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23.03.2020 10:50

Pressefotografie in Ostdeutschland seit 1989 – Tagung von HoF, dpa-ZB, ZZF und Bundesstiftung Aufarbeitung

Kerstin Martin Öffentlichkeitsarbeit
Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Fotos und Bewegtbilder prägen unser historisches Gedächtnis. Dies gilt auch für die Friedliche Revolution und den Transformationsprozess in Ostdeutschland. Welches Potenzial hat die Visual History? Vom 27. bis 29. August 2020 bringt die Tagung Pressefotograf.innen, die die Überwindung der SED-Diktatur und die Entwicklung Ostdeutschlands fotografisch begleitet haben, mit Historikern und Journalistinnen in Lutherstadt Wittenberg zusammen. Im Mittelpunkt des zeithistorischen Interesses stehen dabei weniger die Friedliche Revolution und der Weg zur deutschen Einheit als vielmehr die Bilderwelten, die die Entwicklung Ostdeutschlands seit 1990 dokumentieren.

    Wie kaum ein anderes Medium prägen Fotos sowie Bewegtbilder unser historisches Gedächtnis. Dies gilt nicht zuletzt für die Friedliche Revolution in der DDR, deren Bildikonen in keiner historischen Rückschau fehlen: Die Bilder und Filmaufnahmen des Paneuropäischen Picknicks am 19. August 1989 in Sopron an der ungarisch-österreichischen Grenze, die Filmstills aus der konspirativen Videoaufzeichnung der Montagsdemonstration am 8. Oktober 1989 in Leipzig, die Fotos von der Pressekonferenz Günter Schabowskis am Abend des 9. Novembers 1989, die den Mauerfall einläutete, dessen Symbolbilder am Folgetag am Brandenburger Tor aufgenommen wurden – diese und viele andere Bilder entfalteten damals eine Geschichtsmächtigkeit, die den Umbruch in der DDR wesentlich förderte.
    Die Tagung „Pressefotografie in Ostdeutschland seit 1989“ will das Potential der Visual History am Beispiel des Transformationsprozesses in Ostdeutschland seit 1990 aufzeigen. Vom 27. bis 29. August 2020 bringt sie Pressefotografinnen bzw. -fotografen, die die Überwindung der SED-Diktatur und die Entwicklung Ostdeutschlands seit 1990 fotografisch begleitet haben, mit Historikerinnen und Journalisten in der Stiftung Leucorea in Lutherstadt Wittenberg zusammen. Veranstalter sind das Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, die Fotoagentur dpa-Zentralbild und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Im Mittelpunkt des zeithistorischen Interesses der Tagung stehen dabei weniger die Friedliche Revolution und der Weg zur deutschen Einheit, als vielmehr die Bilderwelten, die die Entwicklung Ostdeutschlands seit 1990 dokumentieren.
    • Die Tagung soll Fotografen als Zeitzeugen des Umbruchs in Ostdeutschland wie auch als Interpreten der von ihnen geschaffenen Bildquellen vorstellen und sie zur Mitwirkung an Forschungsprojekten motivieren.
    • Die Tagung lädt Historikerinnen und Historiker sowie Journalistinnen und Journalisten dazu ein, aktuelle, thematisch einschlägige Forschungen zu präsentieren bzw. zu diskutieren.
    • Die Tagung wird im Rahmen von Workshops u.a. über Fragen der Künstlichen Intelligenz bei der Bilderschließung und Probleme des Persönlichkeitsrechts bei der Verwendung zeithistorischer Fotos informieren.
    • Die Tagung lädt Bildagenturen bzw. -archive dazu ein, sich auf der Tagung zu präsentieren, um sich gleichermaßen mit den Fotografen wie auch den Historikern zu vernetzen.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
    Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Dr. Ulrich Mählert, Kronenstraße 5, 10117 Berlin; eMail: u.maehlert@bundesstiftung-aufarbeitung.de


    Weitere Informationen:

    https://sites.google.com/umbruch-ost.de/tagungpressefotografie Homepage der Tagung „Pressefotografie in Ostdeutschland seit 1989“
    https://sites.google.com/umbruch-ost.de/tagungpressefotografie/Programm Tagungsprogramm
    https://www.hof.uni-halle.de/forschung/zeitgeschichte-von-hochschule-und-bildung... Forschungsprojekte und Publikation des Instituts für Hochschulforschung (HoF) zur Zeitgeschichte von Hochschulen, Wissenschaft und Bildung


    Bilder

    Collage aus Fotos der Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“
    Collage aus Fotos der Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“

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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Pädagogik / Bildung, Politik
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Collage aus Fotos der Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“


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