Nietzsche im Netz | Förderung für Nietzsche-Digitalisierung in Weimar und Paris

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25.09.2020 12:38

Nietzsche im Netz | Förderung für Nietzsche-Digitalisierung in Weimar und Paris

Katharina Decker Stabsreferat Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Klassik Stiftung Weimar

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat rund 350.000 Euro für die Digitale Faksimile-Gesamtausgabe Friedrich Nietzsches (DFGA) bewilligt. Das Kooperationsprojekt zwischen der Klassik Stiftung Weimar und dem Centre National de Recherche Scientifique in Paris beabsichtigt die vollständige Erschließung, Digitalisierung und Online-Publikation von Nietzsches Nachlass.

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat rund 350.000 Euro für die Digitale Faksimile-Gesamtausgabe Friedrich Nietzsches (DFGA) bewilligt. Die Ausgabe beabsichtigt die vollständige Erschließung, Digitalisierung und Online-Publikation von Nietzsches Nachlass. Das Vorhaben ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Klassik Stiftung Weimar und dem Centre National de Recherche Scientifique in Paris. Die Projektleitung liegt bei Marcel Lepper, Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs, sowie bei Paolo D’Iorio, Direktor am Institut des textes et manuscrits modernes (ITEM). Beteiligt ist auch die Nietzsche-Forschungsstelle an der Universität Freiburg.

    Die Digitale Faksimile-Gesamtausgabe ist eine unerlässliche Grundlage für die internationale Nietzsche-Forschung, für die editorische Arbeit, für kritische und textgenetische Untersuchungen, für Studierende und für Nietzsche-Begeisterte. Die Ergebnisse werden in den kommenden drei Jahren auf der Plattform http://www.nietzschesource.org sowie in der Archivdatenbank (https://www.klassik-stiftung.de/goethe-und-schiller-archiv/recherche/) für die Forschung und Öffentlichkeit bereitgestellt. Die Benutzungsoberfläche bietet Werkzeuge zur Visualisierung, darunter Zeitleisten und Karten zu Nietzsches Reisen und Korrespondenzen.

    Im Rahmen der ersten Projektphase von 2015 bis 2018 digitalisierte das Goethe- und Schiller-Archiv die handschriftlichen Notizbücher, Hefte, Druckmanuskripte und Kompositionen. Von 2021 bis 2023 folgen nun die Briefwechsel, persönlichen Dokumente und Lebenszeugnisse Nietzsches für die internationale Forschung.

    Friedrich Nietzsche (1844-1900) verbrachte seine letzten Lebensjahre in der „Villa Silberblick“ in Weimar, in der heute das Kolleg Friedrich Nietzsche arbeitet. Der Nachlass Nietzsches im Umfang von 29.000 Blatt kam zusammen mit den Unterlagen des von seiner Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche gegründeten „Nietzsche-Archivs“ in der frühen DDR-Zeit ins Goethe- und Schiller-Archiv. Die nachgelassene Bibliothek Friedrich Nietzsches wird in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek digitalisiert und erforscht. 2020 hat die Klassik Stiftung Weimar, zu der alle diese Institutionen gehören, das Werk und die Faszination Nietzsches im Rahmen des Parcours „Nietzsche Superstar“ erlebbar gemacht.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Marcel Lepper
    Direktor Goethe- und Schiller-Archiv

    T +49 3643 545 240
    marcel.lepper@klassik-stiftung.de


    Weitere Informationen:

    http://www.nietzschesource.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Kulturwissenschaften, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


    Nietzsche-Büsten im Museum Neues Weimar


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    Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar


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