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05.10.2020 07:32

Wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Zukunft

Jessica Bode Pressestelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

    DBU fördert Start-ups aus Frankfurt, Berlin, Kassel und Tettnang

    Berlin/Frankfurt/Tettnang/Kassel. Eine digitale Beratung für elektrische Kleinfahrzeuge, ein globales Trinkgeld, intelligente Fenster und ein Sensor, der Pflanzenstress misst: Mit diesen Ideen haben Newbility (Tettnang), Tip me Global (Berlin), Nanoscale Glasstec (Kassel) und Phytoprove Pflanzenanalytik (Frankfurt) überzeugt. Sie werden deshalb durch das Green Start-up Programm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell gefördert. „Seit Mitte 2019 haben wir damit insgesamt 22 junge Unternehmen ausgewählt. Sie alle leisten einen Beitrag, um die Zukunft nachhaltiger zu gestalten und die Chancen der Digitalisierung für Umwelt und Gesellschaft zu nutzen“, sagt Dr. Stefanie Grade, Koordinatorin des DBU Start-up Programms.

    Was braucht meine Pflanze?

    Egal ob Profigärtner, Landwirte oder interessierte Laien: sie alle erfreuen sich an gesunden Pflanzen. Deshalb wird regelmäßig gedüngt und bewässert. Doch es reicht dabei nicht, nach Augenmaß oder Gefühl zu gehen. Zeigen sich sichtbare Schäden wie bleiche oder welke Blätter, sei es für geeignete Gegenmaßnahmen meistens bereits zu spät, erklärt Phytoprove-Gründer Dr. Thomas Berberich. Zu viel Dünger belaste zudem die Umwelt durch hohe Stickstoffeinträge in Böden und Gewässer. Das Start-up hat dafür eine Lösung parat: „Wir entwickeln neue Geräte, die den Versorgungszustand von beispielsweise Weinreben, Gemüsepflanzen oder Getreide messen, anzeigen und in eine Cloud übertragen. So kann jeder seine Pflanzen rechtzeitig und nach Bedarf düngen und bewässern“, sagt Berberich. Die Geräte sollen dabei nicht nur für den privaten Anbau, sondern auch in der Landwirtschaft nutzbar sein.

    Ein globales Trinkgeld

    Tip me Global entwickelt die Idee des Trinkgeldes weiter: „Wir realisieren ein digitales Trinkgeld, das Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern zugutekommt, die ein Produkt hergestellt haben“, erklärt Jonathan Funke seine Idee. Kauft ein Kunde im Onlineshop zum Beispiel ein Paar Schuhe, kann er mit einem Klick ein digitales Trinkgeld geben. Dieses wird direkt, fair und ohne Abzüge zwischen allen Arbeitern an der Produktionsstätte aufgeteilt. Per SMS erhalten diese dann einen Code, mit dem sie sich die Summe in einer Bank auszahlen lassen können. Um eine sichere Zustellung zu gewährleisten, werden im Vorfeld sowohl die Firmen als auch die Personendaten der Mitarbeiter geprüft. „So wird das Bewusstsein der Käufer für ihr eigenes Konsumverhalten geschärft, und die Menschen entlang der Produktionskette erhalten mehr Wertschätzung für ihre Arbeit“, betont Koordinatorin Grade.

    Intelligente Fenster für den Klimaschutz

    Glasfenster lassen Sonnenschein und Wärme in Büros und Wohnhäuser. Im Sommer führt das dazu, dass sich Innenräume aufheizen – und mit viel Energie wieder gekühlt werden müssen. Außerdem werden Jalousien gegen das blendende Tageslicht geschlossen und dann Lampen eingeschaltet. Guilin Xu, Gründerin von Nanoscale Glasstec: „Wir entwickeln Doppelverglasungen mit eingebauten Mikrospiegeln, die so ausgerichtet werden, dass sie Sonnenlicht gezielt lenken.“ Durch Personenerkennung werde die einfallende Lichtmenge nach Bedarf gesteuert und zielgenau zu den Raumnutzern gelenkt. Im Winter fangen die Spiegel so viel Wärme wie möglich ein. „Der Energiebedarf von Gebäuden kann so ganzjährig deutlich gesenkt werden“, so Guilin Xu. Zusätzlich wirke sich das vermehrt verfügbare gesunde Tageslicht sehr positiv auf Komfort und Wohlbefinden aus.

    Richtig beraten beim elektrischen Kleinfahrzeug

    Elektrische Mikromobilität mit E-Bikes oder E-Scootern wird immer populärer – was wiederum zu einem stetig wachsenden Produktangebot und vielen Herstellern und Zwischenhändlern mit sehr unterschiedlichen Angeboten geführt hat. „Die große Auswahl überfordert viele Interessierte und hemmt so die Entwicklung der Elektromobilität“, sagt Newbility-Co-Gründerin Bettina Arnegger. Das Start-up realisiert eine Vermittlungsplattform, die individuelle und nachhaltige Kaufempfehlungen auf Basis eines Fragebogens digital abbilden kann. Hierfür wird zunächst das Mobilitätsverhalten der potenziellen Kaufinteressierten, sowie Wünsche zu Sicherheit, Komfort, Design und Kosten abgefragt. Softwarebasiert wird dann der individuelle Mobilitätsmatch ermittelt. So soll jeder das für ihn passende E-Bike oder E-Kleinfahrzeug finden.

    Grüne Ideen überzeugen

    Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt initiierte Green Start-up Programm hat mittlerweile 22 junge Unternehmen gefördert. Deren Ideen und Konzepte sind von internen und externen Experten verschiedener Fachrichtungen auf Innovationshöhe, Marktpotenzial, Umsetzungsfähigkeit und Nachhaltigkeitsherausforderung geprüft worden. Die besten wurden zu einem sogenannten Pitch eingeladen, bei dem die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer ihr Start-up vorstellen.


    Weitere Informationen:

    https://www.dbu.de/123artikel38790_2442.html Online-Pressemitteilung


    Anhang
    attachment icon Kontaktdaten der Start-ups

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Informationstechnik, Meer / Klima, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Ein digitales Trinkgeld will das Startup „tip me global“ entwickeln, das direkt, fair und ohne Abzüge den Arbeitern der Produktionsstätte zugutekommt.


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