Von der Forschung zur Anwendung: DFG und Fraunhofer fördern sechs trilaterale Projekte

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project



Teilen: 
15.09.2020 10:10

Von der Forschung zur Anwendung: DFG und Fraunhofer fördern sechs trilaterale Projekte

Benedikt Bastong Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Rund 5 Millionen Euro Fördersumme für drei Jahre / Unternehmen sollen früh an Innovationen aus der Forschung partizipieren

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Fraunhofer-Gesellschaft fördern sechs neue trilaterale Projekte zum Transfer von Erkenntnissen aus DFG-geförderten Vorhaben in die Wirtschaft. Der Hauptausschuss der DFG sowie der Fraunhofer-Vorstand wählten die sechs Projekte jetzt aus zwölf eingereichten Projektanträgen aus. Die neuen Projekte, bei denen Hochschulen, Fraunhofer-Institute und Unternehmen miteinander kooperieren, werden von DFG und Fraunhofer-Gesellschaft mit insgesamt rund 5 Millionen Euro drei Jahre lang gefördert.

    Die jeweils drei Partner der trilateralen Kooperationsprojekte sollen die Ergebnisse der DFG-geförderten Vorhaben auf Grundlage eines gemeinsamen Arbeitsprogramms weiterentwickeln. Ein Projektteil wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einer Hochschule geleitet; die anderen Projektteile werden entsprechend von Mitarbeitenden der jeweiligen Fraunhofer-Institute beziehungsweise vom Industriepartner verantwortet. Die Rechte und Pflichten der drei Partner werden dabei durch einen Kooperationsvertrag geregelt.

    Unternehmen erhalten so die Möglichkeit, schon früh an Innovationen aus der Forschung zu partizipieren. Dabei übernehmen die Fraunhofer-Experten die Federführung bei der Verwertung der Projektergebnisse gegenüber den Anwendungspartnern oder bei weiteren Interessenten aus der Industrie. Im Gegenzug wird die Universität mit einem festen Prozentsatz an den Erlösen beteiligt.

    DFG und Fraunhofer haben 2019 erstmals die Förderung von sieben trilateralen Transferprojekten bewilligt. In der diesjährigen zweiten Ausschreibungsrunde waren zunächst 35 Projektskizzen eingegangen. Die Skizzen wurden von einer Begutachtungsgruppe im schriftlichen Verfahren gemäß den Kriterien für trilaterale Transferprojekte bewertet. Ziel war es, im Vorfeld diejenigen Projekte zu identifizieren, die den speziellen Ausschreibungskriterien entsprechen und somit zur Ausarbeitung eines Vollantrags aufgefordert werden sollten. Letztlich wurden 15 Konsortien zur Vollantragstellung aufgefordert und zwölf Anträge eingereicht.

    Wegen der großen Resonanz in Wissenschaft und Wirtschaft wurde am 5. August 2020 eine dritte Ausschreibungsrunde gestartet; mit einer Förderentscheidung ist im Juli 2021 zu rechnen.

    Die sechs trilateralen Projekte im Einzelnen:
    (in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulstandorte der DFG-Projekte):

    „Technologieentwicklung für die effiziente Produktion von Glaskomponenten im Innen- und Außenbereich von Automobilen der Zukunft“ (Projektleitende: Professorin Dr.-Ing. Stefanie Reese und Professor Dr.-Ing. Reinhold Kneer, RWTH Aachen, Professor Dr.-Ing. Thomas Bergs und Tim Grunwald, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT), Aachen; Anwendungspartner: J. Hauser GmbH & Co. KG, Solms)

    „Aluminium-Kupfer-Bonddrähte für leistungselektronische Module“ (Projektleitende: Privatdozent Dr.-Ing. Sören Müller, TU Berlin, Professor Dr.-Ing. Martin Schneider-Ramelow, Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM), Berlin; Anwendungspartner: Hesse GmbH, Paderborn, Vitesco Technologies GmbH, Nürnberg)

    „Entwicklung eines Systems zum roboterbasierten CO2-Strahlspanen großvolumiger und geometrisch komplexer Leichtbauwerkstoffe“ (Projektleitende: Professor Dr.-Ing. Eckhard Weidner, Ruhr-Universität Bochum, Professor Dr.-Ing. Eckart Uhlmann und Christian Mohnke, Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), Berlin; Anwendungspartner: CTC GmbH Stade, Stade, FFT Produktionssysteme GmbH & Co. KG, Fulda)

    „smartCAST – Digitale Gussteile mit Zustandsüberwachung für autonome Fahrzeuge“ (Projektleitende: Professor Dr.-Ing. Walter Lang, Universität Bremen, Professor Dr.-Ing. Matthias Busse und Christoph Pille, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), Bremen; Anwendungspartner: KSM Castings Group GmbH, Hildesheim, MAGMA Gießereitechnologie GmbH, Aachen)

    „Skalierbares THz-Miniaturradar für Industrieanwendungen“ (Projektleitende: Professor Dr.-Ing. Thomas Zwick, KIT Karlsruhe, Dr. Arnulf Leuther, Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik (IAF), Freiburg; Anwendungspartner: VEGA Grieshaber KG, Schiltach)

    „EMMA4Drive – Dynamisches Menschmodell für das autonome Fahren“ (Projektleitende: Professor Dr.-Ing. Jörg Fehr, Universität Stuttgart, Dr.-Ing. Joachim Linn, Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM), Kaiserslautern; Anwendungspartner: fleXstructures GmbH, Kaiserslautern)

    Weiterführende Informationen

    Medienkontakt:
    Benedikt Bastong, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DFG, Tel. +49 228 885-2109, presse@dfg.de
    Janis Eitner, Leiter Kommunikation, Fraunhofer-Gesellschaft, Tel. +49 89 1205-1333, presse@zv.fraunhofer.de

    Fachliche Ansprechpersonen:
    Dr.-Ing. Andreas Engelke, Gruppe Mathematik und Ingenieurwissenschaften 2, DFG, Tel. +49 228 885-2523, andreas.engelke@dfg.de
    Dr. Gabriela Schumann, Stabstelle Strategische Geschäftsentwicklung, Fraunhofer-Gesellschaft, Tel. +49 2241 141561, gabriela.schumann@zv.fraunhofer.de

    Weitere Informationen zu den trilateralen Transferprojekten von DFG und Fraunhofer: www.dfg.de/trilaterale_transferprojekte


    Weitere Informationen:

    http://www.dfg.de/trilaterale_transferprojekte


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Verkehr / Transport, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay