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15.06.2021 13:05

19,6 Millionen Beschäftigte arbeiten in einer anderen Gemeinde

Christian Schlag Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

    Knapp 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiteten im Jahr 2020 nicht an ihrem Wohnort. Das entspricht 19,6 Millionen Menschen. Gegenüber dem Vorjahr blieb sowohl die Zahl als auch der Anteil der Beschäftigten stabil, die auf dem Weg zur Arbeit die Gemeindegrenzen überschreiten. Das ergab eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), die sich auf Pendlerstatistiken der Bundesagentur für Arbeit stützt.

    Knapp 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiteten im Jahr 2020 nicht an ihrem Wohnort. Das entspricht 19,6 Millionen Menschen. Gegenüber dem Vorjahr blieb sowohl die Zahl als auch der Anteil der Beschäftigten stabil, die auf dem Weg zur Arbeit die Gemeindegrenzen überschreiten. Das ergab eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), die sich auf Pendlerstatistiken der Bundesagentur für Arbeit stützt.

    Die Pendlerstatistik sagt nichts darüber aus, wie viele Beschäftigte sich im vergangenen Jahr im Homeoffice befanden und entsprechend nicht täglich pendelten. Sie zeigt jedoch, wie sich die Arbeitsmarktzentren regional verteilen und wie weit diese aufs Umland ausstrahlen.

    Im Vergleich der Großstädte übt München die größte Anziehungskraft für Arbeitskräfte aus dem Umland aus. So wohnten im Jahr 2020 410.000 der in München arbeitenden Beschäftigten außerhalb der Stadtgrenzen. Es folgen Frankfurt am Main (384.000), Hamburg (355.000) und Berlin (332.000).

    Die höchsten Anteile an Beschäftigten mit einem Wohnort außerhalb der Stadtgrenzen wiesen im Jahr 2020 die Großstädte Darmstadt (69 Prozent), Ludwigshafen am Rhein, Erlangen und Offenbach am Main (jeweils 68 Prozent) auf.

    „Die Pandemie hat die Arbeitswelt grundlegend verändert“, so der Leiter des BBSR, Dr. Markus Eltges. „Formen der mobilen Arbeit bieten die große Chance, den Pendlerverkehr in den Großstädten und ihrem Umland zu reduzieren – und damit auch die umwelt- und gesundheitlichen Belastungen zu verringern, die durch das Pendeln entstehen. Kleine und mittelgroße Kommunen können als Wohnorte abseits der Großstädte attraktiver werden, wenn Beschäftigte nur wenige Tage im Monat im Büro sind und größtenteils von zu Hause aus arbeiten“, sagt Eltges. „Die Arbeitgeber müssen diese neue Arbeitswelt auch wollen und sehen, was sie für Vorteile hat. Bei einer Win-win-Situation wird es kein Zurück in die alte Arbeitswelt geben.“

    Interessierte können die Ergebnisse für die Großstädte auf der Website des BBSR unter www.bbsr.bund.de abrufen.

    Datengrundlage der Auswertung sind die Pendlerstatistiken der Bundesagentur für Arbeit mit Stand 30.06.2020.

    Kontakt

    Christian Schlag
    Stab Direktor und Professor
    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
    im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
    Deichmanns Aue 31–37
    53179 Bonn
    Telefon: +49 228 99401-1484
    christian.schlag@bbr.bund.de

    ***
    Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) berät als Ressortforschungseinrichtung die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Thomas Pütz
    Referat "Digitale Stadt, Umwelt und Verkehr"
    Telefon: +49 228 99401-2300
    thomas.puetz@bbr.bund.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Gesellschaft, Politik, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


    Großstädte mit mehr als 100.000 Einpendlern 2020


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