HFF München gewinnt KI-Wettbewerb und damit eine von 50 neuen Professuren mit Fokus auf Künstlicher Intelligenz

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15.05.2020 11:20

HFF München gewinnt KI-Wettbewerb und damit eine von 50 neuen Professuren mit Fokus auf Künstlicher Intelligenz

Jette Beyer Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule für Fernsehen und Film München

    Die Vergabe der KI-Professuren wurde als Wettbewerb ausgeschrieben / Wissenschaftsminister Bernd Sibler gibt Standorte bekannt / Ausbau ist Teil der Hightech Agenda Bayern / „Große Resonanz, viele Verbundanträge, spannendes Themenspektrum“

    München, 14. Mai 2020 – Die Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München ist eine von 50 Bayerischen Hochschulen, die den KI-Wettbewerb der Hightech Agenda Bayern gewonnen haben und damit ausgewählt wurden, ihre Konzepte für die Einrichtung einer KI-Professur umzusetzen.

    Das gab Wissenschaftsminister Bernd Sibler heute in München bekannt. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Expertenkommission Prof. Dr. Peter Strohschneider stellte er das Ergebnis des wissenschaftsgeleiteten Wettbewerbs vor, über den sich die bayerischen Hochschulen bis Ende Februar 2020 um insgesamt 50 KI-Professuren bewerben konnten. „Große Resonanz, viele Verbundanträge, spannendes und breites Themenspektrum“ – so das Fazit Siblers. Die 50 erfolgreichen Konzepte der Hochschulen bilden alle vier fachlich-thematischen Schwerpunktbereiche des bayerischen KI-Netzwerks – Intelligente Robotik, Mobilität, Gesundheit sowie Data Science – in ihrer ganzen Breite ab.

    HFF-Präsidentin Prof. Bettina Reitz: „Für eine Kunsthochschule wie die HFF München eine KI-Professur zu beantragen und umzusetzen, mag zunächst ungewöhnlich erscheinen. Dabei birgt gerade diese Verbindung ein besonderes Spannungsfeld zwischen technologischer Weiterentwicklung und inhaltlich-künstlerischer Auseinandersetzung. In diesem digitalen Forschungsfeld wollen wir die Einbindung von KI und Cloud in kreativ technischen Gewerken befördern und im Anschluss auch über die Lehre unseren Studierenden vermitteln. Ich danke Staatsminister Sibler und seinem Auswahlkomitee für diese besondere Möglichkeit, die die Bereiche Wissenschaft und Kunst beispielhaft miteinander verbindet. Und ich danke den beiden Leitern unserer Abteilung Technik Professor Dr.-Ing. Peter C. Slansky und Dr. Siegfried Fößel, dass sie diese Chance für die HFF München ergriffen haben.“

    Wissenschaftsminister Bernd Sibler: „Die große Resonanz auf unseren Wettbewerb spricht ein deutliches Zeichen: Jede antragsberechtigte Hochschule im Freistaat beteiligte sich am Verfahren, insgesamt wurden 175 Anträge eingereicht. Forschung lebt vom Wettbewerb, aber auch vom Austausch und der Zusammenarbeit. Daher freut es mich sehr, dass mit insgesamt 150 Verbundanträgen die überwiegende Mehrheit der Anträge in Kooperation mit anderen Hochschulen gestellt wurde, auch über die Grenzen der Hochschularten hinweg.“ Die Verbünde werden die Vernetzung unter den Hochschulen im Bereich KI stärken sowie Kompetenzen bündeln. Das Themenspektrum reicht dabei von der Erforschung hochautomatisierten Fahrens (Verbund Bayerisches KI-Mobilitätsnetzwerk/HAW Landshut) über sensorbasierte KI-Systeme in der Pflege (Verbund d.DiM - Digital Disease Management – personalisierte Diagnostik, Therapie und Versorgung/TH Deggendorf) bis zur Grundlagenforschung für die Realisierung von vertrauenswürdiger KI-Software (Verbund Explainable Artificial and Amplified Intelligence (XAAI)/Otto-Friedrich-Universität Bamberg).

    Wissenschaftsgeleitetes Auswahlverfahren
    „Ich bedanke mich ausdrücklich bei der hochkarätig besetzten Expertenkommission unter Vorsitz von Prof. Dr. Peter Strohschneider, die mit großem persönlichen Einsatz jeden Antrag sowohl einzeln als auch vergleichend intensiv begutachtet und bei der Vielzahl an qualitativ hochwertigen Anträgen die ,Qual der Wahl‘ hatte“, erklärte der Minister. Prof. Dr. Peter Strohschneider, langjähriger Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und international erfahrener Verfahrens- und Wettbewerbsexperte, betonte die intensiven Diskussionen der fachlich differenziert besetzten Expertenkommission: „Wir haben sämtliche Anträge einer rigiden wissenschaftlichen Qualitätsprüfung unterzogen und diejenigen ausgewählt, die höchsten wissenschaftlichen Anspruch mit den stärksten Impulsen für eine dynamische Entwicklung dicht vernetzter KI-Forschung in Bayern verbinden. Die Bewilligungsquote von etwa 29 % scheint mir dafür zu sprechen, dass es dabei gelungen ist, im Rahmen der verfügbaren Ressourcen doch die Wettbewerbsrisiken und -chancen der antragstellenden Hochschulen fair auszubalancieren.“

    Insgesamt 100 neue Professuren auf dem Zukunftsgebiet der KI
    Die Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz stellt einen der Schwerpunkte der im Oktober 2019 von Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder angekündigten Hightech Agenda Bayern (HTA) dar. Mit den 50 im Wettbewerb vergebenen KI-Professuren soll – ausgehend vom KI-Zentrum in München und den Knotenpunkten in Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Ingolstadt ein landesweites, thematisch fokussiertes Netzwerk in der KI-Forschung aufgespannt werden, um Bayern als führenden KI-Standort weiter auszubauen. Zugleich soll dadurch der Lehre an den Hochschulen und damit der Ausbildung dringend benötigter Fach- und Führungskräfte in allen Regionen Bayerns ein kräftiger Schub verliehen werden. „Zusammen mit den 50 bereits gesetzten Professuren zur gezielten Stärkung des KI-Zentrums München und den KI-Knotenstandorten sorgen für eine breite Verankerung der KI an den bayerischen Hochschulen. Mit insgesamt 100 neuen Professuren auf diesem Zukunftsgebiet ist die Grundlage dafür gelegt, dass Bayern als Wissenschaftsstandort seine Sichtbarkeit und Wettbewerbsposition auf diesem begehrten Markt entscheidend verbessern wird. Das ist auch mit Blick auf die Belebung der Wirtschaft und von Wertschöpfungsketten nach der Corona-Pandemie wertvoll“, so Sibler.
    Eine komplette Liste der erfolgreichen Konzepte im KI-Wettbewerb (alphabetisch sortiert nach Verbund) sowie grafische Darstellungen finden Sie unter: https://www.stmwk.bayern.de/pressematerial


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Forschungsprojekte, Studium und Lehre
    Deutsch


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