EU-Projekt MONICA für mehr Sicherheit und Service bei Großveranstaltungen erfolgreich abgeschlossen

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01.07.2020 15:26

EU-Projekt MONICA für mehr Sicherheit und Service bei Großveranstaltungen erfolgreich abgeschlossen

Alex Deeg PR und Marketing
Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

    MONICA war eines von fünf groß angelegten Horizon 2020 Pilotprojekten, so genannten Large Scale Pilots, und wurde unter Koordination von Fraunhofer FIT im Juni 2020 erfolgreich abgeschlossen. Auf Basis einer im Projekt entwickelten IoT-Plattform konnten Sicherheit, Lärmschutz und Tonqualität bei Großveranstaltungen verbessert werden. MONICA hat seine Lösungen bei 26 Kultur- und Sportveranstaltungen in sechs Großstädten in ganz Europa erfolgreich demonstriert. Die Ergebnisse zeigen unter anderem auch, wie sich IoT-Wearables nahtlos in andere Smart City-Plattformen integrieren und einen hohen Mehrwert für Veranstalter und Besucher bieten können.

    >>Sicherheit bei Großveranstaltungen

    Bei der Ausrichtung von Großveranstaltungen hat Sicherheit oberste Priorität. Fraunhofer FIT hat eine eigenständige Lösung entwickelt, um dem Bedarf der Sicherheitskräfte an Echtzeit-Ortungsinformationen gerecht zu werden. Das Live Positioning System (LiPS) unterstützt das Sicherheitspersonal bei der internen Kommunikation sowie dem Management der Besucherströme. Über eine digitale Karte im zentralen Kommandostand hat die Einsatzleitung die aktuellen Positionen von Stadtordnungsdienst, Feuerwehr, Sicherheits- oder Sanitätsdiensten sowie Informationen über die Besucherströme ständig im Blick. So kann schneller auf kritische Situationen reagiert werden.

    >>Tonqualität und Lärmschutz für eine bessere Veranstaltungsatmosphäre

    Tonqualität und Lärmschutz waren ein weiterer Schwerpunkt des Projekts. MONICA erreichte im November 2019 eine Lärmreduzierung von 11 Dezibel während eines Live-Tests unter freiem Himmel im dänischen Roskilde. Diese Demonstration des adaptiven Schallfeldsteuerungssystems (Adaptive Sound Field Controlsystem) in einer echten Open-Air-Konzertsituation war ein großer Erfolg. Durch Messungen, die zum Beispiel vom Hauptbühnenbereich aus vorgenommen wurden, wurde das Schallverhalten in Echtzeit analysiert und justiert. Die Besucher genossen so ein besseres Klangerlebnis und gleichzeitig wurden die umliegenden Anwohner weniger gestört. Diese Entwicklung wurde von Veranstaltern, Toningenieuren und Behörden sehr positiv zur Kenntnis genommen.

    Fraunhofer FIT arbeitete mit einem Konsortium von 30 Partnern zusammen, um Sicherheit sowie das Erlebnis von Festivals, Konzerten und Sportveranstaltungen zu verbessern. »Die enge Zusammenarbeit zwischen unseren Partnern führte zu einem Ergebnis, auf das wir sehr stolz sind«, sagt der Projekt-Gesamtkoordinator Dr. Markus Eisenhauer vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT. »Wir haben IoT-Technologien erfolgreich in einem groß angelegten Pilotprojekt eingesetzt, was in der Vergangenheit recht schwierig war. Die im Rahmen des MONICA-Projekts entwickelten Lösungen bieten eine vielversprechende Grundlage für die zukünftige Forschung in diesem Bereich«, so Eisenhauer.

    Entwickler, die an den Ergebnissen des Projekts interessiert sind, finden MONICA auf GitHub (https://monica-project.github.io/). Weitere Informationen über das Gesamtprojekt und öffentliche Berichte finden Sie online unter http://www.monica-project.eu.

    Kommunen, Veranstaltungsorganisatoren und Krisenmanagementspezialisten, die an einer Zusammenarbeit mit Fraunhofer FIT zur Weiterentwicklung des Live Positioning Systems interessiert sind, wenden sich bitte an Dr. René Reiners (rene.reiners@fit.fraunhofer.de; Telefon +49 2241 14-3715) oder Julian Quandt (julian.quandt@fit.fraunhofer.de; Telefon +49 2241 14-3621).


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Kulturwissenschaften, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Rhein in Flammen, Bonn 2018.


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    Eine digitale Lagekarte in der Kommandozentrale zeigt stets in Echtzeit die Positionen der beteiligten Polizei-, Feuerwehr-, Rettungs- und Ordnungskräfte.


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