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19.04.2021 15:52

TU Dresden und RWTH Aachen entwickeln „Global Water and Climate Adaptation Centre“

Anne-Stephanie Vetter Pressestelle
Technische Universität Dresden

    DAAD fördert Globales Forschungszentrum mit Partnern in Indien und Thailand mit 2,8 Mio. Euro

    Die internationale Gemeinschaft steht unverändert vor dringenden globalen Klima- und Umweltproblemen, deren Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung durch die andauernde Pandemie noch verdeutlicht wurde. In diesem Kontext fördert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit Mitteln des Auswärtigen Amtes den Aufbau von Globalen Zentren für die interdisziplinäre Vernetzung von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft für einen wirksamen Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis.

    Die TU Dresden, Bereich Bau und Umwelt, und die RWTH Aachen waren mit einem gemeinsamen Antrag erfolgreich. Gemeinsam mit Partnern des Indian Institute of Technology Madras (Chennai, Indien), des Asian Institute of Technology (Bangkok, Thailand) und dem Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources der United Nations University (UNU-FLORES) in Dresden wird in den nächsten fünf Jahren ein „Global Water and Climate Adaptation Centre“ aufgebaut.

    Dieses ABCD-Centre (nach den Anfangsbuchstaben der 4 beteiligten Standorte in 3 Ländern auf 2 Kontinenten) wird sich mit Klimaanpassungsmaßnahmen im Globalen Süden vor allem im Wassersektor beschäftigen. Das Thema unterstützt den Potentialbereich Wasser, den die TU Dresden im Rahmen ihrer erfolgreichen Exzellenzbewerbung definiert hat. Für das Zentrum stehen von Mai 2021 bis Dezember 2025 insgesamt 2,8 Millionen Euro zur Verfügung (eine Verlängerung um weitere fünf Jahre bis 2030 mit einem Budget von weiteren 3 Mio. Euro ist vorgesehen).

    Dabei werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in drei thematischen Clustern fachübergreifend eng zusammenarbeiten:
    • Wassersicherheit, Wasserressourcenmanagement, sichere Wasserversorgung und Wasseraufbereitung
    • "Ökosystem-Resilienz und naturbasierten Anpassungsmaßnahmen
    • Traditionelles Wissen, lokale Ökonomien und gesellschaftliche Akzeptanz"

    Im Rahmen des neuen Globalen Zentrums werden nicht nur die Mobilität von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern gefördert und Stipendien für Master-Studierende und Promovierende bereitgestellt, sondern auch ein neuer gemeinsamer internationaler Studiengang zum Thema „Water Security and Global Change“ konzipiert und aufgebaut. Um den Auswirkungen der Pandemie wirkungsvoll zu begegnen und den künftigen Austausch in Forschung und Lehre weiter zu optimieren, wird großer Wert auf die Implementierung und Weiterentwicklung von digitalen Formaten gelegt werden. Des Weiteren soll ein Netzwerk mit den drei weiteren Globalen Zentren für Klima und Umwelt, und mit den gleichzeitig etablierten vier Globalen Zentren für Gesundheit und Pandemievorsorge aufgebaut werden. Dabei spielt offensichtlich das Thema Wasser eine zentrale Rolle und es kann auf der international renommierten Expertise und auf den vorhandenen Ressourcen des Bereiches Bau und Umwelt der TU Dresden und der beteiligten Partner aufgebaut werden. Beispielweise werden die existierenden internationalen Studiengänge „Hydroscience and Engineering“ und „Tropical Forestry“ der TU Dresden und der Studiengang „Engineering Geohazards“ der RWTH Aachen in das Ausbildungsportfolio des Zentrums integriert. Durch den intensiven Austausch von Studierenden, Promovierenden und Lehrenden soll einerseits ein effektives Netzwerk zur Stimulation weiterer Forschungsprojekte geschaffen werden, aber darüber hinaus unter Einbezug der Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft auch der Weg für einen erfolgreichen Transfer von Wissen und Technologie bereitet werden.

    Der Aufbau des ABCD-Centre wird maßgeblich dazu beitragen, die TU Dresden als globale Universität für das 21. Jahrhundert weiterzuentwickeln und dabei mit exzellenter Forschung und innovativer Lehre zur Bewältigung von globalen Herausforderungen beizutragen.

    Das Projekt wird gefördert durch den DAAD mit Mitteln des Auswärtigen Amtes.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Jürgen Stamm
    Professur für Wasserbau
    Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen
    Bereichssprecher Bau und Umwelt
    Tel.: 0351 463-34397
    Email: juergen.stamm@tu-dresden.de

    Dr. André Lindner
    Bereichsdezernent Bau und Umwelt
    Tel.: 0351 463-34899
    Email: andre.lindner@tu-dresden.de


    Weitere Informationen:

    https://www.daad.de/de/infos-services-fuer-hochschulen/weiterfuehrende-infos-zu-... Informationen zum Förderprogramm


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Das Hubert-Engels-Labor des Instituts für Wasserbau und Technische Hydromechanik der TU Dresden ermöglicht die Durchführung von physikalischen Modellversuchen für Forschung und Lehre.


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