idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
22.02.2021 13:03

Internationaler Austausch in der Bildungsforschung im Überblick

Anke Wilde Referat Kommunikation
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

    Auch wenn sich die Bildungsforschung vielfach auf einzelne Staaten konzentriert, ähneln sich im internationalen Vergleich oft die jeweiligen Forschungsthemen. Das zeigt der neue Sammelband „International Perspectives on School Settings, Education Policy and Digital Strategies. A Transatlantic Discourse in Education Research.“ Herausgegeben wurde er von Dr. Annika Wilmers und Dr. Sieglinde Jornitz von der DIPF-Servicestelle „ice – International Cooperation in Education“. Anhand von sechs Themenkomplexen diskutieren die Autor*innen den jeweiligen Stand der Forschung. Der Sammelband ist als Open Access-Publikation im Internet frei verfügbar.

    „Die Bildungssysteme in Europa, Australien und Nordamerika mit ihren jeweiligen spezifischen Ausprägungen stehen vor ähnlichen Herausforderungen“, sagt DIPF-Forscherin Dr. Annika Wilmers. „Dazu gehören beispielsweise die Digitalisierung, Migration, aber auch die Frage, wie man angemessen auf internationale Schulleistungsvergleiche wie PISA reagiert. Diese Herausforderungen wiederum werden zum Gegenstand von Bildungsforschung, weswegen sich ein Austausch über Ländergrenzen hinweg lohnt.“

    Seit 2015 hat die Servicestelle ice auf den Jahrestagungen der „American Educational Research Association“ internationale Panels zu aktuellen Themen in der Bildungsforschung organisiert. Damit sei ein wichtiges Forum für den transatlantischen Austausch entstanden, erläutert Mitherausgeberin Dr. Sieglinde Jornitz, die ebenfalls am DIPF forscht. „Zugleich hat sich dabei immer wieder auch gezeigt, wie teilweise unterschiedlich Herangehensweisen und Begriffssysteme von Bildungswissenschaftler*innen aus den verschiedenen Ländern sind. In dieser Hinsicht ist die internationale Forschung ein notwendiger und bereichernder Austausch, um über die je eigenen Maßstäbe und Standards zu reflektieren und empirische, theoretische und methodische Herangehensweisen weiterzuentwickeln.“

    In dem Sammelband spiegeln sich die Diskussionen der vergangenen sechs Jahre wider. Das Werk gibt einen Überblick über die Themen: 1) Schulleitung und Schulentwicklung, 2) Migration, Flüchtlinge und öffentliche Bildung, 3) internationale Vergleichsstudien und ihre Auswirkungen auf die Bildungspolitik, 4) Verwaltung und Nutzung von digitalen Daten in der Bildung, 5) Ökonomisierung der Bildung, 6) Herausforderung von Übersetzungen.

    Die Darlegungen thematisieren zum Beispiel die stetig wachsende Bedeutung von Daten und von normiert erhobenen Schülerleistungen für die Optimierung der Bildungssysteme und die daraus entstehenden Rechenschaftspflichten für Politiker*innen und Lehrkräfte. Zugleich zeigt sich, dass noch relativ wenig Wissen darüber vorhanden ist, wie Schulleistungsvergleiche, darauffolgende Bildungsreformen und letztlich der Erfolg von Bildung zusammenhängen. Ein weiteres Anliegen des Bandes ist es, theoretische Rahmenmodelle für internationale Analysen und Vergleiche zu entwickeln, wie es beispielsweise in den Kapiteln zur Schulentwicklung oder beim Thema Migration und Flüchtlinge in den Bildungssystemen unternommen wird.

    Der im Verlag Barbara Budrich erschienene Sammelband ist im Internet frei zugänglich und steht unter einer Creative-Commons-Lizenz.

    Über das DIPF:
    Das DIPF ist das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation mit Standorten in Frankfurt am Main und in Berlin. Es will dazu beitragen, Herausforderungen im Bildungswesen zu bewältigen, den Zugang zu Bildung zu erleichtern und die Qualität von Bildung zu verbessern. Dafür unterstützt das Institut Schulen, Kindertagesstätten, Wissenschaft, Verwaltung und Politik mit empirischer Forschung, wissenschaftlichen Infrastrukturen und Wissenstransfer.

    Kontakt für die Presse: Anke Wilde, DIPF, +49 (0)69 24708-824, wilde.anke@dipf.de, pr@dipf.de, www.dipf.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Annika Wilmers, +49 (0)69 24708-735, wilmers@dipf.de
    Dr. Sieglinde Jornitz, +49 (0)69 24708-340, jornitz@dipf.de


    Originalpublikation:

    Wilmers, A., Jornitz, S. (eds.). (2021). International Perspectives on School Settings, Education Policy and Digital Strategies. A Transatlantic Discourse in Education Research. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich.
    DOI: 10.3224/84742299

    https://shop.budrich-academic.de/wp-content/uploads/2021/02/9783847416609.pdf


    Weitere Informationen:

    http://www.dipf.de/de/vernetzung/ice-international-cooperation-in-education - Link zur Servicestelle ice - International Cooperation in Education


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wissenschaftler
    Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).