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02.03.2021 12:19

„Eine Runde mit…“ Dr. Vera Abeln

Sabine Maas Presse und Kommunikation
Deutsche Sporthochschule Köln

    Weite Reisen im Dienste der Wissenschaft, Sport in Isolation und Bewegung fürs Gehirn – darüber berichtet Dr. Vera Abeln im Wissenschaftspodcast der Deutschen Sporthochschule Köln.

    Spoho-Forscherin Dr. Vera Abeln hat schon in der Antarktis, bei der NASA in Texas, in luftigen Höhen eines Parabelfliegers und bei simulierten Mond- und Mars-Missionen geforscht. Sie interessiert sich dafür, wie sich Bewegung auf das Gehirn auswirkt. In Folge 2 unseres Wissenschaftspodcasts nimmt sie die Hörer*innen mit in die Extreme: Sie erklärt, warum ihre Projekte gerade in extremen Bedingungen gut funktionieren, wieso Laufen interessant ist für die mentale Fitness und wie man in der aktuellen Corona-Pandemie von ihrer Forschung profitieren kann.

    Wie überstehen Menschen eine längere Zeit in Isolation? Was braucht es, damit sie mental fit bleiben, und welche Rolle spielt Sport dabei? Diese und viele weitere Fragen bespricht Dr. Vera Abeln, Wissenschaftlerin am Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft, in der neuen Ausgabe von „Eine Runde mit…“ mit Podcast-Moderator Jan-Hendrik Raffler. Zudem kommen langjährige Weggefährten und Kolleg*innen zu Wort und berichten lustige Anekdoten. Sogar Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, stellt Vera Abeln eine Frage zur Weltraumforschung: „Können die Ergebnisse der Raumfahrtforschung zu Isolation auch Hinweise für unser Alltagsleben liefern? Und falls dies so ist: Welche Tipps würden Sie Menschen geben, um die herausfordernde Coronapandemie, die […] vielleicht von manchen auch als Isolation erlebt wird, psychisch und körperlich fit zu überstehen?“

    Abelns Studien zur Isolation sind in Zeiten von Lockdown und Corona also aktueller denn je. Einmal mehr bekräftigen die Ergebnisse, wie wichtig Sport und Bewegung für unser Wohlbefinden, vor allem für unsere psychische Gesundheit, sind. „Unsere Studien verdeutlichen, dass Sport in Isolation einen großen Beitrag für das Wohlbefinden und die mentale Gesundheit leistet – und nicht nur in Isolation und Pandemiezeiten, sondern grundsätzlich in unserem Alltag!“ Es zeige sich, dass vor allem das Laufen einen großen Effekt auf die Gehirnaktivität habe. Laufen sorge dafür, dass das Gehirn in bestimmten Arealen regelrecht deaktiviert werde. Abeln: „Das zeigt sich im Stirnlappen, im präfrontalen Kortex, der für kognitive und emotionale Prozesse verantwortlich ist. Wir vermuten, dass das einer der Gründe dafür ist, dass Sport so gewinnbringend ist und uns so gut fühlen lässt. Das spiegelt sich auch in der Aussage wider, dass Laufen den Kopf freimacht.“

    Neben der Isolationsforschung ist die Neurowissenschaftlerin auch fasziniert von der Schwerelosigkeit und deren Effekt auf den Menschen. „Parabelflüge sind die einzige Möglichkeit für uns, Schwerelosigkeit auf der Erde zu erzeugen. Wir schauen uns an, wie das Gehirn auf Schwerelosigkeit reagiert, wie sich zum Beispiel die Gehirnaktivität verändert und ob es Zusammenhänge zur kognitiven Leistungsfähigkeit gibt.“ Abeln war selbst schon unzählige Male bei Parabelflügen mit an Bord.

    Auch wie sich Inaktivität auf Menschen auswirkt, untersucht Vera Abeln, und zwar in so genannten Bettruhestudien. Diese können simulieren, wie Abbauprozesse im Körper aussehen, wenn der Körper nicht ausreichend belastet wird, also ähnlich dem Zustand fehlender Gravitation im Weltraum. In einer großen Bettruhestudie (AGBRESA) kombinierten die Forscher*innen die Bettruhe mit künstlich erzeugter Schwerkraft durch Fahrten auf einer Kurzarm-Humanzentrifuge. Die Ergebnisse, die bislang aus diesen Studien vorliegen, erläutert Vera Abeln im Wissenschaftspodcast. Und sie verspricht: „Die Ergebnisse werden spannend sein für Astronauten, könnten aber auch für uns Menschen auf der Erde relevant sein, zum Beispiel für Personen, die bettlägerig sind und sich für einen langen Zeitraum nicht bewegen können.“

    Nicht nur als Forscherin ist Vera Abeln gefragt und erfolgreich. „Unglaubliche Persönlichkeit, liebenswert, hilfsbereit, schrecklich smart, lustig, das Herz am rechten Fleck – kurzum: Dürfte man sich eine Kollegin wünschen, wäre es vermutlich Vera Abeln“ – so beschreibt sie ein langjähriger Kollege. Wenn Sie noch mehr Details über die Wissenschaftlerin erfahren möchten, dann hören Sie mal in die aktuelle Folge „Eine Runde mit...“ rein: auf unserer Webseite www.dshs-koeln.de/einerundemit oder auch bei den gängigen Podcastanbietern.


    Originalpublikation:

    www.dshs-koeln.de/einerundemit


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Medizin, Sportwissenschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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