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25.06.2021 09:30

Service, Sprache und Stipendien: Wie Spanien internationale Promovierende gewinnt

Britta Hoffmann-Kobert Bereich Dialog und Veranstaltungen
CHE Centrum für Hochschulentwicklung

    Spanische Hochschulen sind bei ausländischen Studierenden beliebt, zum Studieren und auch zum Promovieren. So kommt in Spanien jede*r dritte Doktorand*in der Betriebswirtschaftslehre aus dem Ausland. Erfolgsfaktoren sind u.a. passgenaue Angebote und Fördermöglichkeiten. Dies zeigt eine Analyse in der aktuellen Ausgabe der DUZ - Magazin für Wissenschaft und Gesellschaft im Rahmen der Reihe DUZ Spotlight – Gute Praxis international, die in Kooperation mit dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung erscheint.

    Die Internationalisierung der Hochschulen ist global bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie auf allen Ebenen vorangeschritten: Die Mobilität von Studierenden und Lehrenden ist, nicht zuletzt dank des ERASMUS-Programms, gestiegen. Auch die internationale Zusammenarbeit in der Forschung hat insgesamt weiter an Bedeutung gewonnen.

    Neben dem Auslandsaufenthalt gewinnt besonders das Thema der internationalen Promotionen an Bedeutung. „Internationale Promovierende sind an der Schnittstelle zwischen Studium und Forschung gewinnbringend für Hochschulen und Länder“, erläutert Gero Federkeil. „Sie sind somit nicht nur Botschafter ihres Hochschul- und Wissenschaftssystems, sondern auch Türöffner für Hochschul- und Wissenschaftskooperationen“, so der Leiter Internationale Hochschulrankings beim CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

    Welche Erfolgsfaktoren für eine höhere internationale Promotionsquote wichtig sind, hat ein Autor*innenteam des CHE für das aktuelle DUZ Spotlight - Gute Praxis international untersucht. Als Good Practice dienten drei spanische Hochschulen, die im internationalen Hochschulranking U-Multirank im Fach Betriebswirtschaftslehre internationale Promotionsquoten von 68 bis 83 Prozent aufweisen.

    Neben der fehlenden Sprachbarriere für Doktorand*innen aus dem spanisch-sprachigen Ausland punktet etwa die in Galizien beheimatete University of A Coruña mit passgenauen Serviceangeboten. Durch den Aufbau eines staatlich geförderten Programms können hier gezielt Stipendien und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für Promovierende angeboten werden. Durch die Anpassung der Bewerbungszeiträume an international gültige Semesterzeiten versucht die Universität zudem, die Bewerbung für internationale Interessent*innen möglichst reibungslos zu gestalten.

    „Wenn eine Hochschule sich als international positionieren will, sollte die Internationalisierung auch einen festen Platz im Mission Statement der Hochschule einnehmen. Sie sollte in der Hochschulstrategie zentral verortet sein, so wie dies etwa an der Jacobs University in Bremen der Fall ist“, rät Gero Federkeil. Die private Bremer Hochschule, die drei Viertel ihrer Bachelor-Studienplätze für internationale Studierende freihält, hat mit 60 Prozent die mit Abstand bundesweit höchste Quote internationaler Promotionen.

    Zur stärkeren Rekrutierung von internationalen Promovierenden empfehlen die CHE Autor*innen ein Bündel an Maßnahmen. Hierzu gehören neben Serviceangeboten, vor allem eine konsequente Internationalisierung aller Hochschulbereiche – etwa durch Englisch als zentrale Amts- und Arbeitssprache auf dem Campus.

    Der Schwerpunkt zum Thema ist am 25. Juni im Rahmen der Ausgabe 06/2021 der DUZ erschienen. Die Autor*innen Gero Federkeil, Caroline Friedhoff und Kathrin Müller sind beim CHE Centrum für Hochschulentwicklung für das internationale Hochschulranking U-Multirank verantwortlich. Das Dossier ist die neunte Ausgabe des gemeinsam von CHE und DUZ entwickelten Formats „DUZ Spotlight – Gute Praxis international“, das in loser Folge in der DUZ und auf www.che.de veröffentlicht wird.

    Bereits erschienen sind Spotlight-Dossiers zum österreichischen Modell der lebensbegleitenden Matrikelnummer (Ausgabe 09/2017), dem britischen Professional Doctorate (01/2018), dem niederländischen Lehrführerschein (08/18), der Transfergemeinschaft nach Schweizer Vorbild (12/2018), der Etablierung wissenschaftlicher Weiterbildungszertifikate in der Schweiz (11/2019), Instructional Designern im Hochschulbetrieb (02/2020), Lernräumen der Zukunft (08/2020) sowie zu Sozialen Innovationen vom Campus (11/2020). Alle Publikationen sind online auf www.che.de abrufbar.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Gero Federkeil
    Tel. 05241 9761-30
    E-Mail: gero.federkeil@che.de


    Originalpublikation:

    Federkeil, Gero; Friedhoff, Caroline; Müller, Kathrin: DUZ Spotlight: Internationale Promovierende - erfolgreich finden und binden, in DUZ, Ausgabe 06/2021, 14 Seiten


    Weitere Informationen:

    http://www.che.de/download/spotlight_promotionen - Link zur Publikation


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Studium und Lehre
    Deutsch


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