Neues Buch: Was hat die Mücke je für uns getan?

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22.09.2020 09:26

Neues Buch: Was hat die Mücke je für uns getan?

Gunnar Bartsch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

    Wie profitiert der Mensch von einer großen Artenvielfalt? Warum ist Biodiversität für das Leben auf dieser Erde so wichtig? Antworten auf diese Fragen gibt ein neues Buch einer Biologin der Universität Würzburg und einer Wirtschaftswissenschaftlerin.

    Wer weiß schon, dass die Haut des Orinoco-Limettenbaumfroschs ein Eiweiß enthält, das dem Gelbfieber-Erreger den Garaus machen kann? Oder dass 2017 bei Hurrikan Irma über 600.000 Menschen durch Mangroven vor Flutgefahren geschützt wurden – und nicht durch künstliche Dämme? Die Würzburger Biologin Frauke Fischer und die Wirtschaftswissenschaftlerin Hilke Oberhansberg zeigen in ihrem neuen Buch „Was hat die Mücke je für uns getan?“ anhand dieser und vieler weiterer Beispiele, was die Natur Unglaubliches vollbringt und warum wir lieber mit ihr als gegen sie arbeiten sollten.

    Das Leben in seiner Faszination und Fülle

    Wenn ein winziges Fischmännchen an einem riesigen Weibchen festgewachsen ist, Hummer ewig jung bleiben und ein Käfer nach Arnold Schwarzenegger benannt ist, klingt das erst einmal amüsant. Biologische Vielfalt kann zum Lachen und Staunen bringen – und doch bewirkt sie noch sehr viel mehr: „Biodiversität stellt sicher, dass wir etwas zu essen haben, dass die Luft klar und das Wasser trinkbar ist, dass wir schneller gesund und seltener krank werden“, sagt Frauke Fischer. Ohne Mikroorganismen gäbe es weder Bier noch Humus; ohne Mücken keine Schokolade.

    Tatsächlich gibt es keinen Lebensbereich, der nicht von Biodiversität abhängig wäre. Das Buch der beiden Wissenschaftlerinnen, das am 6. Oktober 2020 erscheinen wird, führt dies eindrücklich vor Augen. „Wir wollen nicht über das Artensterben lamentieren, so gravierend es ist“, sagen die beiden Autorinnen. Zwar liefern sie dafür auch Belege und Zahlen, etwa dass die weltweite Biomasse von Säugetieren seit 1970 um 82 Prozent abgenommen hat. Was die beiden aber vor allem wollen, ist das Leben in seiner ganzen Faszination und Fülle beschreiben. Dazu haben sie eine Vielzahl verblüffender Beispiele zusammengetragen und verständlich auf den Punkt gebracht, warum wir Biodiversität brauchen – mehr als alles andere.

    Die Autorinnen

    Dr. Frauke Fischer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Zoologie III (Tierökologie und Tropenbiologie) der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Ein Schwerpunkt ihrer Forschung sind die Themen „Biodiversität“ und „Gesellschaftliche Verantwortung“. Dazu hält sie regelmäßig Vorträge und Workshops; außerdem hat sie 2003 die Agentur „auf!“ gegründet, die Unternehmen bei ihrem Engagement für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und den Erhalt von Biodiversität berät.

    Hilke Oberhansberg ist promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin; sie hat interdisziplinäre Umweltwissenschaften studiert und arbeitet nach vielen Jahren in internationalen Konzernen nun im Bereich Umweltbildung- und beratung.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Frauke Fischer, Biozentrum der Universität Würzburg, T +49 931 31-84365, fischer@biozentrum.uni-wuerzburg.de


    Originalpublikation:

    Frauke Fischer, Hilke Oberhansberg, »Was hat die Mücke je für uns getan?«, 224 S., Softcover, ISBN 978-3-96238-209-4, 20 Euro / 20,60 Euro (A).


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Biologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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