Erfolgreiche Frauen aus Wirtschaft und Forschung im Austausch mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo


Teilen: 
21.01.2020 12:09

Erfolgreiche Frauen aus Wirtschaft und Forschung im Austausch mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages

Frauke Frodl Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.

    Frauen in Entscheiderpositionen der Industrieforschung leisten einen wirksamen Beitrag für „made in Germany“. Bundestagsabgeordnete sind an ihren Erfahrungen interessiert - ein Netzwerkaustausch unter Frauen aus Politik, Wirtschaft und Forschung.

    Industrieforschung in Deutschland ist in entscheidenden Positionen noch viel zu selten von Frauen besetzt. Und doch gibt es sie: die Frauen, die sehr erfolgreich als Ingenieurinnen, Gutachterinnen, Institutsleiterinnen, Unternehmerinnen, in Forschungseinrichtungen, in der Industrie und in der Ausbildung arbeiten. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag für „made in Germany“.

    Insgesamt zwölf weibliche Bundestagsabgeordnete der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion kamen am 15. Januar 2020 mit acht erfolgreichen Unternehmerinnen und Geschäftsführerinnen von Forschungsvereinigungen, die Mitglieder der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. sind, sowie von Forschungseinrichtungen in Berlin zu einem Netzwerkaustausch zusammen.

    „Die Gruppe der Frauen versteht Frauenpolitik als eine Querschnittsaufgabe, die alle Politikfelder betrifft. Daher ist es wichtig, sich mit Frauen aus der Praxis auszutauschen“, erklärte Yvonne Magwas, Mitglied des Bundestages und Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. „Wir waren uns mit den Frauen aus der Praxis einig: Es fehlt immer noch an weiblichen Führungskräften im Forschungsbereich. Denn viele Studien zeigen, gemischte Teams arbeiten am effektivsten“, betonte Magwas.

    Die Ingenieurinnen sowie promovierten und habilitierten Naturwissenschaftlerinnen sehen einen dringenden Bedarf nicht nur an Frauen in technischen Berufen und in leitenden Positionen des deutschen Mittelstandes. Nur 25 Prozent der Studierenden sind Studentinnen, die in Ingenieur-Fachbereichen abschließen. „Doch wir haben inzwischen Probleme, überhaupt ausreichend junge Menschen für unsere Studienrichtungen zu finden“, betonte die Geschäftsführerin der Forschungsvereinigung Automobiltechnik e.V., AiF-Präsidiumsmitglied und leidenschaftliche Ingenieurin, Professorin Claudia Langowsky. Sie behauptet sich seit Jahrzehnten in einer Männerdomäne. Gleichzeitig betonte Langowsky die nachhaltige Wirkung der Nachwuchsförderung innerhalb der Forschungsvorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Viele junge Wissenschaftler, die an Forschungsprojekten mitarbeiteten, würden dadurch zu einem Engagement im forschenden Mittelstand und für die mittelständische Industrie geführt.

    Das Thema Bildung war auch für Professorin Maike Rabe, Leiterin des Forschungsinstitutes für Textil und Bekleidung FTB an der Hochschule Niederrhein, von besonderer Bedeutung. Eine persönlichkeitsentwickelnde Schulbildung, die auch eine größere Offenheit für technische Berufe initiieren müsse, war unter anderem ihre Botschaft an die Politikerinnen. Sie mahnte eine Gesellschaft an, die sich aktuell „nicht freundlich gegenüber dem mittelständischen Gewerbe“ zeige. Gleichzeitig erwähnte Rabe in Einklang mit den innerhalb der AiF engagierten Unternehmerinnen und Forscherinnen, dass sie gern die Vorbildfunktion übernähmen, um junge Menschen für diese vielschichtigen und zukunftsträchtigen MINT-Berufsrichtungen zu begeistern.

    „Ich finde Technik faszinierend“, beschrieb die Geschäftsführende Gesellschafterin der PROFILMETALL GmbH, Dr. Daniela Eberspächer-Roth, eine Grundlage ihres erfolgreichen Unternehmertums. „Um diese deutsche Technik wettbewerbsfähig zu halten, ist der Ausbau der Gemeinschaftsforschung nötig“, so die international erfahrene CEO weiter. Darüber hätten viele Mittelständler die Chance, Teil eines branchenrelevanten Forschungsnetzwerkes zu sein und für eigene Produktentwicklungen wichtige Impulse und Know-how zu erhalten.

    An die anwesenden Bundestagsabgeordneten gerichtet, sagte Andrea Weißig, Geschäftsführerin Forschungspolitik der AiF: “Hier sitzen viele Unternehmerinnen und Forscherinnen, deren Erfolg im direkten Zusammenhang mit der Forschungsförderung über die Programme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie stehen“. Die Politikerinnen erhielten in diesem Netzwerkaustausch konkrete Ergebnisse dieser Forschungsförderung von ihrem Gegenüber aus der Wirtschaft. „Die Erhöhung der IGF-Mittel im Bundeshaushalt 2020 zeigt, dass die Politik die Bedeutung und Wirkung der angewandten Forschung zugunsten des Mittelstands schätzt“, so Weißig.
    Ein konkreter Ausbau dieses befruchtenden Netzwerkes zwischen Politik, Wirtschaft und Forschung wurde von allen Frauen mehr als befürwortet.

    Über die AiF
    Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 101 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2019 setzte die AiF über 496 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie 12,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte 238.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

    Pressekontakt
    AiF e.V. Forschungspolitik, Frauke Frodl, frauke.frodl@aif.de, Telefon: +49 30 64475 215


    Anhang
    attachment icon AiF-Presseinformation Frauen aus Politik, Wirtschaft und Forschung

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Netzwerkaustausch von erfolgreichen Frauen aus Politik, Wirtschaft und Forschung


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay