Digital durch die Krise: Innovation als Überlebensstrategie im Handel

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project



Teilen: 
03.11.2020 11:50

Digital durch die Krise: Innovation als Überlebensstrategie im Handel

Maxie Strate Marketing & Communications
International School of Management (ISM)

    Das Thema Digitalisierung ist dem Einzelhandel nicht neu, die Corona-Krise hat die Dringlichkeit digitaler Angebote jedoch deutlicher denn je gemacht. Aus den Erfahrungen in der Krise lässt sich Mut zur Innovation schöpfen, sagt Prof. Dr. Ulrich Lichtenthaler von der International School of Management (ISM) in Köln. Er hat die digitalen Bedürfnisse von Händlern und Kunden untersucht und erklärt, warum jetzt nicht nur trotz, sondern gerade wegen Corona ein guter Zeitpunkt ist, um in Digitalisierung zu investieren.

    Während der große Konkurrent Online-Handel in der Krisenzeit noch mehr Umsatz verzeichnet, haben Corona-Regulierungen wie temporäre Geschäftsschließungen und die Vorsicht der Kunden stationäre Händler und Dienstleister in eine prekäre Situation gebracht. Ad hoc wurden digitale Angebote aus dem Boden gestampft, um das Geschäft überhaupt fortführen zu können. „Während des bisherigen Höhepunkts der Einschränkungen ging es primär um kurzfristiges Krisenmanagement, um zum Beispiel die Umsatzeinbußen möglichst abzumildern. Neben der Entwicklung von Hygienekonzepten wurde dazu flexibel reagiert, was sehr positiv zu bewerten ist“, sagt Prof. Dr. Ulrich Lichtenthaler, Leiter des Entrepreneurship Institute @ ISM. „Nicht jedes kleine Unternehmen kann seine kurzfristig eingeführten digitalen Services aber auch dauerhaft profitabel beibehalten, wie z.B. den Lieferdienst nach Online-Bestellung. In überarbeiteter Form können Ideen wie ein gemeinsames digitales Loyalitätsprogramm mehrerer Händler jedoch weiter Bestand haben und sind sogar noch wichtiger geworden.“ Gerade in Bezug auf die Kundentreue können den Händlern positive Erfahrungen aus der Corona-Zeit Mut machen: „Viele Händler berichten, dass Kunden in der Krisenzeit vermehrt Gutscheine gekauft oder lokale Geschäfte anderweitig unterstützt haben. Die Innenstädte, Ladeninhaber und Kunden sind wieder näher zusammengerückt, weil sich alle Akteure der Bedeutung des stationären Handels bewusst geworden sind.“

    Mit dem erneuten Anstieg der Corona-Zahlen und den einhergehenden strengen Regeln im November sorgen sich viele Einzelhändler vor erneuten Umsatzeinbußen und damit um ihre Existenz. Trotzdem und gerade deshalb sieht Lichtenthaler jetzt den richtigen Zeitpunkt, um in Digitalisierung zu investieren. „Die Unternehmen, die bereits vorab stärker digital aufgestellt waren, sind im Vergleich besser durch die Krise gekommen. Alle anderen sollten sich umso mehr denken: jetzt erst recht! Dabei geht es nicht unbedingt um riesige Investitionen, sondern um eine zielgerichtete Auswahl geeigneter Maßnahmen. Im Online Marketing kann man zum Beispiel auch mit einem vergleichsweise geringen Budget einiges bewirken.“

    Um die Digitalisierung lokaler Händler und Dienstleister systematisch anzukurbeln, ist die ISM Teil des Pilotprojekts „Kölner Veedel als lokaler Leuchtturm“, das durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW gefördert wird. Im Projekt mit den Pilotveedeln Rodenkirchen und Lindenthal haben die ISM und das IFH Köln die Bedürfnisse von Händlern und Konsumenten untersucht und ein digitales Geschäftsmodell für das gesamte Veedelangebot entwickelt. Besonders in der Gemeinschaft liegt eine große Chance, meint Lichtenthaler: „Für den einzelnen Händler ist die Entwicklung individueller digitaler Lösungen oft nicht möglich oder nicht attraktiv, aber auf Ebene eines Stadtviertels oder einer gesamten Stadt sieht das ganz anders aus. Es geht also nur mit mehreren Partnern zusammen. Unser Projekt hat durch die Corona-Krise noch mehr an Bedeutung gewonnen.“

    Hintergrund:
    Die International School of Management (ISM) ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule in gemeinnütziger Trägerschaft und zählt zu den führenden privaten Hochschulen in Deutschland. An Standorten in Dortmund, Frankfurt/Main, München, Hamburg, Köln, Stuttgart und Berlin wird in kompakten und anwendungsbezogenen Studiengängen der Führungsnachwuchs für international orientierte Wirtschaftsunternehmen ausgebildet. Zum Studienangebot gehören Vollzeit-Programme, berufsbegleitende und duale Studiengänge sowie ab Herbst 2021 das Fernstudium. In Hochschulrankings schafft es die ISM mit hoher Lehrqualität, Internationalität und Praxisbezug regelmäßig auf die vordersten Plätze. Das internationale Netzwerk umfasst rund 190 Partnerhochschulen.

    Pressekontakt:
    Maxie Strate
    Leiterin Marketing & Communications
    ISM International School of Management GmbH
    Otto-Hahn-Str. 19
    44227 Dortmund
    tel.: 0231.97 51 39-31
    mobil: 0175.188 48 61
    E-Mail: maxie.strate@ism.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Gesellschaft, Informationstechnik, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


    Prof. Dr Ulrich Lichtenthaler leitet das Entrepreneurship Institut an der ISM.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).