Mit seinem Antrittsbesuch in Nürnberg hat sich Bayerns neuer Wissen-schaftsminister am Freitagnachmittag an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule vorgestellt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Sparbeschlüsse der Staatsregierung informierte sich Dr. Thomas Goppel in Diskussionen mit Studierendenvertretern, der Hochschulleitung und den zwölf Dekanen des "Ohm" über die aktuelle Lage und über Lösungsvorschläge für die Zukunft der Hochschule.
Im ausführlichen Gespräch überzeugten die zwölf Dekane den Minister, welche Modernisierungen die einzelnen Fachbereiche in den vergangenen Jahren umgesetzt hatten. Das Ohm erwirtschaftet bereits heute hohe Eigenfinanzierungsbeiträge und leistet so einen wertvollen Beitrag zur Sicherung der eigenen Lehre. Schon lange vor der großen Sparwelle der öffentlichen Hand hatte man an Bayerns zweitgrößter FH erkannt, dass die Initiative selbst ergriffen werden musste.
Fünf Maßnahmenblöcke
Im Anschluss informierte dann die Hochschulleitung unter Vorsitz von Rektor Prof. Dr. Herbert Eichele den CSU-Politiker über die Gesamtsituation und die Bedeutung der finanziellen Kürzungen für das Haus. Gegenwärtig kann die Fachhochschule die Sparauflagen nicht erfüllen, will sie der hohen Qualität ihres Lehrauftrags auch weiter nachkommen.
In einer Agenda mit fünf Maßnahmenblöcken legte das Ohm aber klare Konzepte vor und verknüpfte damit sowohl Erwartungen wie auch Forderungen. Diese Blöcke umfassen die lokale Optimierung als kontinuierlicher Verbesserungsprozess, die organisatorische Weiterentwicklung der Hochschule, die Hochschulstruktur in ganz Bayern, Forderungen nach Deregulierung sowie den Ausbau der eigenen Einnahmeseite. Damit verbunden sind klare Vorschläge, wie und wo im Hochschulbereich kosteneffizient gearbeitet werden kann, unter welchen Bedingungen damit Einsparungen zu erzielen sind und wie diese Verwendung finden sollen.
Alternative zur Berufsakademie
Als Highlight kann die Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule mit einer Alternative zum bisherigen Modell der Berufsakademien aufwarten. Das neue I.C.S.-Förderkonzept bringt im Vergleich zur Berufsakademie eine Qualitätssteigerung und im Vergleich zum FH-Studium einen ausgeweiteten Praxiseinsatz der Studierenden in Unternehmen. Als weitere Vorteile können deutlich niedrigere Kosten sowie die Kompatibilität mit den neuen gestuften Abschlüssen Bachelor und Master genannt werden.
Insgesamt zeigte sich die Hochschulleitung zufrieden mit den Minister-Gesprächen. "Wir haben Position bezogen und interessante Anregungen geliefert", erklärte Rektor Prof. Dr. Herbert Eichele am Freitagabend, "Nun hoffen wir auf Detailgespräche."
Rückfragen richten Sie bitte an die Pressestelle der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule. Sie erreichen uns telefonisch unter 09 11 / 58 80 41 01; am Sonntag auch mobil unter 01 75 / 24 13 073. Oder via Mail an presse@fh-nuernberg.de.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
Deutsch
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