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22.06.2021 10:43

E-Flieger: Land fördert Projekt von FH und Westflug

Team Pressestelle Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
FH Aachen

    Der Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen startet gemeinsam mit der in Merzbrück ansässigen Flugschule Westflug ein Projekt zur Erforschung der Pilotinnen- und Pilotenausbildung mit den voll elektrisch angetriebenen Flugzeugen „Silent Air Trainer“. Mit der Förderung des Verkehrsministeriums NRW in Höhe von rund 810.000 Euro werden zwei moderne E-Flugzeuge sowie ein passender Flugsimulator angeschafft und das Forschungsprojekt durchgeführt.

    Die Pilotinnen- und Pilotenausbildung in Deutschland erfolgt bislang ausschließlich mit Flugzeugen mit Verbrennungsmotoren. Diese verursachen nicht nur Lärm, sondern auch eine stetige Belastung für die Umwelt. Im Rahmen der Ausbildung am Verkehrslandeplatz Aachen-Merzbrück soll sich das jetzt ändern: Der Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen startet gemeinsam mit der in Merzbrück ansässigen Flugschule Westflug ein Projekt zur Erforschung der Pilotinnen- und Pilotenausbildung mit den voll elektrisch angetriebenen Flugzeugen „Silent Air Trainer“. Mit der Förderung des Verkehrsministeriums NRW in Höhe von rund 810.000 Euro werden zwei moderne E-Flugzeuge sowie ein passender Flugsimulator angeschafft und das Forschungsprojekt durchgeführt.

    Unter dem Namen „NEFT“ (Next Generation Electric-Flight Training) soll das Projekt am 1. Juli 2021 starten. Herausfinden möchte das Forschungsteam wie die Pilotinnen- und Pilotenausbildung mit E-Flugzeugen umgesetzt werden kann, welche Emissionen dadurch eingespart werden können und wie die Instandhaltung der elektrisch angetriebenen Flugzeuge in bestehende Wartungsprozesse integriert werden kann.

    Der Verkehrslandeplatz Aachen-Merzbrück ist der Standort der Flugschule Westflug sowie auch Forschungs- und Lehrstätte für die FH Aachen. Bei NEFT ist die Anwendung genau das Ziel: Das Forschungsprogramm beinhaltet erstmalig die Erarbeitung eines Ausbildungs- und Wartungskonzeptes für E-Flugzeuge im Rahmen der europäisch einheitlichen Regeln und dessen wissenschaftliche Bewertung. In Aachen-Merzbrück werden die Grundlagen für eine neue Pilotinnen- und Pilotenausbildung erforscht, die Ergebnisse kommen allen Flugschulen zugute.

    Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Wir wollen, dass die Mobilität der Zukunft in Nordrhein-Westfalen nicht nur erforscht und entwickelt, sondern auch früh wie möglich angewendet wird. Leiser und sauberer Flugverkehr ist gerade in unserem hochverdichteten Ballungsraum wichtig. Wir schaffen dafür beste Forschungs- und Testbedingungen und fördern das Projekt ‚Next Generation Electric-Flight‘ in Merzbrück.“

    „Jetzt gilt es, die Flieger zügig in die Luft zu bringen“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Frank Janser vom Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen. „Dieses zukunftsorientierte Forschungsprogramm ermöglicht es, dass Einsatzspektrum für eine emissionsfreie Pilotinnen- und Pilotenausbildung zu erforschen“, so Prof. Janser.

    Auch Prof. Dr. Peter Dahmann, Projektleiter und Dekan des Fachbereichs Luft- und Raumfahrttechnik, ist erfreut über diese Möglichkeit: „Damit erweitern wir die Forschungsmöglichkeiten am Verkehrslandeplatz in Aachen-Merzbrück“.

    „Elektrisch angetriebene Flugzeuge sind lärm- und schadstoffarm sowie - je nach Stromversorgung - CO2-neutral. Das entlastet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Flugplatz-Anrainerinnen und -Anrainer“, fasst es Westflug-Geschäftsführer Walter Kampsmann zusammen. In der Flugschule Westflug werden seit 1963 Pilotinnen und Piloten ausgebildet. Seine 14 Fluglehrenden werden derzeit für die noch neue Generation Luftfahrzeug qualifiziert. Für Walter Kampsmann ist klar: „Die Leistungsdaten des Elektroflugzeugs lassen sich nahtlos in das bestehende Ausbildungskonzept integrieren.“
    Leises, geräusch- und emissionsarmes Abheben mit einem Motorflugzeug ist damit in Aachen-Merzbrück nicht länger eine Zukunftsvision.

    Weitere aktuelle Akteure, die an der Umsetzung des Projekts beteiligt sind, sind der Forschungsflugplatz Aachen-Merzbrück, der Flughafen Essen/Mülheim und der Flugplatz Bonn-Hangelar.

    Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, zeigt sich sehr erfreut über den jetzt erkennbaren Einsatz für emissionsfreies und geräuscharmes Fliegen: „Ich bin unendlich stolz, dass wir schon bald durch die Unterstützung des Verkehrsministeriums NRW mit unserem Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik, der Flugschule Westflug einen ganz neuen Weg werden beschreiten können, der auch für unser Bundesland Nordrhein-Westfalen einen Meilenstein bezeichnet: Schon sehr bald werden wir an unserem gemeinsamen Forschungsflugplatz Merzbrück umweltfreundlich und leise fliegen.“


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Elektrotechnik, Energie, Politik, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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