idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project



Teilen: 
05.11.2020 10:53

64 Hochschulen erhalten Förderung zur Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal an Fachhochschulen

Rebekka Kötting Pressestelle
Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK)

    Bund und Länder fördern im Rahmen ihres gemeinsamen Programmes „FH-Personal“ die Gewinnung und Qualifizierung professoralen Personals an Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW). Nach einem Auswahlverfahren unter Leitung von Expertinnen und Experten stehen nun die zu fördernden Hochschulen der ersten von zwei Bewilligungsrunden fest. Insgesamt stellen Bund und Länder in den kommenden acht Jahren ca. 430 Mio. Euro zur Verfügung, um Fachhochschulen/HAW breit angelegt in der Entwicklung und Umsetzung standortspezifischer Personalgewinnungskonzepte zu unterstützen.

    Die Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, erklärt: „Fachhochschulen/HAW verbinden Wissenschaft und Anwendung. Diese Aufgabe ist in dem Transformationsprozess, in dem wir uns befinden, von höchster Wichtigkeit. Deshalb benötigen sie hochqualifiziertes professorales Personal mit Erfahrung in Wissenschaft und Praxis. Klare und strukturierte Karrierewege zur Fachhochschulprofessur gibt es bisher jedoch nicht in ausreichendem Maße. Deshalb werden Instrumente sowohl zur Personalgewinnung und Sichtbarmachung des Berufsbildes als auch Maßnahmen zur Qualifizierung professoralen Personals gefördert. Wir wollen, dass das Programm nachhaltig die Personalgewinnung an Fachhochschulen/HAW verbessert und neue Wege aufzeigt, insbesondere auch in Anbetracht der enormen Anzahl an Professorinnen und Professoren, die in den nächsten Jahren altersbedingt aus dem Dienst ausscheiden werden und eine Nachfolge erfordern.“

    „Wir wollen für unsere Hochschulen die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Nur so können Forschung und Lehre auf dem höchsten Niveau stattfinden. Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn sie auf der Suche nach Professorinnen und Professoren sind. Als anwendungsorientierte Bildungseinrichtungen stehen sie in direkter Konkurrenz zu Unternehmen und Instituten. Die Anforderungen an das professorale Personal sind hoch“, betont der stellvertretende Vorsitzende der GWK, Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz. „Wir wollen die so wichtige Nachwuchsgewinnung unterstützen. Daher freue ich mich, dass 95 Hochschulen die Chance genutzt und die Förderung im Programm beantragt haben. Dass von diesen Anträgen 64 Hochschulen jetzt erfolgreich waren, macht nochmals deutlich, dass die Qualität der Anträge hoch war. Die Hochschulen werden mit der Förderung zielführende und auf ihre spezifischen Bedürfnisse passende Maßnahmen umsetzen und damit einen wertvollen Beitrag für die Entwicklung der Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften leisten.“

    Die ausgewählten Fachhochschulen/HAW werden u.a. bei der Einrichtung von Kooperationsplattformen, Schwerpunktprofessuren, Tandem-Programmen, kooperativen und strukturierten Promotionsprogrammen, aber auch bei der Umsetzung weiterer innovativer Ideen zur Verbesserung der Personalgewinnung und -qualifizierung unterstützt. Das mit Expertinnen und Experten aus der angewandten Wissenschaft, Personalexpertinnen und -experten aus dem Hochschulmanagement sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft besetzte Auswahlgremium hat die beantragten Maßnahmen unter anderem danach bewertet, ob diese zielführend sind und zu den Bedürfnissen und Rahmenbedingungen der jeweiligen Fachhochschule/HAW passen.

    Das Bund-Länder-Programm hat insgesamt einen Mittelumfang von 431,5 Millionen Euro und läuft bis zum Jahr 2028. Die Förderung wird in zwei Phasen umgesetzt: Die Konzeptphase ist bereits abgeschlossen, die Umsetzungsphase umfasst zwei Bewilligungsrunden. Die zweite Runde beginnt im Jahr 2022. Die Kosten des Programms werden von Bund und Ländern gemeinsam getragen. Zu Beginn finanziert der Bund das Programm zu 100 Prozent, bis zum Ende der Laufzeit wächst der Finanzierungsanteil der Länder auf 50 Prozent; über die gesamte Laufzeit gesehen, beträgt der Finanzierungsschlüssel zwischen Bund und Ländern 71:29.

    Eine Übersicht der in der ersten Bewilligungsrunde zur Förderung ausgewählten Hochschulen ist dieser Pressemitteilung als Anlage beigefügt.
    Weitere Informationen zum Bund-Länder-Programm zur Förderung der Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal an Fachhochschulen finden Sie unter:

    https://www.gwk-bonn.de/themen/foerderung-von-hochschulen/personal-an-fachhochsc... und http://www.fh-personal.de.

    Anlage zu PM 08/2020
    Bund-Länder-Programm zur Förderung der Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal an Fachhochschulen
    Liste der vom Auswahlgremium zur Förderung in der ersten Auswahlrunde ausgewählten Hochschulen nach Ländern
    Baden-Württemberg:
    Hochschule Aalen
    Hochschule Biberach (im Verbund mit der Hochschule Neu-Ulm)
    Hochschule Esslingen
    Evangelische Hochschule Freiburg
    Hochschule Heilbronn
    Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft
    Karlshochschule International University, Karlsruhe
    Hochschule Konstanz - Technik, Wirtschaft und Gestaltung
    Hochschule Offenburg
    Hochschule Pforzheim -Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Recht
    Hochschule Ravensburg-Weingarten
    Hochschule Reutlingen
    Technische Hochschule Ulm

    Bayern:
    Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach
    Technische Hochschule Aschaffenburg
    Technische Hochschule Deggendorf
    Technische Hochschule Ingolstadt
    Hochschule für angewandte Wissenschaften München
    Katholische Stiftungshochschule München
    Hochschule Neu-Ulm (im Verbund mit der Hochschule Biberach)
    Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
    Hochschule Würzburg-Schweinfurt

    Berlin:
    Alice-Salomon-Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin
    Beuth Hochschule für Technik Berlin
    Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

    Brandenburg:
    Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
    Fachhochschule Potsdam

    Bremen:
    Hochschule Bremerhaven

    Hessen:
    Frankfurt University Of Applied Sciences
    Hochschule Fulda
    Technische Hochschule Mittelhessen
    Hochschule RheinMain

    Mecklenburg-Vorpommern:
    Hochschule Neubrandenburg

    Niedersachsen:
    HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen
    Jade Hochschule Oldenburg
    Hochschule Osnabrück
    Ostfalia Hochschule

    Nordrhein-Westfalen:
    Fachhochschule Aachen
    Fachhochschule Bielefeld
    Technische Hochschule Georg Agricola
    Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
    Hochschule Düsseldorf
    Hochschule Hamm-Lippstadt
    Fachhochschule Südwestfalen
    Hochschule Rhein-Waal
    Katholische Fachhochschule Köln gGmbH
    Technische Hochschule Köln
    Hochschule Niederrhein
    Hochschule Ruhr West

    Rheinland-Pfalz:
    Hochschule Koblenz
    Hochschule Mainz
    Hochschule Trier

    Saarland:
    Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

    Sachsen:
    Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
    Hochschule Mittweida
    Westsächsische Hochschule Zwickau

    Sachsen-Anhalt (Verbundantrag der folgenden vier Hochschulen):
    Hochschule Anhalt
    Hochschule Harz
    Hochschule Magdeburg-Stendal
    Hochschule Merseburg

    Schleswig-Holstein:
    Technische Hochschule Lübeck

    Thüringen:
    Ernst-Abbe-Hochschule Jena
    Hochschule Nordhausen
    Hochschule Schmalkalden


    Anhang
    attachment icon PM_08_20

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik, Recht, Wirtschaft
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).