Der Frieden in Zeiten von Corona: Herausforderungen für Kolumbien

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14.05.2020 10:08

Der Frieden in Zeiten von Corona: Herausforderungen für Kolumbien

Lisa Dittrich Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Justus-Liebig-Universität Gießen

    Deutsch-Kolumbianisches Friedensinstitut organisiert virtuelle Diskussionsveranstaltung am 19. Mai 2020 – Unterstützung des Auswärtigen Amts – Kooperation mit den Universitäten Gießen und Erfurt sowie dem Leibniz-Institut HSFK

    Der Friedensprozess in Kolumbien befand sich bereits vor der Corona-Pandemie am Scheideweg. Covid-19 stellt das Land vor zusätzliche Herausforderungen und droht zur entscheidenden Belastungsprobe für den fragilen Frieden in Kolumbien zu werden. In einer virtuellen Veranstaltung zum Thema „Der Frieden in Zeiten von Corona: Herausforderungen für Kolumbien“ diskutieren am 19. Mai 2020 um 18 Uhr Vertreter der Regierungen aus Kolumbien und Deutschland, der Präsident der kolumbianischen Wahrheitskommission sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für eine Stabilisierung in dem südamerikanischen Land.

    Die virtuelle Diskussionsrunde wird vom Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstitut (Instituto CAPAZ) in Zusammenarbeit mit der Universität Erfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) durchgeführt – mit Unterstützung durch das Auswärtige Amt. Die Teilnahme an der Online-Veranstaltung ist kostenlos und wird in deutscher Sprache mit Simultanübersetzung ins Spanische stattfinden. Interessierte können die Live-Übertragung verfolgen über: http://capaz.live-event.site

    Teilnehmerinnen und Teilnehmer
    • Niels Annen, MdB, Staatsminister des Auswärtigen Amts
    • Emilio Archila, Präsidialberater für die Stabilisierung und Konsolidierung in Kolumbien
    • Francisco De Roux, Präsident der kolumbianischen Wahrheitskommission
    • Laura Barrios Sabogal, Wissenschaftlerin an der Universidad del Rosario
    • Prof. Dr. Stefan Peters, Direktor des Instituto CAPAZ und Professor für Friedensforschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)

    Moderation:
    • Solveig Richter, Professorin an der Universität Erfurt

    „Kolumbien und die internationale Gemeinschaft müssen ihre Aufmerksamkeit auf den Friedensprozess richten, um das bisher Erreichte zu stärken und weiter am Aufbau eines stabilen und dauerhaften Friedens zu arbeiten“, betont der wissenschaftliche Direktor des Instituto CAPAZ und Friedensforscher Prof. Dr. Stefan Peters (JLU). Aktuell zeige sich eine Verschärfung verschiedener Problemlagen: „Besonders verletzliche Gruppen wie Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten oder demobilisierte Kämpferinnen und Kämpfer sehen sich den Attacken bewaffneter Gruppen weitgehend schutzlos ausgeliefert. Zugleich führen die politischen Maßnahmen zur Einhegung der Corona-Pandemie dazu, dass zahlreiche Reformprojekte gerade auf lokaler Ebene zum Erliegen gekommen sind.“ Schließlich stehe zu befürchten, dass angesichts der zu erwartenden Wirtschaftskrise auch mittelfristig nur mehr begrenzte Mittel für die Umsetzung des Friedensabkommens zur Verfügung stehen werden. Demgegenüber blieben positive Entwicklungen wie ein vorübergehender Waffenstillstand seitens der ELN kaum greifbare Hoffnungsschimmer.

    In der Diskussion werden die folgenden Fragen im Mittelpunkt stehen: Wie stark ist der Friedensprozess im Moment gefährdet? Wo liegen die größten Herausforderungen? Deutschland hat sich von Beginn an für den Friedensprozess in Kolumbien eingesetzt. Die deutsche Regierung ist einer der wichtigsten Geldgeber und hat insbesondere auch die verschiedenen Institutionen der Übergangsjustiz immer wieder politisch und finanziell gestärkt. Was kann bzw. sollte Deutschland in der aktuellen Lage tun?

    Instituto CAPAZ

    Kolumbien ist eine strategische Partnerregion der JLU. Getragen von einem Konsortium deutscher und kolumbianischer Universitäten fördert das Instituto CAPAZ, seit 2019 „DAAD-Exzellenzzentrum in Forschung und Lehre“, den kolumbianischen Friedensprozess durch Forschung sowie Aus- und Weiterbildung und berät Akteurinnen und Akteure in Politik und Gesellschaft. Als federführende Hochschule hat die JLU auf deutscher Seite die Projektleitung und Konsortialführung des Instituto CAPAZ inne.

    Termin

    Virtuelle Diskussionsveranstaltung am 19. Mai 2020 um 18.00 Uhr (deutsche Zeit)
    http://capaz.live-event.site


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Kontakt
    Prof. Dr. Stefan Peters; Direktor des Instituto CAPAZ
    Professor für Friedensforschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen
    Fachbereich 01 – Rechtswissenschaft
    E-Mail: stefan.peters@recht.uni-giessen.de


    Weitere Informationen:

    http://capaz.live-event.site
    http://www.instituto-capaz.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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