CHE Analyse: Ausstattung der Hochschulen im Ost-West-Vergleich

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28.10.2019 10:03

CHE Analyse: Ausstattung der Hochschulen im Ost-West-Vergleich

Britta Hoffmann-Kobert Bereich Dialog und Veranstaltungen
CHE Centrum für Hochschulentwicklung

    Ob Hörsäle, Bibliotheken oder WLAN: Studierende an ostdeutschen Hochschulen beurteilten vor zehn Jahren ihre Ausstattung oft besser als Studierende in Westdeutschland. Mittlerweile hat sich das Bild etwas gedreht. Dies zeigt eine Auswertung aus Daten des CHE Hochschulrankings.

    Gegen Ende der Nullerjahre konnten besonders die ostdeutschen Hochschulen mit ihrer Ausstattung bei den Studierenden punkten. Zwischen 2008 und 2010 erreichte mehr als die Hälfte der Fachbereiche an Hochschulen im Osten deutlich überdurchschnittliche studentische Bewertungen für Ausstattung und Zustand ihrer Lehr- und Lernräume. So wurden etwa in mehr als 80 Prozent aller Fälle die Ausstattung der Praktikumslabore an Hochschulen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt beim CHE Hochschulranking in die Kategorie „Spitzengruppe“ einsortiert.

    „Es war schon sehr auffällig, wie viel positiver Studierende an ostdeutschen Hochschulen damals ihre Ausstattung beurteilten als ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen in anderen Bundesländern“, so Cort-Denis Hachmeister. Der Senior Expert Datenanalyse beim CHE, führt dies auf Renovierungen, Sanierungen und Neubauten an den ostdeutschen Hochschulen in der Nachwendezeit zurück.

    Zehn Jahre später scheint dieser Wettbewerbsvorteil aufgebraucht zu sein. Die Studierendenurteile zu den gleichen Faktoren zwischen 2017 und 2019 haben sich mittlerweile angeglichen. So ging der Anteil an Spitzengruppen-Bewertungen im Bereich Ausstattung in allen ostdeutschen Ländern um 6 bis 28 Prozentpunkte zurück. In zehn der elf übrigen Bundesländer gab es dagegen deutlich häufiger positive Urteile als noch zehn Jahre zuvor.

    Gleichwohl schneiden die ostdeutschen Länder mit zwischen 27 Prozent und 40 Prozent Spitzengruppenplatzierungen weiterhin gut ab – nur nicht mehr so viel besser als die übrigen Bundesländer, wie dies noch knapp 10 Jahre zuvor der Fall war.

    „Im Vergleich der letzten zehn Jahre zeigt sich bei der Bewertung von Hörsälen und Seminarräumen, Praktikumslaboren, IT-Infrastruktur und Bibliotheken nun ein sehr viel heterogeneres Bild“, so CHE Experte Hachmeister. Insofern lasse sich in diesem Punkt die in vielen Bereichen oft diskutierte Angleichung der Verhältnisse zwischen Ost und West feststellen, wenn auch unter umgekehrten Vorzeichen.

    Über diese Publikation:
    Grundlage der Auswertung sind die Daten der Studierendenbefragung des CHE Hochschulrankings aus den Jahren 2008-2010 und 2017-2019. An der Studierendenbefragung für das CHE Hochschulranking nehmen pro dreijährigem Erhebungszyklus etwa 100.000 Studierende aus knapp 40 Fächern teil. Dabei beurteilen sie verschiedene Aspekte ihrer Studienbedingungen auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht). Die Ergebnisse werden auf Grundlage ihrer Abweichung vom Bundesdurchschnitt jeweils in Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppen eingeordnet. Autor der Sonderauswertung „30 Jahre nach dem Mauerfall: Ausstattung der Hochschulen in Ost und West aus Sicht der Studierenden“ ist Cort-Denis Hachmeister.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Cort-Denis Hachmeister
    Tel. 05241 9761-35
    E-Mail cort-denis.hachmeister@che.de


    Originalpublikation:

    Hachmeister, Cort-Denis: 30 Jahre nach dem Mauerfall: Ausstattung der Hochschulen in Ost und West aus Sicht der Studierenden. Auswertung aus dem CHE Hochschulranking, Gütersloh, CHE, 2019


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsergebnisse, Studium und Lehre
    Deutsch


    Zeitvergleich Bewertung der Ausstattung im CHE Hochschulranking


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