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18.05.2021 10:01

Gemeinsame Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten mit Fachkräften anderer Gesundheitsberufe

Dr. Christiane Krüger Pressestelle
Hochschule für Gesundheit

    Die Hochschule für Gesundheit in Bochum und die Universität Witten/Herdecke stärken Zusammenarbeit.

    Die Hochschule für Gesundheit in Bochum und die Universität Witten/Herdecke (UW/H) haben nach mehr als zehn Jahren einer erfolgreichen Zusammenarbeit ihren Kooperationsvertrag entfristet, der schon im Studium ein besseres Verständnis für das Zusammenwirken unterschiedlicher Disziplinen in den Gesundheitsberufen verankert.

    „Es zeigt sich, dass interdisziplinäre Teams im Gesundheitssektor eine Bereicherung für die Patientinnen und Patienten darstellen, weil aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Gesundheitslage analysiert werden kann und so eine ganzheitliche Versorgung gewährleistet wird. Deshalb ist die Kooperation mit der Hochschule für Gesundheit in Bochum eine echte Bereicherung für unsere Studierenden“, erklärte Prof. Dr. Martin Butzlaff als Präsident die Vorteile für die UW/H. Und sein Gegenüber in der Hochschule für Gesundheit, Prof. Dr. Christian Timmreck, ergänzte: „In den gemeinsamen Studienabschnitten lernen die Studierenden, gleichberechtigt mit den Fachkräften der benachbarten Disziplinen zu arbeiten. Dafür benötigen sie ein Bewusstsein für die jeweilige Haltung, das Denken, die Kommunikation und die Aufgabenbereiche der Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Gesundheitsdisziplinen.“

    Im Bereich der interprofessionellen Bildung (InterProfessional Education, IPE) kooperiert die Hochschule für Gesundheit seit vielen Jahren mit der UW/H. So gibt es beispielsweise gemeinsame Veranstaltungen, an denen Studierende der primärqualifizierenden Studiengänge Ergotherapie, Hebammenwissenschaft, Logopädie, Pflege und Physiotherapie der Hochschule für Gesundheit gemeinsam mit den Medizin-Studierenden der UW/H teilnehmen. Diese Seminartage sind fest in den Lehrplan integriert und finden abwechselnd in Bochum oder Witten statt.

    Der nächste Termin für eine gemeinsame Veranstaltung ist der 21. Mai 2021. Aufgrund der Corona-Pandemie wird online teils in der großen Gruppe und teils in Kleingruppen gearbeitet. An diesem Tag geht es beispielsweise primär um das Thema Schlaganfall, und zwar unter den Herausforderungen eines interkulturellen Kontextes.

    „Viel zu lange schon werden die angehenden Akteurinnen und Akteure in der Gesundheitsversorgung in ihren Silos ausgebildet, was auch ein Grund dafür ist, dass wir kaum sektorenübergreifende Versorgungskonzepte in der Praxis haben. Mit dieser Kooperation haben wir nun etwas etabliert, was selbstverständlich scheint, aber in Deutschland eine Innovation ist. Angehende Medizinerinnen und Mediziner, Pflegefachpersonen, Hebammen und Therapeuteninnen sowie Therapeuten lernen gemeinsam voneinander, miteinander und übereinander“, betonte Prof. Dr. André Posenau, der an der Hochschule für Gesundheit das interprofessionelle Projekt leitet.

    Seit über zehn Jahren arbeiten die damals neu gegründete Hochschule für Gesundheit und die Universität Witten/Herdecke zusammen. Die im Jahr 2016 unterschriebene Kooperation wurde jetzt entfristet. In der Vereinbarung ist geregelt, Lehrende auszutauschen, gemeinsame studentische Fachtagungen zu veranstalten, ein Summer-School-Angebot sowie Ringvorlesungen im Bereich der Weiterbildung zu entwickeln und durchzuführen.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Weitere Informationen UW/H bei Dr. Marzellus Hofmann, 02302/926-788, marzellus.hofmann@uni-wh.de

    Weitere Informationen Hochschule für Gesundheit bei Prof. Dr. phil. André Posenau, Professur für Interaktion und interprofessionelle Kommunikation in Pflege und Gesundheitsfachberufen, 0234 77727 - 650, andre.posenau@hs-gesundheit.de.

    Pressekontakt der UW/H: Malte Lager, 02302/926-931, malte. langer@uni-wh.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Kooperationen, Studium und Lehre
    Deutsch


    Prof. Dr. Christian Timmreck, Präsident der Hochschule für Gesundheit in Bochum.


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    Prof. Dr. Martin Butzlaff, Präsident der Universität Witten/Herdecke.


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