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20.01.2021 10:52

Psychische Belastung während der ersten Corona-Infektionswelle erhöht

Petra Giegerich Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Ergebnisse einer Studie zu Angst und Depressivität während der ersten Infektionswelle von COVID-19 – Psychologisches Institut sucht Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer für Folgestudie mit Blick auf Impfungen

    Bund und Länder haben die deutschlandweiten Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung erneut verlängert, nun bis zum 14. Februar 2021. Wie sich die erste Corona-Infektionswelle und der erste Lockdown auf das psychische Wohlbefinden auswirkten, wurde in einer Online-Studie des Psychologischen Instituts der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) in Kooperation mit der Philipps-Universität Marburg und dem Universitätsklinikum Essen untersucht. Den Ergebnissen zufolge waren Ängstlichkeit und Depressivität während der ersten Infektionswelle nach Beginn des Lockdowns in Deutschland erhöht.

    In drei querschnittlichen Befragungen haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Mainz, Marburg und Essen Ängstlichkeit und Depressivität bei insgesamt 19.823 Personen erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass die allgemeine Ängstlichkeit und Depressivität in dem Befragungszeitraum vom 25. März bis 13. April 2020 höher ausfielen im Vergleich zum Befragungszeitraum vor dem ersten Lockdown vom 10. bis 24. März 2020. „Die höheren Werte für Ängstlichkeit und Depressivität sind vermutlich nicht ausschließlich auf die Lockdown-Situation zurückzuführen, sondern wahrscheinlich auch durch die Dynamik der ersten Infektionswelle beeinflusst worden“, merkt Dr. Anne-Kathrin Bräscher vom Psychologischen Institut der JGU an. Im dritten Befragungszeitraum vom 17. April bis 15. Mai 2020 waren die Werte von Ängstlichkeit und Depressivität wieder etwas geringer – jedoch weiterhin erhöht verglichen mit dem ersten Befragungszeitraum. Frauen, junge Menschen, geringer gebildete Personen und Personen mit psychischen Störungen zeigten sich besonders stark belastet.

    Eine Nachfolgestudie unter Leitung von Dr. Anne-Kathrin Bräscher und Prof. Dr. Michael Witthöft untersucht nun die psychischen und körperlichen Langzeiteffekte rund um COVID-19. Hier geht es neben den psychischen Auswirkungen der Pandemie-Situation auch um die Einstellung zur Impfung gegen SARS-CoV-2 und um potenzielle chronische Folgen einer COVID-19-Erkrankung, auch als „Long-COVID“ bezeichnet. Angesprochen sind Personen ab 16 Jahren aus der Allgemeinbevölkerung. Die Online-Befragungen finden über einen Zeitraum von 24 Monaten alle 6 Wochen statt. Zu jedem Messzeitpunkt besteht die Chance auf den Gewinn eines Einkaufsgutscheins im Wert von 20 Euro. Die Umfrage dauert ca. 15 Minuten und ist direkt über den Link https://www.soscisurvey.de/corona-verlaufsstudie/?q=A1 zu erreichen. Interessierte sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

    Weitere Informationen sind unter der E-Mail-Adresse corona-verlaufsstudie@uni-mainz.de erhältlich.

    Weitere Links:
    https://klipsy.uni-mainz.de/ - Abteilung für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Experimentelle Psychopathologie
    https://www.soscisurvey.de/corona-verlaufsstudie/?q=A1 - Link zur Studie


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Anne-Kathrin Bräscher / Prof. Dr. Michael Witthöft
    Abteilung für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Experimentelle Psychopathologie
    Psychologisches Institut
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    55099 Mainz
    E-Mail: corona-verlaufsstudie@uni-mainz.de
    https://klipsy.uni-mainz.de/abteilungsmitglieder/braescher/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Politik, Psychologie
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


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