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04.05.2021 12:24

COVID-19 und Ungleichheit

Universität Konstanz Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Universität Konstanz

    Was macht die Pandemie mit unserer Gesellschaft? Das untersuchen und erklären Konstanzer Sozialforschende in der ersten Ausgabe des neuen Forschungsmagazins In_equality.

    Ungleichheit, Migration, Klima… und natürlich Corona: In Zeiten der Krise wächst der Wunsch nach Erklärungen und Austausch zur Bewältigung einer immer komplizierteren Gegenwart. Der Konstanzer Forschungsverbund „The Politics of Inequality“ legt nun ein Magazin vor, das genau dieses Angebot macht. Unter dem Titel In_equality wird es künftig halbjährlich erscheinen.

    „Viele Wissenschaftler verspüren den Drang, einen Beitrag zu leisten“, heißt es in einem Artikel des neuen Magazins. Deshalb erzählen in jeder Ausgabe von In_equality Soziologinnen, Ökonomen, Politikwissenschaftler, Rechts-, Sprach- und Bildungsforscherinnen aus ihrer Arbeit und laden zum Dialog über soziale Ungleichheit ein. Das Magazin nimmt Ungleichheit auch visuell auf und arbeitet dazu mit Mediengestalterinnen und Grafikern zusammen.

    In der ersten In_equality-Ausgabe, die am 4. Mai 2021 erscheint, sprechen die Forschenden über COVID-19 und Ungleichheit.

    In_equality ist kostenlos über folgende URL zu beziehen: www.ungleichheit.uni.kn/magazin.

    Inhaltsvorschau – die erste Ausgabe In_equality von widmet sich unter anderem den folgenden Themen:

    Geschlechterungleichheiten in Zeiten von Corona
    Wird die Gleichstellung von Mann und Frau durch die Pandemie um Jahrzehnte zurückgeworfen? Das fragen Susanne Strauß und Ariane Bertogg. Sie argumentieren, dass ungleich verteilte zusätzliche Belastungen während der Lockdown-Phasen schwerwiegende Auswirkungen hatten – und haben. Insbesondere Schul- und Kita-Schließungen hätten Geschlechterungleichheiten verstärkt.

    Corona-Maßnahmen und wie sie erfolgreich werden
    Maske tragen, Kontaktverbote und die Urlaubsreise abblasen: Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie greifen an verschiedenen Punkte in die Rechte der Bürger*innen ein. Dabei ist umstritten, wie weitgehend der Staat eingreifen sollte. Ist die freiwillige Mitwirkung aus Eigenverantwortung eventuell verlässlicher als Ge- und Verbote? Die Verhaltensökonomin und Psychologin Katrin Schmelz erklärt, wer welche Maßnahmen freiwillig mittragen würde und warum Menschen aus Ostdeutschland eher bereit sind, staatlichen Zwang zu akzeptieren.

    Politisches Vertrauen (noch) nicht verspielt
    Neben verfügbarem Impfstoff, Betten auf Intensivstationen und Testkits ist eine weitere, weniger greifbare Ressource in der Krise von zentraler Bedeutung: Vertrauen in den Staat und sein Handeln. Wie Marius R. Busemeyer, Claudia Diehl und Felix Wolter aus politik- und sozialwissenschaftlicher Perspektive erläutern, ist das politische Vertrauen in Deutschland trotz aller Belastungen noch nicht erschöpft. Verloren sei das politische Vertrauen nur bei einer kleinen Bevölkerungsgruppe, die Verschwörungstheorien nahestünde. Bei einer (noch) kleinen Gruppe von bereits Zweifelnden sei es aber in Gefahr, insbesondere durch Verschwörungstheorien.

    Mehr zu COVID-19 und Ungleichheit
    Die erste In_equality-Ausgabe befasst sich auch mit weiteren Themen rund um COVID-19 und Ungleichheit. So gibt es einen Beitrag zur „Querdenken“-Bewegung, deren Angehörige während einer ihrer Demonstrationen befragt wurden. Ein weiterer Artikel befasst sich mit den Schwierigkeiten der Wissenschaftler*innen selbst, deren Feldforschung in der Pandemie auf große Hindernisse stößt.
    Es geht um die Rolle der Sozialwissenschaften insgesamt, um Vertrauen der Bevölkerung in den Staat und in die Wissenschaft und um neue Arbeitsformen im Homeoffice. Die Grundlage der Forschungsbeiträge bildet ein großangelegtes Befragungsprogramm, das der Forschungsverbund – der Konstanzer Exzellenzcluster „The Politics of Inequality“ – im Frühjahr 2020 aufgesetzt und im Winter 2020/2021 erneuert hatte.

    Sozialforschung, die sich mitteilt
    Bildungschancen, Arbeitsmarkt, Rechte und Privilegien, und natürlich Einkommen und Vermögen sind nur einige der Bereiche, in denen die Forschenden am Konstanzer Exzellenzcluster Ungleichheiten und ihre politischen Ursachen und Konsequenzen untersuchen. Diesen und weiteren Themen werden sie sich in künftigen Ausgaben ihres Magazins zuwenden. Auf der Magazin-Webseite www.ungleichheit.uni.kn/magazin finden sich neben der Möglichkeit, die jeweils aktuelle Ausgabe zu lesen und zu abonnieren, auch Vorankündigungen und der aktuelle Stand zum kommenden Heft.

    Faktenübersicht:

    - Neues Forschungsmagazin In_equality erscheint künftig halbjährlich im Frühjahr und Herbst. Die erste Ausgabe „COVID-19 und Ungleichheit“ erscheint offiziell am 4. Mai 2021.
    - Herausgeber ist der Exzellenzcluster „The Politics of Inequality“ an der Universität Konstanz (Sprecher: Marius R. Busemeyer, Co-Sprecherin: Claudia Diehl, Co-Sprecher: Nils B. Weidmann). Die Autor*innen sind Forschende des Exzellenzclusters.
    - Grundlage zahlreicher Beiträge ist ein Befragungsprogramm zu COVID-19 und sozialer Ungleichheit mit rund 8.000 Befragten, durchgeführt April/Mai und Oktober/November 2021.
    - Das Magazin erscheint halbjährlich online und in Print. Es ist kostenlos erhältlich unter: www.ungleichheit.uni.kn/magazin und kann hier auch abonniert werden.

    Service für Redaktionen:
    Journalist*innen können das Magazin In_equality kostenlos in einer hochwertig produzierten Printausgabe abonnieren. Bitte schreiben Sie uns dazu eine E-Mail: cluster.inequality@uni-konstanz.de.


    Anhang
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


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