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11.09.2020 09:45

Wissenschaftliche Nachwuchsförderung am Hanse-Wissenschaftskolleg: Sieben neue Fellows im Postdoc-Programm

Bijan Kafi Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hanse-Wissenschaftskolleg

    Am 09.09.2020 haben sieben neue Associate Junior Fellows ihre Arbeit im Rahmen der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung des Hanse-Wissenschaftskollegs (HWK) aufgenommen. Die Junioren, die den Universitäten Oldenburg und Bremen angehören und daher nicht auf dem HWK-Campus wohnen, sind Teil des Postdoc-Programms, das nach einer Befragung seiner Alumni neu entworfen wurde.

    Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Nordwestregion ist ein wichtiger, fächerübergreifender Teil der Arbeit des HWK. Bereits seit 2011 unterstützt das Kolleg Jungwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universitäten Bremen und Oldenburg im Anschluss an ihre Promotion durch ein eigenes Postdoc-Programm und fördert so auch die universitätsübergreifende Zusammenarbeit. Kernpunkt der Förderung ist die Organisation je einer auf die persönlichen Forschungsgebiete der Fellows zugeschnittenen wissenschaftlichen Tagung in Delmenhorst. Bisher haben 49 Associate Junior Fellows das Programm durchlaufen.

    2019 wurde das Programm nach einer Mitgliederbefragung neu konzipiert. Sie hatte gezeigt, dass die Teilnahme am Programm von wesentlicher Bedeutung beim Aufbau kollegialer Netzwerke und der Verbesserung der Sichtbarkeit der Alumni war. Fast alle Postdoc-Alumni haben ihre wissenschaftlichen Karrieren erfolgreich fortgesetzt und sind heute als Gruppenleiterinnen oder -leiter beziehungsweise Professorinnen oder Professoren tätig.

    Die Associate Junior Fellows des Jahres 2020 sind:

    - Dr. Go Ashida wird eine Tagung zur Modellierung von Prozessen auf den frühen Stufen der Verarbeitung im Hörsystem ausrichten. Mit dieser Forschung soll eine Brücke zwischen experimentellen Daten, Computermodellen und Anwendungsmöglichkeiten dieser Modelle geschlagen werden. Go Ashida ist ehemaliger Twin Fellow des HWK und jetzt an der Universität Oldenburg in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jutta Kretzberg tätig.

    - Jun. Prof. Dr. Katharina Block und Dr. Thorsten Peetz erforschen in einem universitätsübergreifenden Projekt zwischen Bremen und Oldenburg gemeinsam, wie sich die Digitalisierung auf die Gesellschaft und auf soziologische Theorien zu ihrer Beschreibung auswirkt. Dabei interessiert sie vor allem, ob dazu neue sozialwissenschaftliche Konzepte benötigt werden und wie Digitalisierungsprozesse mit anderen gesellschaftlichen Entwicklungen, zum Beispiel dem Erstarken des Populismus, interagieren.

    - Dr. Marijke De Belder von der Universität Oldenburg erforscht die linguistischen Bauprinzipien von Wörtern in verschiedenen Sprachen. Ihr Projekt im Rahmen der Niederlandistik fragt, ob die kognitive Grundlage von Morphologie und Phonologie im menschlichen Gehirn besser modular oder als komplexe Einheit zu verstehen ist.

    - Dr. Jan Matti Dollbaum von der Universität Bremen forscht zum zivilgesellschaftlichen Politikwandel in autokratischen Gesellschaften. Auf seiner Tagung soll von verschiedenen Expertengruppen geklärt werden, wie und unter welchen Umständen Bürgerinnen und Bürger politische Entscheidungen unter erschwerenden Rahmenbedingungen zu beeinflussen vermögen.

    - Dr. des. Karsten Levihn-Kutzler von der Universität Oldenburg untersucht den Zusammenhang zwischen dem Aussterben von Arten und Kulturen im 19. Jahrhundert und der Entstehung von Praktiken ihres Erinnerns. Er beleuchtet dazu die Wechselbeziehung der beiden Sachbereiche am Beispiel des imperialen Großbritanniens, seiner kolonialen Expansion und seiner institutionellen Erinnerungskulturen.

    - Dr. Tim Ziemer von der Universität Bremen erforscht interaktive Sonifikation, das heißt die klangliche Repräsentation numerischer Daten, und wird eine Tagung zum Thema ausrichten. Dr. Ziemer befasst sich vor allem mit der Frage, wie Menschen mit Computern und anderen technischen Systemen auf der Basis solcher Klangrepräsentationen interagieren können.

    Die Möglichkeit zur Teilnahme an den übrigen Veranstaltungen des HWK, zum Beispiel den wöchentlichen Fellow Lectures und anderen Fachtagungen, soll den Postdoc-Fellows zudem Berührungspunkte mit den regulären HWK-Fellows und ihren Kooperationspartnerinnen und -partnern ermöglichen. Weiterhin werden die Associate Junior Fellows durch Trainings und Fachberatung in Karrierefragen auf eine erfolgreiche akademische Laufbahn vorbereitet. Die dreijährige Mitgliedschaft im Programm steht allen Fachgebieten offen.

    Bildmaterial und Gesprächstermine auf Anfrage.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Dorothe Poggel (dpoggel@h-w-k.de)


    Originalpublikation:

    https://www.h-w-k.de/presse


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    fachunabhängig
    überregional
    Kooperationen, Personalia
    Deutsch


     

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