idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
08.03.2021 12:20

„Ausgelotet“: DFG startet Videoreihe zur Wissenschaftskommunikation in sozialen Medien

Benedikt Bastong Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    Anstoß für vertiefte Beschäftigung mit Vermittlung und Rezeption von Wissenschaft im Internet / Erste von drei Folgen ab 9. März zu sehen

    Wie können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Erkenntnisse der Öffentlichkeit vermitteln und sich in gesellschaftliche Fragestellungen einbringen? Wie reagieren sie, wenn sie in sozialen Medien unsachlicher Kritik ausgesetzt sind? Wie kann Wissenschaftskommunikation auf Plattformen gelingen, auf denen subjektiv, dynamisch und hochemotional kommuniziert wird? Zu diesen und weiteren Fragen rund um die Vermittlung und Rezeption von Wissenschaft im Internet will die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einer neuen dreiteiligen Videoreihe eine Auseinandersetzung anstoßen. Titel: „Ausgelotet – Gespräche über Wissenschaftskommunikation in sozialen Medien“. Die erste Folge wird am Dienstag, dem 9. März 2021, über die Social-Media-Kanäle der DFG veröffentlicht, die beiden weiteren Episoden folgen am 16. und 23. März.

    Die Videoreihe ist vor dem Hintergrund entstanden, dass besonders während der Coronavirus-Pandemie viele politische Entscheidungen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse getroffen werden. Dies rückt die Wissenschaft und ihre Arbeitsweisen noch stärker als zuvor ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stehen vor der Frage, wie weit sie sich in öffentliche Diskurse vorwagen und einmischen sollen – denn dort zählen aufsehenerregende Thesen oft mehr als wissenschaftliche Fakten. Insbesondere in sozialen Medien werden Diskussionen zu Wissenschaftsthemen emotional geführt, einzelne Communitys radikalisieren sich, gerade zu Themen wie Corona oder Klimawandel.

    Die DFG als zentrale Selbstverwaltungsorganisation der deutschen Wissenschaft und Fördereinrichtung einer Vielzahl von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern will daher in ihrer Videoreihe ausloten, wie Wissenschaft in sozialen Medien vermittelt werden kann und wie sie dort rezipiert wird. „Die Wissenschaft selbst, aber auch die Erläuterung von wissenschaftlichen Inhalten basieren auf wechselseitiger Verständigung, auf dem Reflektieren der Position anderer sowie auf dem behutsamen Abwägen von Argumenten“, sagt DFG-Präsidentin Professorin Dr. Katja Becker. „Die Kommunikationskultur im Netz hingegen ist strukturell auf Zuspitzung und Beschleunigung angelegt. Wir müssen daher Sorge tragen, dass der öffentliche Diskurs wissenschaftlicher Themen weiterhin differenziert erfolgen und sein Potenzial zur Lösung gesellschaftlicher Fragen ausschöpfen kann – wie genau, dazu wollen wir mit der Videoreihe nun eine Debatte anregen.“

    Den Auftakt bildet ein rund 30-minütiger Film zu den Herausforderungen von Wissenschaftskommunikation in sozialen Netzwerken. Die beiden folgenden Episoden beschäftigen sich mit Wissenschaftskommunikation zur Coronavirus-Pandemie sowie zum Klimawandel. In den drei Folgen setzen sich je zwei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ein YouTuber oder eine Sciencefluencerin mit dem jeweiligen Thema auseinander: Sie loten verschiedene Spannungsfelder aus, berichten von ihren Erfahrungen und Forschungsergebnissen und ordnen sie wissenschaftlich ein. Die Gespräche sollen ausdrücklich keine Plattform für Streit und einen Schlagabtausch verschiedener konträrer Positionen sein, sondern vielmehr ein konstruktiver Austausch mit unterschiedlichen Perspektiven.

    Parallel zur DFG beschäftigt sich das Projekt „Die Debatte“ von Wissenschaft im Dialog und der Technischen Universität Braunschweig in einer Reihe von Artikeln, Interviews und Videos mit der aktuellen Debattenkultur. So werden etwa der Stand der Wissenschaft zu Themen wie „Meinungsfreiheit” oder „Cancel Culture” beleuchtet und aufgezeigt, wie sich die Debattenkultur und mögliche Veränderungen daran erforschen lassen. Höhepunkt ist am 18. März 2021 eine virtuelle Livediskussion mit dem Titel „Die Macht der Wörter – Wie Debatten unsere Welt verändern”.

    Weiterführende Informationen

    Medienkontakt:
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2109, presse@dfg.de

    Die erste Episode der Videoreihe ist ab 9. März 2021 auf dem YouTube-Kanal der DFG verfügbar:
    www.youtube.com/user/DFGScienceTV

    Weitere Informationen zum Format „Ausgelotet“ im Magazin der DFG:
    www.dfg.de/ausgelotet

    Weitere Informationen zur Online-Debatte „Die Macht der Wörter – Wie Debatten unsere Welt verändern”:
    www.die-debatte.org/debattenkultur-livedebatte


    Weitere Informationen:

    http://www.youtube.com/user/DFGScienceTV
    http://www.dfg.de/ausgelotet
    http://www.die-debatte.org/debattenkultur-livedebatte


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).