TU Berlin: Datenbank zu europäischen Corona-Krankenhaus- und -Intensivfällen

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

idw-Abo
Science Video Project



Teilen: 
03.04.2020 11:26

TU Berlin: Datenbank zu europäischen Corona-Krankenhaus- und -Intensivfällen

Stefanie Terp Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
Technische Universität Berlin

    Covid-19-Fälle in Europa: Datenbank ermöglicht tagesgenaue Übersicht zu stationär und intensivmedizinisch behandelten Patient*innen

    Gesundheitsökonom Prof. Dr. Reinhard Busse macht entscheidungsrelevante Daten für das Gesundheitssystem zugänglich

    In der jetzigen Situation der Covid-19-Pandemie ist es wichtig, die Anzahl der (Neu-)Infizierten zu beobachten und ihren Anstieg zu begrenzen, um die Kapazitäten des Gesundheitssystems nicht zu überfordern. Um zu messen und vorherzusagen, wie viele Patient*innen stationär und insbesondere intensivmedizinisch behandelt werden können, sind Daten zur Wahrscheinlichkeit der Krankenhausaufnahme und der Dauer der Behandlung erforderlich – nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern.

    Das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen der TU Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. med. Reinhard Busse hat deshalb eine Datenbank aufgebaut, in der für derzeit 15 europäische Länder täglich erfasst wird, wie hoch die absoluten und prozentualen Zahlen der Krankenhaus- und Intensivpatient*innen sind. Die Daten stammen von den Gesundheitsministerien, nationalen Gesundheitsbehörden und intensivmedizinischen Vereinigungen.

    Dabei zeigt sich, dass in den 15 Ländern Ende März über 20.000 Patient*innen mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt wurden, davon jeweils über 5000 in Spanien und Frankreich sowie über 4000 in Italien. Dies waren doppelt so viele wie noch eine Woche zuvor. Dass die Prozentsätze der positiv getesteten Patient*innen, die intensivmedizinisch versorgt werden, so stark variieren (von 2 Prozent in Österreich und 3 Prozent in Deutschland und Portugal bis 9 Prozent in den Niederlanden und über 10 Prozent in Frankreich), erklärt Reinhard Busse nicht nur mit dem unterschiedlichen Stadium der Epidemie in den verschiedenen Ländern, sondern insbesondere auch mit der Anzahl der insgesamt getesteten Personen. Dort, wo wenig getestet wird, liegen relativ viele Patient*innen im Krankenhaus – in Spanien über 50 Prozent und in Frankreich über 40 Prozent, während es in Deutschland derzeit „nur“ rund 10 Prozent sind.

    Diese Datenbank ist einmalig in Europa und ist Teil der Bemühungen des Fachgebietes, nationalen Gesundheitsministerien Daten und Fakten für eine verbesserte evidenz-informierte Gesundheitspolitik zur Verfügung zu stellen.

    Das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen von Prof. Dr. med. Reinhard Busse beteiligt sich deshalb auch maßgeblich am Aufbau der Webseite https://www.covid19healthsystem.org/ des European Observatory on Health Systems and Policies, auf der unter anderem für die Weltgesundheitsorganisation und die Europäische Kommission der Umgang mit Prävention und Testung in allen europäischen Ländern vergleichend dargestellt wird. Derzeit liegen für 18 Länder Informationen vor.

    Zugang zur Datenbank:
    http://www.tu-berlin.de/?49992

    Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
    Prof. Dr. med. Reinhard Busse
    TU Berlin
    Fachgebiet Management im Gesundheitswesen
    Tel.: 030 314-28420
    E-Mail: mig@tu-berlin.de oder rbusse@tu-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay