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01.03.2021 16:09

Nach Einbruch: Erheblicher Schaden in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Philip Stirm Referat Kommunikation
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

    Unbekannte sind in der Nacht von Freitag auf Samstag in ein Bürogebäude in der Warschauer Straße in Berlin – in dem unter anderem die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) untergebracht ist – eingedrungen und haben dort erheblichen Schaden angerichtet. Sie zerstörten etwa die Abflüsse von Waschbecken in den Toiletten und drehten die Wasserhähne auf. Durch das Wasser wurden die frisch renovierten Räume der BBF in der Etage darunter stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Bestände der Forschungsbibliothek, einschließlich historisch bedeutender Quellen, sind betroffen.

    „Der Schaden trifft uns sehr. Unsere Räumlichkeiten waren erst im November nach auch finanziell sehr aufwändigen Renovierungsarbeiten neu eröffnet worden. Wir können derzeit noch nicht absehen, wie schnell und mit welchen Mitteln wir diesen Rückschlag kompensieren können“, erklärt Prof. Dr. Sabine Reh, die wissenschaftliche Direktorin der BBF. Die Bibliothek verfügt über einen herausragenden Bibliotheks- und Archivbestand zur deutschen Bildungsgeschichte – insgesamt zirka 760.000 Medien. Sie ist eine Abteilung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Sabine Reh ist zudem Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des DIPF, das seinen Sitz in Frankfurt am Main und in Berlin hat.

    Es ist auch dem schnellen und fachkundigen Einsatz der Mitarbeiter*innen der BBF zu verdanken, dass die Schäden an den Beständen eingegrenzt werden konnten. Die Beschäftigten haben noch am Wochenende damit begonnen, die empfindlichen Bücher notfallmäßig zu versorgen und zu trocknen. Zum Glück sind die historischen Bestände der BBF weitgehend verschont geblieben und die Schäden an der einzigartigen Sammlung historischer pädagogischer Zeitschriften sind nach jetzigem Kenntnisstand relativ gering. Wesentlich stärker in Mitleidenschaft gezogen wurden allerdings mehrere Tausend Bände aus der Handbibliothek des Lesesaals und der Erwerbungen der vergangenen Jahre, zu denen auch ältere Drucke seit 1850 gehören. Die betroffenen Bücher werden teilweise nicht zu retten sein, andere muss die BBF professionell restaurieren lassen. Auch nach einer Lockerung der Corona-Maßnahmen ist noch nicht abzusehen, wie lange die BBF in ihrer Funktion als Forschungsstätte durch die Schäden an den Räumen eingeschränkt sein wird.

    Spenden zur Restaurierung von Beständen der Bibliothek sind über ihren Förderkreis möglich:

    https://bbf.dipf.de/de/die-bbf/foerderkreis-der-bbf

    Spendenkonto:

    Förderkreis Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung e.V.
    IBAN: DE80 1203 0000 0000 4465 42
    BIC/SWIFT: BYLADEM 1001

    Alle Informationen zur BBF: https://bbf.dipf.de

    Presskontakt:

    Presse: Philip Stirm, +49 (0)69 24708-123, stirm@dipf.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF): Eva Schrepf, +49 (0)30 293360-672, schrepf@dipf.de


    Weitere Informationen:

    https://bbf.dipf.de – alle Informationen zur BBF


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Geschichte / Archäologie, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


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