COPD behandeln: Wie Forschende der chronischen Atemwegserkrankung weiter den Kampf ansagen

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14.11.2019 09:13

COPD behandeln: Wie Forschende der chronischen Atemwegserkrankung weiter den Kampf ansagen

Kay Gropp Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

    2,1 Mio. EUR Forschungszuschuss zur Entwicklung einer künstlichen Lunge bei chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD)

    Atemnot, Husten und allgemeine Trägheit: Wer unter COPD leidet, also an einer chronischen Verengung der Atemwege, leidet an einer nicht heilbaren Krankheit. Auslöser kann die Schadstoffbelastung in der Umwelt, das Rauchen oder das eigene Erbgut sein. COPD ist mittlerweile einer der häufigsten Todesursachen weltweit. Umso wichtiger ist es, dass Forscherinnen und Forscher daran arbeiten, diesem traurigen Trend etwas entgegenzusetzen.

    Ein Projektzusammenschluss um die enmodes GmbH aus Aachen, die Lungenklinik Köln-Merheim/Universität Witten-Herdecke und der ECC-Forschungsgruppe des Instituts für Physiologie der Uniklinik RWTH Aachen erhält nun für die Erforschung eines innovativen Lungenunterstützungssystems für COPD Patienten rund 2,1 Mio. EUR. Das Projekt wurde als eines von 10 Projekten ausgewählt, die aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union als Leuchtturmprojekt gefördert werden.

    Lebensqualität und Selbstbestimmung zurückgewinnen

    Der Verbund erforscht ein Lungenunterstützungssystem, dass dauerhaft ausreichend CO2 aus dem Blut entfernen, und letztendlich die Anwendung im heimischen Umfeld ermöglichen soll. Durch die Neuentwicklung sollen Risiken bereits existierender Kurzzeit-Systeme erheblich reduziert werden, und eine dauerhafte Anwendung ermöglichen. Durch diesen Ansatz sollen Patienten ein hohes Maß an Lebensqualität und Selbstbestimmung zurückgewinnen.

    Neben der hohen Anzahl von Patienten sind die Krankheitsschwere und die damit einhergehende Einschränkung der Lebensqualität sowie die hohen Dauerkosten in der Behandlung eine enorme Belastung für Patienten und das Gesundheitssystem. Insbesondere Patienten in fortgeschrittenen Stadien sind in Ihrer Mobilität erheblich eingeschränkt oder bettlägerig. Die einzig rettende Maßnahme wäre eine Lungentransplantation, die aber bei dem enormen Organmangel in Deutschland nur für etwa 100 Patienten pro Jahr in Betracht kommt. In Anbetracht von vielen hunderttausend Patienten in fortgeschrittenen Stadien stellt dies keine echte Alternative dar. Daher sind dauerhafte künstliche Lungen ein Weg, um den Patienten ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

    Die Partner erhalten anteilig vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union, genauer aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), 2,1 Mio. EUR für die Erforschung erster Prototypen. Im Rahmen des Projektwettbewerbes Leitmarktwettbewerb LifeSciences.NRW werden rund 17 Mio. Euro an die zehn besten Anträge ausbezahlt. Dabei konnte sich das Konsortium gegen 50 konkurrierende Projektideen durchsetzen.

    Weitere Informationen bei
    Prof. Dr. med. Christian Karagiannidis
    Leiter ARDS und ECMO Zentrum Köln-Merheim
    Professur für extrakorporale Lungenersatzverfahren der Universität Witten/Herdecke
    Leitender Oberarzt Lungenklinik
    Abteilung Pneumologie, Intensiv- und Beatmungsmedizin
    Ostmerheimer Str.200
    51109 Köln
    Tel +49-221-8907-18809
    karagiannidisc@kliniken-koeln.de

    Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

    Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

    www.uni-wh.de / #UniWH / @UniWH


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


    Prof. Dr. med. Christian Karagiannidis


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