Unter Beteiligung des SOFI startet das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt in die Hauptphase

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30.03.2020 17:34

Unter Beteiligung des SOFI startet das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt in die Hauptphase

Dr. Jennifer Villarama Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI)

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat entschieden, das neue Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) für zunächst vier Jahre zu fördern. Auch das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) gehört zum bundesweiten Verbund.

    „Die Förderentscheidung für ein bundesweites Institut, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt der Forschung rückt, ist eine große Chance. Denn die aktuelle Krise und ihre absehbar tiefgreifenden Folgen für die Arbeits- und Lebenswelt fordern gerade alle Gesellschaftsmitglieder heraus“, betont Prof. Dr. Berthold Vogel, geschäftsführender Direktor des SOFI. „Die Krise benötigt soziologische Diagnostik und den Dialog von Wissenschaft und Öffentlichkeit – vor Ort, aber auch mit Blick auf Europa und im internationalen Maßstab. Als Teilinstitut des FGZ sind wir überzeugt, dass produktive Wissenschaft Verbund und Kooperation voraussetzt. So haben wir die Aufbauphase genutzt, um gemeinsame Projekte mit den weiteren Standorten des FGZ zu planen und zu verabreden.“

    Als Mitglied des FGZ-Institutsrats akzentuiert Vogel den Schwerpunkt der SOFI-Forschung: Dies ist zum einen die Frage, welche Rolle die Erwerbsarbeit und ihre Gestaltung für das Miteinander in der Gesellschaft spielt. Dabei stehen angesichts der aktuellen Krise auch veränderte Praktiken des Zusammenwirkens von Arbeit und Leben im Fokus einer großangelegten qualitativen Panelbefragung. Dr. Natalie Grimm, Leiterin des Panelprojekts hebt hervor, dass die derzeitige Krise beruflich-soziale Statusgruppen in unterschiedlicher Weise trifft. „Was fördert Zusammenhalt in der Krise, was führt zu Entsolidarisierung? Das wird eine entscheidende Zukunftsfrage sein“, so Grimm.
    Zum anderen nimmt SOFI-Forschung im FGZ hochaktuell die Qualität öffentlicher Güter in den Blick. Das gilt für den Bereich der Gesundheits- und Pflegedienste, aber auch für öffentliche Verwaltung und die Daseinsvorsorge im Allgemeinen. „Gerade die Pandemie ruft uns ins gesellschaftliche Bewusstsein, wie wichtig öffentliche Güter für die Reaktions- und Handlungsfähigkeit einer Gesellschaft sind“, so die Forscherinnen und Forscher des Göttinger FGZ-Standorts. Und weiter: „Die Menschen sind wichtig, die vor Ort im Dienste der Gesundheit, der Pflege und der Notfallversorgung stehen. Hier entsteht Zusammenhalt konkret“.

    Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist ein Verbund aus elf Hochschul- und Forschungsinstituten, die in zehn verschiedenen Bundesländern angesiedelt sind und dadurch auch die regionale Vielfalt gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland in den Blick nehmen. Zusammen sollen die mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vielen verschiedenen Disziplinen mit empirischen Untersuchungen und großangelegten Vergleichen praxisrelevante Vorschläge erarbeiten, die dazu beitragen, gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen. Sie decken Aspekte wie Identitäten und regionale Erfahrungswelten, Ungleichheiten und Solidarität, Medien und Konfliktkultur, Polarisierung und Populismus, aber auch Antisemitismus und Hasskriminalität ab und erforschen diese im europäischen Vergleich und darüber hinaus.

    In der anderthalbjährigen Vorphase des FGZ, in der das Gründungskonzept für das Institut erarbeitet wurde, wurde ein umfangreiches Forschungs- und Transferprogramm mit mehr als 70 Teilprojekten und institutsübergreifenden Arbeitsbereichen entwickelt, die ab dem 01.06.2020 realisiert werden.

    Neben dem Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen gehören die Universität Leipzig, die Technische Universität Berlin sowie die Universitäten Bielefeld, Bremen, Frankfurt, Halle-Wittenberg, Hannover, Konstanz sowie das Leibniz-Institut für Medienforschung Hamburg und das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena zu dem Verbund.

    Weitere Informationen und Kontakt:
    Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt
    Öffentlichkeitsarbeit
    Pia Siemer
    Tel: +49 341 9737882
    E-Mail: Pia.Siemer@uni-leipzig.de

    Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V.
    Kommunikation und Koordination
    Dr. Jennifer Villarama
    Tel.: +49 551 52205-0
    E-Mail: kommunikation@sofi.uni-goettingen.de

    www.sofi.uni-goettingen.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V.
    Geschäftsführender Direktor
    Prof. Dr. Berthold Vogel
    Tel.: +49 551 52205-0
    E-Mail: berthold.vogel@sofi.uni-goettingen.de

    Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V.
    Postdoc
    Dr. Natalie Grimm
    Tel.: +49 551 52205-67
    E-Mail: natalie.grimm@sofi.uni-goettingen.de


    Anhang
    attachment icon SOFI Presseinformation_FGZ startet unter SOFI-Beteiligung in Hauptphase

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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