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16.11.1998 00:00

3,4 Millionen Mark Anschubfinanzierung vom Stiftungsfonds Deutsche Bank

Leiterin Pressereferat Annette Bauer Abteilung für Hochschulkommunikation
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

    Presseinformation
    Nr. 178 vom 13. November 1998

    3,4 Millionen Mark Anschubfinanzierung vom Stiftungsfonds
    Deutsche Bank für internationales Graduiertenkolleg der Viadrina

    Mit 3,4 Millionen Mark wird der Stiftungsfonds Deutsche Bank ein internationales Graduiertenkolleg "Kapitalmärkte und Finanzwirtschaft im erweiterten Europa" für fünf Jahre an der Europa-Universität Frankfurt (Oder) fördern. Das Kolleg wird im kommenden Jahr seine Arbeit aufnehmen und Lehre und Forschung vereinen. Jährlich bis zu acht Doktoranden können aufgenommen werden und in der Regel über drei Jahre im Graduiertenkolleg an ihrer Promotion arbeiten. Hinzu kommen zwei Postdoktoranden. Das Kolleg ist international orientiert und richtet sich vor allem an Absolventen der Wirtschaftswissenschaften aus dem In- und Ausland.

    Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Dr. Rolf E. Breuer, der am Freitag die offizielle Finanzierungszusage überbrachte, hielt vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft Brandenburgs, vor Studierenden und Wissenschaftlern der Viadrina einen Vortrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in Mittel- und Osteuropa als Herausforderung an die Wissenschaft und Wirtschaft. Er analysierte die Entwicklungen vor allem in Osteuropa, die laufenden Transformationsprozesse in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und machte die unterschiedlichen Entwicklungsstadien beispielsweise zwischen Rußland, Tschechien, Polen und Ungarn deutlich. Am bedeutsamsten, aber auch am weitesten zurück seien die Umbruch- und Umdenkprozesse in der Gesellschaft. Gerade hier können Forschung und Lehre einen wesentlichen Beitrag leisten, betonte er. Die Viadrina sei durch ihre internationale und interdisziplinäre Ausrichtung genau der richtige Ort, diese Prozesse wissenschaftlich zu begleiten.
    Ein intensiver Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sei erforderlich, in den die in Mittel- und Osteuropa tätigen Unternehmen ihre Erfahrungen und ihre Fragen und die Wissenschaft ihre Forschungs- und Ausbildungskapazitäten einbringen müssen - so der Tenor eines Gespräches mit Vertretern der regionalen Wirtschaft und Politik, das im Anschluß an den Vortrag stattfand.
    Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe brachte seine Wertschätzung für die großzügige Unterstützung der Europa-Universität durch die Deutsche Bank zum Ausdruck. Zu den gegenwärtig in Osteuropa laufenden Transformationsprozessen könne man hier in Ostbrandenburg durchaus Parallelen finden. Gerade dadurch sei die wissenschaftliche Arbeit an der Viadrina vor Ort sehr wichtig und ihr Bemühen, als Bindeglied zwischen Ost und West zu fungieren, so Stolpe.
    Uni-Rektor Prof. Dr. Hans N. Weiler hob die Deutsche Bank als verläßlichen Partner der Viadrina hervor und betonte: "An dieser Universität, die gelernt hat, mit Grenzen auf eine neue, offene Weise umzugehen, hat das Nachdenken über das neue Europa inzwischen eine gute Tradition. Deshalb sind diejenigen, deren Energie und Weitblick an alten Grenzen nicht haltmachen, an der Viadrina besonders willkommen." Das Graduiertenkolleg werde - auf dem Wege über wissenschaftlichen Nachwuchs erster Qualität - helfen, ein Stück neues Europa zu bauen.
    Die Finanzierung des Kollegs erfolgt über den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, zu dessen ältesten Förderern die Deutsche Bank zählt. Sie gehört zu den bedeutendsten Unternehmen, die mit Spenden Wissenschaft und Forschung unterstützen. Das Graduiertenkolleg an der Viadrina sei durch sein Profil ein besonders geeignetes Förderprojekt, da der Stifterverband ein Viertel aller Gelder zur Förderung der Internationalisierung von Wissenschaft ausgibt, so Dr. Angela Lindner vom Stifterverband.
    Das Graduiertenkolleg wurde von den Viadrina-Professoren Martin Glaum, Eberhard Stickel und Hans-Jürgen Wagener, der zugleich das Frankfurter Institit für Transformationsstudien leitet, konzipiert. Die Verhandlungen mit der Deutschen Bank führte Rektor Weiler.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Organisatorisches
    Deutsch


     

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