Bedrohte Forscherinnen und Forscher erhalten Stipendien

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03.07.2020 10:46

Bedrohte Forscherinnen und Forscher erhalten Stipendien

Thomas Richter Öffentlichkeitsarbeit
Georg-August-Universität Göttingen

    Erfolg in der jüngsten Vergaberunde der Philipp Schwartz-Initiative: Drei von deutschlandweit insgesamt 29 Stipendien für bedrohte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen an die Universität Göttingen. Damit hat die Universität seit Beginn des Programms im Jahr 2016 insgesamt acht Stipendien einwerben können. Mit der Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über ein Vollstipendium für 24 Monate aufzunehmen.

    An der Universität Göttingen werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ab Juli 2020 in der Iranistik, der Medizin und am Lichtenberg-Kolleg forschen. Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie werden sie – wie die meisten Forschenden zurzeit in Göttingen – zunächst von zuhause aus arbeiten. Alle neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten befinden sich bereits in Deutschland; Einreisebeschränkungen stehen dem Antritt der Stipendien also nicht entgegen. Trotz aller Einschränkungen durch die Pandemie und die anhaltenden Infektionsschutzmaßnahmen der Universität konnten auch weitere Stipendiatinnen und Stipendiaten, für die früher im Jahr eine Förderung eingeworben wurde, ihre Forschung hier aufnehmen.

    „Forscherinnen und Forscher weltweit bilden eine Gemeinschaft, die über die Grenzen von Ländern, Sprachen und Kulturen hinweg im Dienst an der Wissenschaft zusammenkommt“, so Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales der Universität Göttingen. „Diese Gemeinschaft und die ihr zu Grunde liegenden Werte zu sichern und zu bewahren beginnt mit dem Schutz derjenigen, die in ihren Heimatländern verfolgt werden oder von Verfolgung bedroht sind.“

    Die Philipp Schwartz-Initiative unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Schutz in Deutschland suchen, weil in ihren Heimatländern Krieg oder Verfolgung drohen. Sie wurde 2016 von der Alexander von Humboldt-Stiftung und dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen, die jedes Jahr bis zu 50 Stipendien vergeben. Ausschlaggebend für die Stipendienvergabe sind neben der Qualität der Einbindung, der wissenschaftlichen Möglichkeiten und der Qualifikation der Forschenden auch die Perspektiven für einen erfolgreichen beruflichen Neustart in Deutschland. Weitere Informationen sind unter www.humboldt-foundation.de/web/philipp-schwartz-initiative.html zu finden.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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