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16.08.2020 17:17

Energieforschung für beste Spannung in den Stromnetzen

Sabine Recupero Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH

    An einer Verbesserung der Spannungsqualität in den Stromnetzen arbeiten Forscher der FH Kiel und der CAU Kiel. In Kooperation mit einem Windenergiepark- und Umspannwerkbetreiber an der Westküste Schleswig-Holsteins werden bis Mai 2022 Feldversuche in einem Umspannwerk in Vollstedt, Kreis Nordfriesland, durchgeführt und ausgewertet. Das Projekt wird aus dem HWT-Programm der gemeinnützigen Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) mit 140.000 Euro gefördert.

    EKSH-Geschäftsführer Stefan Sievers übergab die Förderzusage am Freitag (14. August) in Vollstedt an Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Hinrichs, der die wissenschaftliche Projektleitung innehat. Der Forscher an der FH Kiel arbeitet in dem Projekt mit seinem CAU-Kollegen Prof. Dr.-Ing. Marco Liserre zusammen. Der Kooperationspartner Windenergieberatung (WEB) Andresen GmbH, Breklum, beteiligt sich mit rd. 18 Prozent an den Gesamtkosten des Projekts. Netzwerkpartner sind die M.O.E. Moeller Operating Engineering GmbH, Itzehoe, und das Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EEK.SH) in Kiel.

    Wie lassen sich zukünftig Windparks zur Erbringung von so genannten Systemdienstleistungen einsetzen? Diese Forschungsfrage ist für Schleswig-Holstein mit seiner hohen Dichte an Windenergieerzeugungsanlagen bedeutend. Sowohl Betreiber von Windparks als auch alle anderen an das Netz angeschlossenen Erzeuger- und Verbraucheranlagen könnten von einer besseren Spannungsqualität profitieren, da hierbei die Verluste in allen elektrischen Betriebsmitteln verkleinert werden und sich deren Lebensdauer verlängert. „Das neue Forschungsvorhaben ist geeignet, die Energiewende nachhaltig zu unterstützen. Uns hat das Projekt sowohl fachlich überzeugt, als auch darin, dass hier viele Fachleute hochschul- und unternehmensübergreifend eng zusammen arbeiten“, sagte Sievers.

    Das HWT-Programm ist eine der Säulen der Tätigkeit der gemeinnützigen EKSH. Seit 2012 sind 47 Kooperationsprojekte von Wissenschaftlern mit Unternehmen mit einem Fördervolumen von rd. 7 Mio. Euro unterstützt worden. Aus dem Programm können Projekte der angewandten Forschung und Entwicklung und des Transfers wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis (Pilotprojekte) gefördert werden. Zum Fachgebiet Energie und Klimaschutz gehören insbesondere Fragestellungen wie Energieproduktion, Energieverbrauch und -effizienz sowie Energieversorgung und Energiewirtschaft. Zum 1. Oktober sind schleswig-holsteinische Hochschulen erneut aufgefordert, spannende Projekte einzureichen.

    Im Juni hat die EKSH eine Broschüre „Energieforschung in Schleswig-Holstein - Kooperationsgeschichten“ herausgegeben, die weitere Beispiele für Kooperationsprojekte von Wissenschaftlern mit Unternehmen enthält.


    Weitere Informationen:

    http://www.eksh.org/projekte-foerderung/hwt-energie-und-klimaschutz/
    http://www.energieforschung.sh
    https://www.eksh.org/presse/pressebilder/ Pressebild vom Ortstermin


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Energie
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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