Konferenz: Demokratieplan für Marzahn-Hellersdorf

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07.11.2019 16:38

Konferenz: Demokratieplan für Marzahn-Hellersdorf

Christiane Schwausch Referat Hochschulkommunikation
Alice Salomon Hochschule Berlin

    Bürger_innen, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Institutionen entwickeln neue Formen der politischen Beteiligung im Bezirk

    Am Samstag, den 16.11.2019 findet um 14:00–18:00 Uhr die Konferenz „Demokratieplan für Marzahn-Hellersdorf: Gemeinsam mehr erreichen – aber wie?“ im Audimax der Alice Salomon Hochschule Berlin statt.

    Diskutiert wird die Frage, wie Bürger_innen gemeinsam mit Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Institutionen in Marzahn-Hellersdorf partnerschaftlich zusammenarbeiten können, um Demokratie und Zusammenhalt im Bezirk zu stärken. Die Ergebnisse fließen in einen Demokratieplan für Marzahn-Hellersdorf ein – gemeinsam mit den Ergebnissen der vergangenen drei Bürgerforen und den bisherigen Forschungsergebnissen des Projekts.

    Veranstaltung als Baustein für den Demokratieplan

    Die Konferenz ist Teil einer öffentlichen Veranstaltungsreihe innerhalb des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Demokratieferne Auffassungen in einer Kommune als Herausforderung für sozialräumliche Demokratieentwicklung“. Durchgeführt wird das Projekt von einem Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Brodowski und Prof. Dr. Heinz Stapf-Finé.

    Bereits im letzten Jahr wurde das Verhältnis der Bewohner_innen des Bezirks zur Demokratie mit Hilfe einer quantitativen Umfrage und 30 narrativen Interviews untersucht. Fazit der Studie: Dem großen Interesse an Politik und einer grundsätzlich hohen Bereitschaft für Engagement steht ein vergleichsweise niedriges tatsächliches Engagement gegenüber. Bürgerinnen und Bürger sind überwiegend mit der Umsetzung von Demokratie – ein Ideal, was ansonsten positiv eingeschätzt wird – unzufrieden und stehen den bestehenden Beteiligungsformaten skeptisch gegenüber.
    Dazu Stapf-Finé: „Im Verlauf unserer Studie hat mich am meisten beeindruckt, wie stark das Interesse der Bürger_innen am Gemeinwesen ist. Gleichzeitig gibt es für viele Menschen große Hürden, sich auch wirklich zu engagieren. Mit unseren öffentlichen Veranstaltungen wollen wir helfen, diese Hürden abzubauen.“

    Neue Formen der politischen Beteiligung entwickeln, Gemeinwesen stärken

    Im Laufe des zu entwickelnden Beteiligungsprozesses wird das Projektteam der ASH Berlin die Bürger_innen dabei unterstützen, Informationen zu den wichtigen Themen im Bezirk zusammenzutragen, den Kontakt zu den Entscheider_innen des Bezirks herzustellen und den Prozess zu dokumentieren.

    Gerade in Zeiten des zunehmenden Rechtspopulismus gilt es zu betonen, dass ein solcher Prozess nicht allein zur Entwicklung von Ideen zur Verbesserung des Bezirks beitragen, sondern gleichzeitig ein inklusives Gemeinwesen schaffen möchte. Indem man seine Nachbar_innen, zivilgesellschaftlichen Institutionen und kommunalen Einrichtungen in ihrer ganzen Vielfalt besser kennenlernt und sich mit ihren Standpunkten demokratisch auseinandersetzt, trägt man gleichzeitig zu einer Stärkung der lokalen Zivilgesellschaft bei und stellt somit einen Gegenentwurf zu demokratiefernen Auffassungen und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit dar. „Wir laden alle Bürger_innen des Bezirks herzlich ein, gemeinsam mit uns und ihren Nachbar_innen über die Zukunft des Bezirks zu diskutieren“, so Prof. Dr. Michael Brodowski.

    Programm der Konferenz:

    • 14:00 Uhr: Begrüßung
    • 14:00 bis 15:00 Uhr: Vertreter_innen aus Politik, Verwaltung, Institutionen, Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürger schildern Erfahrungen, Heraus-forderungen und Wünsche zu partizipativer Demokratie im Bezirk
    • 15:00 bis 15:10 Uhr: Präsentation bisheriger Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt
    • 15:10 bis 16:30 Uhr: Austausch in Kleingruppen
    • 16:30 bis 17:30 Uhr: Sammeln und Clustern der Ergebnisse im Plenum
    • 17:30 bis 18:00 Uhr: Zusammenfassung, Ausblick und Verabredungen


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Heinz Stapf-Finé
    Professor für Sozialpolitik
    Tel. +49 30 99245-528
    stapf-fine@ash-berlin.eu

    Sven Gramstadt
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter
    Tel. +49(0)30 992 45 266
    gramstadt@ash-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Politik
    überregional
    Pressetermine, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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