idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
14.12.2020 11:56

Coronavirus-Pandemie: Mit Vorsicht in die Weihnachtszeit

Dr. Suzan Fiack Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

    BfR-Corona-Monitor: Zwei Wochen vor Weihnachten steigt die Akzeptanz einiger Eindämmungsmaßnahmen

    Die Vorweihnachtszeit wird in diesem Jahr von der Diskussion um einen möglichen harten Lockdown begleitet. Dies lässt auch die Bevölkerung in Deutschland nicht unberührt. Das zeigen die Ergebnisse des BfR-Corona-Monitors, einer regelmäßigen Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). So ist die Akzeptanz der Maßnahmen des seit Anfang November andauernden „Lockdown Light“ in den vergangen zwei Wochen zum Teil deutlich angestiegen. „Während beispielsweise das Schließen von Kultureinrichtungen Anfang November nur von 49 Prozent der Befragten befürwortet wurde, halten inzwischen 62 Prozent dies für angemessen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Die Bedrohung durch die Pandemie ist in der Bevölkerung präsent.“

    Link zu den Ergebnissen: BfR-Corona-Monitor | 8.-9. Dezember 2020

    https://www.bfr.bund.de/cm/343/201208-bfr-corona-monitor.pdf

    Auch die Gastronomieschließungen werden inzwischen wohlwollender gesehen. Gegenüber der letzten Erhebung steigt der Anteil derer, die sie befürworten, um zwölf Prozentpunkte auf 54 Prozent. Das Beherbergungsvorbot wird inzwischen von 61 Prozent der Befragten akzeptiert, vor zwei Wochen lag dieser Wert noch bei 51 Prozent. Die Zustimmung zu der bereits seit Monaten geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht hat sich dagegen kaum verändert und liegt nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.

    Im Verhalten der Bevölkerung in Deutschland lässt sich ebenso eine zunehmende Vorsicht bezüglich des Coronavirus erkennen. So geben inzwischen 75 Prozent der Befragten an, seltener ihr Zuhause zu verlassen. 83 Prozent sagen, dass sie seltener Freunde und Familie treffen. Und auch die Vorratshaltung wird wieder beliebter: Vor vier Wochen legten sich 14 Prozent größere Vorräte an, inzwischen liegt dieser Wert bei 23 Prozent.

    Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Sorge gegenüber den Auswirkungen des Coronavirus auf verschiedene Lebensbereiche weitestgehend unverändert. Wie bereits in der letzten Erhebung Ende November ist etwas mehr als ein Drittel der Bevölkerung über die sozialen Auswirkungen der Pandemie besorgt. Rund ein Viertel ist darüber beunruhigt, dass das Coronavirus ihre körperliche Gesundheit beeinträchtigen kann; bei den Personen ab 60 Jahren sind es ein Drittel der Befragten.

    Das BfR passt seine Fragen und Antworten zum Thema Coronavirus laufend dem Stand der Wissenschaft an:

    https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und...

    Über den BfR-Corona-Monitor
    Der BfR-Corona-Monitor ist eine wiederkehrende (mehrwellige) repräsentative Befragung zur Risikowahrnehmung der Bevölkerung in Deutschland gegenüber dem neuartigen Coronavirus. Zwischen dem 24. März und 26. Mai 2020 wurden dazu jede Woche rund 500 zufällig ausgewählte Personen per Telefon unter anderem zu ihrer Einschätzung des Ansteckungsrisikos und zu ihren Schutzmaßnahmen befragt. Seit Juni 2020 wird die Befragung im Zwei-Wochen-Rhythmus mit jeweils rund 1.000 Befragten fortgeführt. Eine Zusammenfassung der Daten wird regelmäßig auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung veröffentlicht. Mehr Informationen zur Methode und Stichprobe finden sich in den Veröffentlichungen zum BfR-Corona-Monitor.

    Über das BfR

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).