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19.07.2021 15:02

VERBINDEN & SPALTEN: Von Abstandsregeln, Alzheimer und Antiziganismus

Marietta Fuhrmann-Koch Kommunikation und Marketing
Universität Heidelberg

    „Es ist leichter, einen Atomkern zu spalten als ein Vorurteil.“ Dieses Zitat Albert Einsteins verweist auf das Schwerpunktthema VERBINDEN & SPALTEN, dem sich die neue Ausgabe des Forschungsmagazins RUPERTO CAROLA widmet. 24 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Heidelberg stellen in dem Themenheft ihre Forschung vor – von den Geisteswissenschaften und den Gesellschaftswissenschaften über die Naturwissenschaften bis zur Medizin.

    Pressemitteilung
    Heidelberg, 19. Juli 2021

    Neue Ausgabe des Forschungsmagazins RUPERTO CAROLA mit Beiträgen von 24 Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

    „Es ist leichter, einen Atomkern zu spalten als ein Vorurteil.“ Dieses Zitat Albert Einsteins verweist auf das Schwerpunktthema VERBINDEN & SPALTEN, dem sich die neue Ausgabe des Forschungsmagazins RUPERTO CAROLA widmet. In Zeiten der Corona-Pandemie ist die Sorge vor einer Spaltung der Gesellschaft zu einem zentralen Thema geworden, das auch die Wissenschaft direkt betrifft – von überzogenen Kompetenzzuschreibungen einerseits bis hin zur kompletten Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse in einem anderen Teil der Gesellschaft. Wie gehen wir damit um, wenn Menschen nur noch Fakten gelten lassen, die ihren eigenen Standpunkt bestätigen? Was geschieht mit einer Gemeinschaft, wenn ein Teil ihrer Mitglieder sich nicht mehr an Regeln gebunden fühlt? Welche Folgen hat es für unseren Umgang miteinander und für unsere Psyche, wenn Sozialkontakte plötzlich mit Gefahr assoziiert werden? Antworten auf diese und weitere hochaktuelle Fragen geben 24 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Heidelberg, die in dem Themenheft ihre Forschung vorstellen – von den Geisteswissenschaften und den Gesellschaftswissenschaften über die Naturwissenschaften bis zur Medizin.

    Unter der Überschrift VERBINDEN & SPALTEN gehören dazu Forschungsarbeiten, die bedeutende Fortschritte bei der Behandlung schwerer Krankheiten ermöglichen sollen, ebenso wie Fragen, die Forscherinnen und Forscher am Exzellenzcluster STRUCTURES bearbeiten: Wie lässt sich ein molekularer Todeskomplex im menschlichen Körper trennen, der entsteht, wenn zwei wichtige signalübermittelnde Proteine eine Verbindung eingehen? Was können „molekulare Anstandsdamen“ gegen Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson bewirken? Was verbindet Mikro- und Makrokosmos? Das Expertengespräch reflektiert die verbindende und spaltende Kraft von Sprache und den Widerstreit von Konstruktivismus und Reduktionismus in der Physik. Weitere Beiträge geben Einblicke in die Antiziganismusforschung, in das Gesellschaftsrecht, die Medizinethik und die Nahost-Forschung oder zeigen auf, wie sich nach dem historischen Umbruch der Jahre 1989/1990 Deutschland und Europa wiedervereint und in der Folge doch auch wieder an neuen Konfliktlinien gespalten haben.

    Das Forschungsmagazin „Ruperto Carola“ erscheint zweimal jährlich in deutscher Sprache mit englischsprachigen Abstracts und wendet sich an alle Mitglieder der Universität, an die Partner der Universität in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie insbesondere auch an Alumni, Freunde und eine interessierte Öffentlichkeit im In- und Ausland. Das Magazin ist über die Abteilung Kommunikation und Marketing der Universität Heidelberg (Alte Universität, Grabengasse 1, Telefon 06221 / 54-2311) erhältlich.

    Kontakt:
    Universität Heidelberg
    Kommunikation und Marketing
    Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
    presse@rektorat.uni-heidelberg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-heidelberg.de/rupertocarola


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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