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06.11.2020 11:44

Anglistik der Saar-Universität organisiert internationale Konferenz zum Thema „British Borders“

Friederike Meyer zu Tittingdorf Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Grenzforschung – kaum ein Thema könnte dieses Jahr aktueller sein, nicht zuletzt für Großbritannien-Interessierte. Der Brexit und damit verbundene Neuverhandlungen von (inner)britischen und europäischen Grenzen dominieren wiederkehrend die Medien. Die Corona-Pandemie zeigt zudem Grenzen im öffentlichen und privaten Leben auf. Das Phänomen „Grenze“ steht auch im Mittelpunkt der Tagung „BritCult 2020“, die vom 19. bis zum 21. November online stattfindet. Sie wurde organisiert von Joachim Frenk, Professor für britische Literatur- und Kulturwissenschaften an der Universität des Saarlandes, und seinem Team in Kooperation mit Professorin Lena Steveker von der Universität Luxemburg.

    Die „BritCult“ ist eine jährlich ausgerichtete Konferenz der German Association for the Study of British Cultures, die an wechselnden Hochschulstandorten stattfindet. Aufgrund der Corona-Pandemie wird sie in diesem Jahr erstmals online veranstaltet. Internationale Forscherinnen und Forscher werden dort britische Grenzen aus verschiedenen literatur- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven beleuchten.

    Die Grenzen zwischen humanen und biologischen Lebensformen wie Pilzen und Sporen und wie diese in zeitgenössischer britischer und irischer Literatur dargestellt werden, ist nur ein Beispiel für einen Tagungsvortrag zum Thema „Posthumanismus“. Darin wird es übergeordnet um die Frage gehen, wohin sich der Mensch zukünftig entwickelt und welchen Platz er in der Hierarchie der Organismen einnehmen kann und wird.

    Ein anderer Vortrag thematisiert die Bedeutung der schottisch-englischen Grenze für die Entwicklung einer britischen Identität zwischen 1660 und 1760 und untersucht Rhetorik und Verhalten von Aufständischen in Glasgow. Dabei gehen sie der Frage noch, ob es schon damals Anzeichen für eine Fragilität und Unsicherheit der britischen Identität gab. Auch dieser Vortrag stellt durch die Grenzthematik einen Bezug zur aktuellen Situation Großbritanniens und Europas her.

    Dadurch, dass die Konferenz Britcult 2020 Grenzen in den Mittelpunkt stellt, ist die Veranstaltung selbst ein Versuch, diese in Zeiten von Corona zu überwinden. Dafür spricht auch das virtuelle Organisationsformat der Konferenz: Dieses bringt trotz räumlicher Einschränkungen Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Ländern zusammen und fördert einen grenzüberschreitenden Austausch zu aktuellen wissenschaftlichen Debatten.

    Auch Netzwerken wird auf der BritCult 2020 möglich sein: Ein Online Socialising-Abend ermöglicht es den Teilnehmern, an virtuellen Tischen zusammenzufinden und über die Konferenzthemen hinaus zu diskutieren. Innerhalb der Universität der Großregion arbeiten die Konferenzorganisatoren mit dem Netzwerk „Atelier Bordertexturen“ am Uni-GR Center for Border Studies zusammen.

    Die BritCult 2020 richtet sich an internationale Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen der britischen Kulturwissenschaften.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Joachim Frenk
    Professor of British Literary and Cultural Studies
    Universität des Saarlandes
    Tel.: +49 - (0)681 - 302 - 2583
    E-Mail: frenk@mx.uni-saarland.de

    Prof. Dr. Lena Steveker
    Université du Luxembourg
    Telefon: (+352) 46 66 44 9189
    E-Mail: lena.steveker@uni.lu


    Weitere Informationen:

    https://www.britcult.de/category/conferences/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Politik, Sprache / Literatur
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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