idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
28.01.2021 17:45

TU Berlin: Rechte Gewalt und Prävention / Neue Studie erschienen

Stefanie Terp Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
Technische Universität Berlin

    Neue Studie über rechte Gewalt und Prävention erschienen

    Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin veröffentlicht Studie über die Entwicklung rechter Gewalt in Berlin

    Unter dem Titel „Rechte Gewalt und Prävention. Berliner Erfahrungen 2015 bis 2017“ hat die Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) der Technischen Universität Berlin eine neue Studie publiziert. Darin haben Dr. Michael Kohlstruck und sein Team die Themen Prävention und Bekämpfung von rechter Gewalt wissenschaftlich untersucht und ausgewertet. Die Studie ist im Auftrag der „Landeskommission Berlin gegen Gewalt“ entstanden und wurden von der Landeskommission teilfinanziert.

    Wie hat sich rechte Gewalt im Untersuchungszeitraum von 2015 bis 2017 in Berlin entwickelt und wie lässt sie sich erklären? In welcher Weise haben Sicherheitsbehörden, freie Träger*innen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf diese Entwicklung reagiert? Welche praktischen Strategien in der Auseinandersetzung mit rechter Gewalt können für die Zukunft entwickelt werden?
    Mit diesen Fragekomplexen beschäftigt sich die Studie „Rechte Gewalt und Prävention. Berliner Erfahrungen 2015 bis 2017“ der Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus am ZfA. In einem ersten Schritt zeigt die Studie die quantitative Entwicklung rechter Gewalt im Untersuchungszeitraum auf, thematisiert wird in diesem Zusammenhang das Verhältnis des behördlichen und des zivilgesellschaftlichen Monitorings. Unterstrichen wird, dass anders als in den 1990er Jahren die Tatverdächtigen nun zu 90 Prozent älter sind als 21 Jahren, dass sich die Mobilität der Tatverdächtigen erhöht hat und dass im Geheimen operierende Netzwerke existieren.
    In der Studie werden im Weiteren Opfer, Tatkomplexe – wie etwa die Anschlagsserie in Berlin-Neukölln – und rechtsradikale Milieus beschrieben. In einem Kapitel widmen sich die Wissenschaftler den Möglichkeiten der praktischen Auseinandersetzung mit rechter Gewalt und zeigen unterschiedliche Perspektive von Sicherheitsbehörden, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), der Kinder- und Jugendhilfe sowie weiterer Regelangebote auf.
    Im Hinblick auf den praktischen Umgang mit rechter Gewalt werden ergänzend auch Arbeitsansätze anderer deutscher Großstädte wie Bremen, Dresden, Hamburg, Köln und München dargestellt.
    Abschließend zeigen Überlegungen zu künftigen Strategien, inwiefern neben der Präventionslogik der Sicherheitsbehörden die originäre Handlungslogik der Bildungsarbeit, der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Gemeinwesenarbeit stärker zur Geltung kommen sollten.

    Die Studie (BFG Nr. 72) steht kostenfrei zum Download bereit: https://www.berlin.de/lb/lkbgg/publikationen/berliner-forum-gewaltpraevention/20...

    Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
    Dr. Michael Kohlstruck
    Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus
    Zentrum für Antisemitismusforschung
    TU Berlin
    E-Mail: michael.kohlstruck@tu-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Politik, Recht
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).