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17.12.2020 13:14

Zukunft der Arbeit - reloaded

Kay Gropp Pressestelle
Universität Witten/Herdecke

    Ein Podcast ist das Ergebnis, wenn Soziologen und Industriemeister über die Digitalisierung in der Produktion reden und forschen

    Der Podcast „schnitt.stelle“ (https://kilpad.de/2020/12/09/schnitt-stelle-der-kilpad-podcast/) aus der Universität Witten/Herdecke (UW/H) gibt laufend aktualisiert Auskunft über ein Forschungsprojekt zur Zukunft der Arbeit: Wie kriegt man es hin, dass der Dreher in der Halle nicht der Verlierer ist, wenn die Drehbank eigentlich schon aus den Büros der Konstruktionsabteilung „ferngesteuert“ wird? „Die einen Firmen vernetzen in Digitalisierungsvorhaben ihre Maschinen immer stärker miteinander, um sie smarter zu machen, andere setzen auf neue Software, noch andere auf künstliche Intelligenz“, beschreibt Maximilian Locher, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt die eine Fragestellung von KILPaD https://kilpad.de/ . Ein Kürzel, das für „Kommunikation, Innovation und Lernen in der Produktionsorganisation unter Bedingungen agiler Digitalisierung“ steht.

    „Wir bieten den fünf beteiligten Partnern aus der Produktion eine Plattform, auf der sie ihre Erfahrungen und Lösungen untereinander austauschen können. Aber wir sind auch Forscher. Als Soziologen interessiert uns eher eine Art Gesamttheorie, die diese Einzelfälle der Digitalisierung vor dem Hintergrund eines gesamtgesellschaftlichen Medienwandels erklären könnte“, skizziert Prof. Dr. Dirk Baecker, der Projektleiter das Ziel. Doch bis dahin geht es in vielen Gesprächen und Analysen um Schnittstellen: „Die Schnittstellenanalysen helfen den Betrieben zu reflektieren, was sich mit ihren Digitalisierungsvorhaben verändert. Und mit diesen Reflexionen ist man dann direkt auch in der Gestaltung und stößt darauf, dass beispielsweise die neue Software in der Konstruktion auch Folgen für den Maschinenbediener in der Werkhalle hat“, erklärt Locher an einem Beispiel die Tücke des Details.

    Darum liegt das Augenmerk des Projektes auf Schnittstellen, eben diese Übergänge, an denen Welten aufeinandertreffen können: Menschen und Maschinen, Maschinen und Maschinen, Kunden und Unternehmen, Abteilungen und Abteilungen. „Digitalisierung greift in alle diese früher analog ausgehandelten und formal durchgesetzten Beziehungen ein und das muss nicht immer dem Fortschritt dienen. Gute Digitalisierung klappt nur, wenn an diesen Systemübergängen ganz genau hingesehen wird!“, beschreibt Baecker das Ziel des Projektes.

    Gefördert werden insgesamt sieben Projektpartner. Auf Forschungsseite ist das neben der Projektleitung durch den Lehrstuhl für Kulturtheorie und Management der UW/H das Lehrgebiet Lebenslanges Lernen an der FernUni in Hagen unter Leitung von Herrn Prof. Uwe Elsholz. Auf Praxisseite werden fünf mittelständische Firmen gefordert: Über Unteraufträge sind inzwischen darüber hinaus die Zukunftsallianz Maschinenbau, das VDI Technologiezentrum, die Organisationsberatung OSB und die Universität Konstanz mit dem theoretischen Informatiker Herrn Prof. Kosub beteiligt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bis August 2022 gefördert.

    Um auch schon in der Laufzeit des Projektes einen Blick in die Werkstatt zu ermöglichen, habe die Macher sich eine digitale Kommunikationsform einfallen lassen: Den Podcast „schnitt.stelle“ gibt es überall da, wo es Podcasts gibt:
    - Spotify: https://open.spotify.com/show/5VI9cFsa1xwUCRxilbNEyp
    - Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/schnitt-stelle-der-kilpad-podcast/id153532...
    - Amazon Music: https://music.amazon.de/podcasts/28cea928-88bc-4d36-8878-852a1a6a8bc7/schnittste...
    - Google Podcast: https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9zY2huaXR0c3RlbGxlLWtpbHBhZC5wb2RpZ2V...
    - fyyd: https://fyyd.de/podcast/schnitt-stelle-der-kilpad-podcast/0
    - Podbean: https://www.podbean.com/podcast-detail/tpn26-1619a7/schnitt.stelle---der-KILPaD-...

    Weitere Informationen bei Maximilian Locher, Maximilian.Locher@uni-wh.de, Die Handynummer können Sie unter 02302/926-805/849 erfragen.

    Pressekontakt: Kay Gropp, 02302/926-805, kay.gropp@uni-wh.de

    Über uns:
    Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.700 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

    Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

    www.uni-wh.de / #UniWH / @UniWH


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Maschinenbau, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Industirie 4.0


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