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22.04.2021 10:39

Saar-Uni beim Programm „Eine Uni – ein Buch“ erfolgreich – zahlreiche Veranstaltungen geplant

Thorsten Mohr Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Die Universität des Saarlandes konnte beim Programm „Eine Uni – ein Buch“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Klaus Tschira Stiftung punkten. In dem bundesweiten Programm fördern beide Organisationen damit Diskussionen, Veranstaltungen und Seminare rund um ein Buch, welches die Universität selbst auswählt. An der Saar-Uni werden sich 2021 viele Veranstaltungen um das Buch „Das Blaue Wunder“ der Meeresbiologin Frauke Bagusche drehen. Die Fördersumme beträgt 10.000 Euro.

    Vorträge, Aktionen im öffentlichen Raum, Lehrveranstaltungen, Poetry Slams, Podiumsdiskussionen, Ringvorlesungen, Filmvorführungen mit Diskussionen, Wanderausstellungen, eine Laborführung, Improvisationstheater, Podcasts und ein Online-Barcamp: Das sind die ambitionierten Aktionen und Veranstaltungen, die die Initiatorinnen und Initiatoren der saarländischen Bewerbung zum Programm „Eine Uni – ein Buch“ rund um das Buch „Das Blaue Wunder“ der Meeresbiologin Frauke Bagusche organisieren möchten. „Uns dämmert, dass alles Leben auf unserem Planeten letztlich von dem funktionierenden Ökosystem Meer abhängt, und das müssen alle so schnell wie möglich verstehen, um noch handeln zu können. Aus diesem Grund haben die ‚Scientists for Future‘ Saarland das Buch ‚Das Blaue Wunder‘ von Frauke Bagusche ausgesucht“, erläutert Dr. Kathrin Fuhrmann vom Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und Scientists-for-Future-Aktivistin als Mitinitiatorin das Vorhaben.

    „Das Buch ‚Das Blaue Wunder‘ – geschrieben von der im Saarland ansässigen Meeresbiologin Dr. Frauke Bagusche – liest sich wie eine Dokumentation über das Meer. Es umspannt viele Aspekte, wie die Biolumineszenz des Planktons, soziale Strukturen unter Meeresbewohnern, die Korallenriffe, den Einfluss des Menschen auf das Meer durch Mikroplastik, Verschmutzung, Überfischung, globale Erwärmung und vieles mehr“, so die Wissenschaftlerin weiter.

    Mit der Fördersumme von 10.000 Euro können nun zahlreiche Events – ob vor Ort oder je nach Pandemie-Lage online – geplant und umgesetzt werden. „Dazu haben wir ein Programm erarbeitet, welches sich über zwei Semester erstreckt und von zahlreichen Akteuren, teils auch mit der Autorin Frauke Bagusche, veranstaltet wird“, sagt Kathrin Fuhrmann. Das genaue (für die Öffentlichkeit zugängliche) Programm wird nach Abschluss der Planungen online bekannt gegeben.

    Auch Universitätspräsident Manfred Schmitt zeigte sich hocherfreut, nachdem der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bekanntgegeben hatte, die Universität des Saarlandes zu unterstützen: „Die Universität des Saarlandes ist weit weg von der Küste. Auch eine Meeresbiologie oder einen Meeres-Forschungsschwerpunkt haben wir nicht. Warum also das Meer? Weil ‚Meer‘ mehr ist! Weil Interdisziplinarität und Neugier unsere Stärken sind. Weil unsere Pharmazie und Biotechnologie erforscht, wie wir Antibiotika und andere Wirkstoffe aus dem Meer gewinnen, weil unsere Chemikerinnen und Chemiker sich mit Mikroplastik befassen und unsere Materialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit Korallen und Entsalzungsmethoden für Wasser. Weil unsere Physik der Fluoreszenz in Lebewesen auf den Grund geht, die Sprachwissenschaften Dialekte unter Walen und die Wirtschaftswissenschaften Handels- und Lieferwege beleuchten… Sie alle tragen ihre Bausteine aus der Perspektive ihres Faches bei, um unsere Welt und auch das ‚Blaue Wunder‘ besser zu verstehen und eröffnen so faszinierende Einblicke. Diesen Diskurs über alle Fächergrenzen hinweg immer wieder aufs Neue anzufachen und ihm neue spannende Blickwinkel zu geben – dies ist unsere Motivation.“

    Die diesjährige Förderung ist bereits die zweite Förderung im Programm „Eine Uni – ein Buch“ für die Universität des Saarlandes. Bereits 2018 wurde die Beschäftigung mit einem Buch finanziell unterstützt, damals ausgehend von der Initiative der Theologin Lucia Scherzberg zum Buch „Selbstbesinnung und Selbstkritik“ des SPD-Politikers Herbert Wehner (https://idw-online.de/de/news692365).

    Über die Aktion „Eine Uni – ein Buch“ schreibt der Stifterverband: „Der Doktorand redet mit dem Erstsemester, der Verwaltungsmitarbeiter mit dem Klinikchef, die Historikerin mit dem Maschinenbauer, die Muslima mit dem Christen, der Flüchtling mit den Campus-Anwohnern, die Sächsin mit dem Franken, die Professorin mit dem Sekretär, der IT-Spezialist mit der Bibliotheksmitarbeiterin und dem Leiter des Auslandsamtes. Kurz: Möglichst viele Mitglieder einer Universität tauschen sich über ein gemeinsames Thema oder Anliegen aus. Diese Idee soll Realität werden: in der Aktion "Eine Uni – ein Buch".
    […]
    Alle Hochschulen in Deutschland waren eingeladen, ein Buch zu bestimmen, über das ein Semester lang geredet und debattiert werden soll: Es kann ein Buch sein über die Religion, eine Abhandlung über Armut und Reichtum, ein klassischer Roman aus dem In- oder Ausland, ein zeitgenössisches Drama oder eine Anleitung zum Change Management, es kann die beste Dissertation sein, die an der Hochschule ausgezeichnet worden ist – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.“


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Kathrin Fuhrmann
    Tel.: (0681) 988061050
    E-Mail: kathrin.fuhrmann@helmholtz-hips.de


    Weitere Informationen:

    http://www.stifterverband.org/eine-uni-ein-buch


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Gerhard Wenz und Kathrin Fuhrmann mit dem Buch "Das Blaue Wunder" der Meeresbiologin Frauke Bagusche, über das nun rege diskutiert werden wird. Beide haben die Bewerbung im Wettbewerb "Eine Uni - ein Buch" initiiert.


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    Dr. Kathrin Fuhrmann


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