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28.04.2020 10:43

Neues Bachelorstudium „Europawissenschaften“ an der Universität des Saarlandes ab Wintersemester 2020/21

Gerhild Sieber Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Die Universität des Saarlandes geht zum kommenden Wintersemester mit dem neuen Bachelorangebot „Europawissenschaften“ an den Start: Dabei entscheiden sich die angehenden Studierenden für eine der drei Disziplinen Geographie, Neuere Geschichte oder Vergleichende Literaturwissenschaft. Das fachbezogene Studium wird ergänzt durch einen interdisziplinären „Kernbereich“ mit Lehrveranstaltungen zu den Grundlagen Europas.

    Mit drei neuen Bachelorstudiengängen will die Universität des Saarlandes das Thema „Europa“ stärker in den Vordergrund rücken: „Geographien Europas“, „Neu-Zeit-Geschichte“ und „Vergleichende Literaturwissenschaft“ heißen die fachbezogenen Ausrichtungen der neu geschaffenen „Europawissenschaften“. Mit der Wahl des Studienfachs entscheiden sich die Studierenden für ein klares wissenschaftliches Profil – und erwerben darüber hinaus das Wissen für ein grundlegendes Verständnis von Europa. „Der gemeinsame interdisziplinäre Kernbereich macht etwa ein Drittel der zu erbringenden Studienleistungen aus. Hier vermitteln wir allen Studierenden einen Überblick über historische und aktuelle Entwicklungsprozesse, damit sie verstehen, was das heutige Europa ausmacht“, betont Juniorprofessor Florian Weber, der das Studienangebot mitkonzipiert hat. Auf dem Lehrplan für die Vermittlung des Grundlagenwissens stehen Inhalte aus der europäischen Geschichte, Geographie und Politik, dem Europarecht sowie aus Literatur und Medien; darüber hinaus zählen Sprachkurse zum Kernbereich.

    Ergänzt wird das Kernbereichs-Studium, das alle angehenden Europawissenschaftler gemeinsam absolvieren, durch das jeweilige Schwerpunktfach, in dem zum Studienabschluss auch die Bachelorarbeit geschrieben wird:
    Mit den raumbezogenen Entwicklungsprozessen innerhalb Europas befasst sich das Schwerpunktfach „Geographien Europas“. Der Studiengang betrachtet insbesondere die unterschiedlichen politischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen in den europäischen Staaten. So werden mit Konzepten aus der Humangeographie beispielsweise Prozesse der Wirtschafts- und Stadtentwicklung erklärt oder zwischenstaatliche Beziehungen und Migrationsbewegungen interpretiert. Die Studierenden lernen zudem Methoden der Sozialforschung kennen, des Weiteren Grundkenntnisse der Kartographie und den Umgang mit digitalen Geographischen Informationssystemen.

    Die europäische Literatur sowie Film, Theater und andere Medien sind Gegenstand des Schwerpunktfachs „Vergleichende Literaturwissenschaft“. Das Bild Europas ist in erheblichem Maße kulturell geprägt und schlägt sich seit der Antike in der Literatur und den Künsten nieder. Durch die Auseinandersetzung mit diesen kulturellen Artefakten erwerben Studierende ein vertieftes Verständnis für europäische Gesellschafts- und Kulturentwicklungen und eignen sich überdies eine breitgefächerte Literatur- und Medienkompetenz an. Der Schwerpunkt des Studiums liegt auf den unterschiedlichen Formen des kulturellen Austauschs innerhalb Europas. Er wird jedoch ergänzt durch die Wechselbeziehungen zwischen europäischen und außereuropäischen Literaturen und Medien.

    Die Ausrichtung „Neu-Zeit-Geschichte“ behandelt die Neuere Geschichte Europas. Neben dem Blick in die Vergangenheit europäischer Geschichte geht es dabei auch um die aktuelle Wahrnehmung Europas in der Welt. Studierende dieses Fachs lernen darüber hinaus methodische Herangehensweisen an historische Fragestellungen kennen, beispielsweise die kritische Analyse von Quellen und Forschungstexten. In weiteren praxisorientierten Übungen gibt es unter anderem Einführungen in die Geschichtsdidaktik oder das Archiv- und Museumswesen.

    Dritte Säule des Studiums ist ein Wahlpflichtbereich. In diesem können die Studierenden Lehrveranstaltungen nach ihren individuellen Interessen belegen, um das eigene europabezogene Profil zu stärken. Dabei wählen sie beispielsweise Kurse aus der Betriebswirtschaftslehre, Philosophie, Medienkomparatistik oder Romanistik oder Veranstaltungen aus der Klassischen Archäologie oder der Vor- und Frühgeschichte. Daneben stehen Veranstaltungen aus einem breit angelegten Optionalbereich der Universität zur Auswahl.

    Das fünfte Semester ist für das Studium an einer Universität oder ein selbstständig durchgeführtes Forschungsprojekt im europäischen Ausland vorgesehen. Ein achtwöchiges Berufspraktikum bietet zudem die Chance, Einblicke in die Arbeitspraxis zu erhalten.

    Hintergrund:
    Europa spielt in der Historie der Universität des Saarlandes und in der aktuellen Lehre und Forschung eine tragende Rolle: Mit ihrer deutsch-französischen Gründungsgeschichte ist die Saar-Universität seit ihren Anfängen europäisch ausgerichtet. Begünstigt wird dies durch ihre Lage unmittelbar an den Grenzen zu Frankreich, Luxemburg und Belgien. Die interdisziplinäre Europaforschung ist eines der Alleinstellungsmerkmale der Universität, und beim Studienangebot zeichnet sie sich durch einen besonders hohen Anteil grenzüberschreitender Bachelor- und Masterstudiengänge aus (http://www.uni-saarland.de/studium/angebot/international).

    Link zum Studiengang mit Informationen zur Bewerbung:
    http://www.uni-saarland.de/europawissenschaften

    Fragen beantwortet:
    Jun.-Prof. Dr. habil. Florian Weber
    Universität des Saarlandes
    Fachrichtung Geographie
    Europastudien | Schwerpunkte Westeuropa und Grenzräume
    Tel.: +49 681 302-64220
    https://www.uni-saarland.de/lehrstuhl/weber/


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler
    Geowissenschaften, Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Sprache / Literatur
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


     

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