fördern und gleichzeitig Akzeptanz für die Anwendung von KI schaffen", betont Dr. Manuel Schieler, Co-Autor der Studie. "Für mittelständische Unternehmen ist es besonders wichtig, dass bezahlbare Standardlösungen verfügbar werden und sie ihre Mitarbeiter rasch in KI-Technologien schulen können."

    Mit der Förderung der Studie nimmt die Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung ihren Auftrag wahr, herausragende Forschungsvorhaben und deren Veröffentlichung zu fördern, um die Ergebnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen. "Unsere Stiftung verfolgt das Ziel, die Wissenschaft auf dem praxisbezogenen Gebiet der nationalen und internationalen Unternehmensführung zu fördern", sagt Felicitas Schneider, Vorstandsmitglied der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung. "Die Studie der Universität des Saarlandes zu Künstlicher Intelligenz im europäischen Mittelstand passt genau in dieses Profil. Denn KI ist ein hochaktuelles Thema, bei dem Europa den Anschluss gegenüber den USA und China nicht verlieren darf."

    Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen:
    http://www.uni-saarland.de/universitaet/aktuell/artikel/nr/30619.html
    und
    http://www.rolandberger.de/pressemitteilungen

    Über die Universität des Saarlandes
    Die Universität des Saarlandes ist als mittelgroße Hochschule besonders forschungsstark. International bekannt sind die Informatikforschung sowie die Nano- und Lebenswissenschaften. Enge Beziehungen zu Frankreich und der Europa-Schwerpunkt sind weitere Markenzeichen. Rund 17.000 Studenten sind in über 100 Studienfächern eingeschrieben, 18 Prozent kommen aus dem Ausland. Traditionell große Studiengänge wie Betriebswirtschaftslehre, Jura und Medizin gehören zum Angebot, ebenso die Kultur-, Sprach- und Humanwissenschaften. Zudem gibt es viele interdisziplinäre Studienfächer, etwa in den Natur- und Ingenieurwissenschaften.
    http://www.uni-saarland.de

    Über die Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung
    Die Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung fördert die Wissenschaft auf dem Gebiet der nationalen und internationalen Unternehmensführung.
    http://www.rolandberger.com

    Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

    Prof. Dr. Ashok Kaul und Christian Hans
    Universität des Saarlandes
    Tel. +49 681 302-2132
    E-Mail: christian.hans@uni-saarland.de
    https://www.uni-saarland.de/lehrstuhl/kaul.html

    Claudia Russo
    Roland Berger
    Head of Marketing & Communications
    Germany, Austria and Switzerland
    Tel.: +49 89 9230-8190
    E-Mail: Claudia.Russo@rolandberger.com
    http://www.rolandberger.com

    Pressefotos für den kostenlosen Gebrauch finden Sie unter http://www.uni-saarland.de/pressefotos. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.

    Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Telefoninterviews in Studioqualität sind möglich über Rundfunk-Codec (IP-Verbindung mit Direktanwahl oder über ARD-Sternpunkt 106813020001). Kontakt: 0681/302-2601, oder -64091.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Ashok Kaul und Christian Hans
    Universität des Saarlandes
    Tel. +49 681 302-2132
    E-Mail: christian.hans@uni-saarland.de
    https://www.uni-saarland.de/lehrstuhl/kaul.html


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Informationstechnik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Prof. Dr. Ashok Kaul, Autor der Studie "Künstliche Intelligenz im europäischen Mittelstand: Status quo, Perspektiven und was jetzt zu tun ist."


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay