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17.05.2021 13:05

Endlagersuche: Jetzt für die „Fachkonferenz Teilgebiete“ anmelden und mitwirken

Lisa Ahlers Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung

    Bis 2031 soll ein tiefengeologisch sicherer Standort für atomare Abfälle gefunden werden. Fester Bestandteil dieser Suche ist die Öffentlichkeitsbeteiligung. An der Fachkonferenz Teilgebiete vom 10. bis 12. Juni kann sich jede:r beteiligen. Das Besondere an dieser digitalen Veranstaltung: Die Teilnehmenden organisieren sich selbst, bestimmen selbst über den Inhalt, die Schwerpunkte und den Ablauf der Konferenz.

    Deutschland sucht ein Endlager – eine Suche, die die heutige und auch kommende Generationen beschäftigen wird: Bis 2031 soll ein tiefengeologisch sicherer Standort für atomare Abfälle gefunden werden, die sich in rund 1.900 Behältern befinden. Fester Bestandteil dieser Suche ist die Öffentlichkeitsbeteiligung. Die nächste Möglichkeit für die Bevölkerung, an der Endlagersuche mitzuwirken, ist im Juni: Von Donnerstag, 10. Juni, 16 Uhr, bis Samstag, 12. Juni 2021, 18 Uhr, läuft die „Fachkonferenz Teilgebiete“. Die Anmeldung für diesen Termin ist eröffnet.

    Teilnehmen kann jede:r Interessierte:r – Bürger:innen, Vertreter:innen von Kommunen, gesellschaftlichen Organisationen und Wissenschaftler:innen. Die Veranstaltung wird Pandemie-bedingt digital stattfinden. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich, jedoch gibt es keinen Anmeldeschluss. Die Informationen zur Anmeldung sowie ein Programmentwurf sind zu finden unter www.fachkonferenz-anmeldung.de.

    54 % der Fläche Deutschlands geologisch günstig

    Die Teilnehmenden der Fachkonferenz Teilgebiete diskutieren erste Zwischenergebnisse zur Endlagersuche. Diese hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mbH am 28. September 2020 im sogenannten „Zwischenbericht Teilgebiete“ veröffentlicht. Der Bericht weist ca. 54 Prozent der Fläche Deutschlands aus, welche aus rein geologischer Sicht günstige Eigenschaften für die Endlagerung erwarten lassen. Das Endlager soll laut Standortauswahlgesetz (StandAG) entweder in Salz, Ton oder Granit errichtet werden.

    Am 10. Juni finden zunächst Vorträge zu Beteiligung und Transparenz statt und die Ergebnisse der Jugendworkshops zur Endlagersuche werden vorgestellt. Am zweiten und dritten Konferenztag, 11. und 12. Juni, gibt es Arbeitsgruppen, u.a. zu den Sicherheitsanforderungen, zu den Geodaten und zur Selbstorganisation. Am Schlusstag, Samstag, 12. Juni, werden ab 14 Uhr die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt. Außerdem ist die Wahl der neuen AG Vorbereitung vorgesehen.

    BGE mbH muss Ergebnisse der Fachkonferenz berücksichtigen

    Das Besondere der Fachkonferenz Teilgebiete: Die Teilnehmenden organisieren sich selbst, bestimmen selbst über den Inhalt, die Schwerpunkte und den Ablauf der Konferenz. Die Teilnehmenden haben z.B. inzwischen feste Arbeitsgruppen etabliert und durch einen Beschluss erwirkt, dass die Termine der Fachkonferenz verschoben wurden. Die Fachkonferenz wird von einer Geschäftsstelle unterstützt, welche am Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) angesiedelt ist.

    Für die Vorbereitung der Beratungstermine wählen die Teilnehmenden der Fachkonferenz Teilgebiete jeweils zwölf Vertreter:innen, sie bilden die sogenannte AG Vorbereitung. Im Oktober 2020 hat eine Auftaktveranstaltung der Fachkonferenz Teilgebiete stattgefunden, im Februar 2021 der erste Beratungstermin. Der zweite folgt nun im Juni, der dritte und letzte Beratungstermin ist datiert für den Zeitraum vom 5. bis 8. August.

    Die Ergebnisse der Beratungen der Teilnehmenden der Fachkonferenz Teilgebiete sollen einen Monat nach dem letzten Termin an die BGE mbH übergeben werden – das bundeseigene Unternehmen muss diese Ergebnisse bei der weiteren Eingrenzung möglicher Endlagerstandorte berücksichtigen. Auf der Konsultationsplattform kann die Öffentlichkeit den Zwischenbericht Teilgebiete zudem auch fortlaufend kommentieren.

    BGE mbH wertet Daten aus, das BASE beaufsichtigt das Suchverfahren

    Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mbH ist Vorhabenträgerin der
    Endlagersuche, d.h. sie wertet derzeit Daten aus und wird in den noch folgenden Suchphasen geologische Erkundungen durchführen. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) beaufsichtigt das Verfahren der Endlagersuche und verantwortet die Öffentlichkeitsbeteiligung. In jeder Suchphase prüft das BASE die Vorschläge der BGE mbH, bevor der Bundestag über den jeweils nächsten Schritt entscheidet. Im jetzt folgenden Schritt der aktuellen ersten Suchphase arbeitet die BGE mbH daran, die Teilgebiete für einen möglichen Endlagerstandort weiter einzugrenzen. Alle Infos unter www.endlagersuche-infoplattform.de.

    Hinweise für Journalist:innen

    Für die Teilnahme an der Fachkonferenz Teilgebiete ist eine Anmeldung unter www.fachkonferenz-anmeldung.de erforderlich. Bitte registrieren Sie sich als Beobachter:in. Bei Interesse an der Aufzeichnung der Eröffnungsvorträge am 10. Juni, an Schnittbildern vor dem Start am 10. Juni und Fotos wenden Sie sich an die Geschäftsstelle der Fachkonferenz Teilgebiete. Organisatorische Fragen beantwortet die Geschäftsstelle Fachkonferenz Teilgebiete per E-Mail: geschaeftsstelle@fachkonferenz.info oder Telefon: 030/184321-7222

    Bei Fragen zum Verfahren der Endlagersuche, den Akteuren und deren Aufgaben wenden Sie sich an die Pressestelle des BASE per E-Mail: presse@base.bund.de oder Telefon: 030/18767676-5555


    Weitere Informationen:

    http://Weitere Informationen unter www.endlagersuche-infoplattform.de. Anmeldung zur Fachkonferenz unter www.fachkonferenz-anmeldung.de.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Energie, Geowissenschaften, Gesellschaft, Physik / Astronomie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Der erste Beratungstermin der Fachkonferenz Teilgebiete im Februar 2021.


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