Können Drohnen Lebensretter unterstützen?

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
28.10.2019 11:41

Können Drohnen Lebensretter unterstützen?

Constanze Steinke Pressearbeit
Universität Greifswald

    Testflüge in Greifswald und der Uckermark

    Die Universitätsmedizin Greifswald untersucht neuartige Konzepte in der Notfallversorgung für dünn besiedelte Gebiete. Dazu testet sie, ob Drohnen künftig medizinische Geräte zum Ersthelfer und dem Patienten fliegen könnten. Jetzt stehen erste Erprobungsflüge an.

    Bei Herz-Kreislauf-Stillstand muss es schnell gehen: Nutzt ein Ersthelfer einen sogenannten Defibrillator, kann das Leben retten. Denn dieses Gerät kann mit elektrischen Impulsen das Herz wieder in Gang bringen. Es wird daher auch Schockgeber genannt. In vielen öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken oder Stadtverwaltungen hängen solche Defibrillatoren, oft auch bei Feuerwehren oder Sparkassen. Doch in ländlichen Gebieten ist die Entfernung oft viel zu groß, zudem sind manche Geräte nur zu Geschäftszeiten zu erreichen.

    Hier könnten nach den Ideen der Greifswalder Unimedizin künftig Drohnen helfen, also unbemannte Fluggeräte: Diese sollen den Defibrillator in kürzester Zeit zum Ersthelfer fliegen. Ob das wirklich funktioniert und was dabei wie organisiert werden müsste, wird jetzt in ersten Versuchen getestet.

    Leiter des Projekts sind Prof. Klaus Hahnenkamp, Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Greifswald, und Dr. Mina Hinsch. Die rund ein halbes Jahr dauernde Machbarkeitsstudie wird vom Bundesgesundheitsministerium mit etwas über 400.000 Euro unterstützt.

    Die Unimedizin sucht nun Freiwillige im Raum Penkun in der Uckermark und in Greifswald, die bei der Simulation als Ersthelfer fungieren, um die Rettung von der Landung der Drohne bis zur Reanimation an der Übungspuppe durchzuspielen. „Diese Personen sollten um die 60 Jahre alt sein und kniend tätig sein können“, erklärt Hinsch.

    Interessierte können sich per Mail unter mvlifedrone@med.uni-greifswald.de oder telefonisch melden: 03834 – 86 80399. Dort können auch Fragen zum Projekt gestellt werden.

    Die Termine:
    5./6. November und 14./15. November in Penkun
    19./20. November, 27./28. November und 4./5. Dezember in Greifswald

    Jeweils am Tag vor den Simulationen finden Testflüge statt.

    Kontakt zum Projektbüro:
    Cornelia Kampe und Franziska Gerken
    03834 – 86 – 80399
    mvlifedrone@med.uni-greifswald.de

    Christian Arns
    Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Marketing
    Universitätsmedizin Greifswald
    Fleischmannstr. 8 * 17475 Greifswald
    Tel: +49 3834 86 – 5288
    christian.arns@med.uni-greifswald.de
    http://www.medizin.uni-greifswald.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Medizin, Wirtschaft
    regional
    Forschungsprojekte, Organisatorisches
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay