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06.04.2021 09:36

Junge Frauen für MINT-Berufe begeistern

Nicole Seliger Kommunikation und Veranstaltungsmanagement
Frankfurt University of Applied Sciences

    Erfolgreicher Abschluss des zweiten Durchgangs Hessen-Technikum / (Fach-) Abiturientinnen können sich bis 15. Juli für neuen Jahrgang bewerben

    Wie arbeitet eigentlich eine Mechatronikerin? Womit beschäftigt sich eine Umweltingenieurin und in welchen Bereichen sind Informatikerinnen tätig? Fragen wie diese beantwortet das sechsmonatige Programm Hessen-Technikum, das sich speziell an junge Frauen mit einem Interesse an den MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – richtet. Direkt nach der Schulzeit können (Fach-) Abiturientinnen in dem dualen Programm an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) mehrere MINT-Studiengänge ausprobieren und parallel in Kooperations-unternehmen erste praktische Erfahrungen im Berufsalltag sammeln. Am 31. März endete der insgesamt zweite Durchgang an der Frankfurt UAS für die sechs Teilnehmerinnen, genannt Technikantinnen, mit einer feierlichen Online-Abschlussveranstaltung, an der auch Astrophysikerin Dr. Suzanna Randall den jungen Frauen gratulierte.

    Prof. Dr. Martina Klärle, Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer an der Frankfurt UAS und selbst Ingenieurin, wandte sich in einem Grußwort an die Technikantinnen: „Ich bin sehr dankbar, dass wir an unserer Hochschule auch mit dem Hessen-Technikum einen Beitrag für die Stärkung des MINT-Bereichs liefern können. Als Hochschule mit über 100 Professuren und über 1.000 Absolventinnen und Absolventen im Bereich Informatik und Ingenieurwissenschaften pro Jahr möchten wir den Frauenanteil genau hier erhöhen: bei Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitenden und Professuren. Die Grundlagen dafür werden in solchen Praktika gelegt."

    Das halbjährige Vollzeit-Orientierungsprogramm Hessen-Technikum ist ein Gemeinschaftsprojekt der hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) und umfasst zwei dreimonatige, vergütete Berufspraktika bei Kooperationsunternehmen sowie ein Schnupperstudium an einer der beteiligten HAWs. Es ermöglicht den Teilnehmerinnen einen Einblick in die Vielfalt von technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen und Berufen und versucht, unentschlossenen jungen Frauen so eine Entscheidungsgrundlage für ihre Berufswahl zu geben. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen konnten die Teilnehmerinnen des zweiten Jahrgangs von Oktober 2020 bis März 2021 an der Frankfurt UAS die Studiengänge Bioverfahrens-technik, Elektro- und Informationstechnik, Informatik, Maschinenbau, Produktentwicklung und Technisches Design sowie Service Engineering kennenlernen und parallel Praktika bei vier ausgewählten Unternehmen absolvieren. Das Hessen-Technikum wird durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) sowie durch den Europäischen Sozialfonds gefördert.

    Die 18-jährige Anabel Jost hat durch das Programm den Bereich Maschinenbau bei Procter & Gamble kennengelernt und wichtige Erkenntnisse für ihren Berufsweg sammeln können: „Es war für mich eine großartige Erfahrung und ich habe eine Menge über das Studium und den Arbeitsalltag gelernt. Ich werde bald anfangen, Elektrotechnik zu studieren, darauf wäre ich ohne das Hessen-Technikum nicht gekommen“. Auch Svenja Schaaf, die während des Programms Praktika im Bereich Lebensmitteltechnologie bei der Döhler AG sowie im Bereich Informationstechnik bei Procter & Gamble absolviert hat, ist froh über ihre Teilnahme am Orientierungsprogramm. „Ich bin sehr glücklich, das Hessen-Technikum gefunden zu haben. Ich nehme aus allem, seien es die Praktika oder die Hochschultage, etwas Wertvolles für mich mit. Ohne die Erfahrungen aus dem Hessen-Technikum wäre ich immer noch sehr aufgeschmissen, was meine Studienwahl betrifft.“

    Die Abschlussveranstaltung des zweiten Durchgangs an der Frankfurt UAS beschließt die Finanzierung durch den Europäischen Sozialfonds. Die langfristige Weiterführung des Programms ist derzeit in Planung, ein weiterer Durchgang des Hessen-Technikums an der Frankfurt UAS wird ab Oktober 2021 stattfinden. Für interessierte (Fach-) Abiturientinnen ist die Bewerbung bis zum 15. Juli unter www.hessen-technikum.de möglich. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Abitur bzw. Fachabitur bis zum Programmstart im Oktober 2021.

    Hessen-Technikum
    Das Programm Hessen-Technikum wird seit 2018 jährlich an den fünf hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) durchgeführt: Neben der Frankfurt UAS auch an der Hochschule Darmstadt, der Hochschule RheinMain, der Hochschule Fulda und der Technischen Hochschule Mittelhessen. Es basiert auf dem Pilotprojekt der Hochschule Darmstadt, die von 2015 bis 2018 die ersten drei regionalen Durchgänge angeboten und so die Grundlage für das heutige Programm gelegt hat. Das landesweite Hessen-Technikum wird aus Mitteln des Innovations- und Strukturentwicklungsbudgets des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) sowie durch das Förderprogramm „Offene Hochschule – Potenziale nutzen, Übergänge gut vorbereiten“ des Europäischen Sozialfonds finanziert. Es soll Frauen darin bestärken, einen Karriereweg im MINT-Bereich zu wählen und einen Beitrag leisten, dem insbesondere weiblichen Nachwuchskräftemangel in den MINT-Berufen entgegenzuwirken.

    Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Zentrale Studienberatung, Projektkoordinatorin Hessen-Technikum, Frau Rieke Jürgensen, Telefon: +49 69 1533-3174, E-Mail: rieke.juergensen@stuport.fra-uas.de

    Weitere Informationen unter: http://www.frankfurt-university.de/studium/studium-kennenlernen
    Informationen zum Hessen-Technikum unter: http://www.hessen-technikum.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, jedermann
    Bauwesen / Architektur, Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


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