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22.07.2021 10:30

Flexible Zusammenarbeit von Mensch und Roboter gestalten

Jörg Feldmann Pressestelle
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

    Neue technische Entwicklungen im Bereich kollaborativer Robotik erlauben eine flexible Zusammenarbeit von Mensch und Roboter in Teamstrukturen. Doch wie sollen Arbeitsaufgaben auf Mensch und Maschine verteilt werden? Diese sogenannten Aufgabenallokationsprozesse betrachtet der Bericht „Aufgabenallokation in der Mensch-Roboter-Interaktion“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) aus der Perspektive menschengerechter Arbeit. Die bei der BAuA verfasste und veröffentlichte Dissertation von Alina Tausch identifiziert und erfasst psychische Folgen der Aufgabenverteilung. Dabei stellt sie Ansätze dynamischer Aufgabenallokation vor.

    Die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter in Teams bietet großes Potenzial für menschengerechte Arbeitsgestaltung, erfordert dabei aber gänzlich neue, innovative Ansätze der Aufgabenallokation. Bei ihnen wird die Aufgabenverteilung als ein gestalt- und beeinflussbarer Prozess gesehen, bei dem auch die psychischen Folgen verschiedener Gestaltungsformen vorausschauend berücksichtig werden.

    Die Dissertation besteht aus drei Artikeln, die sich mit der menschengerechten Gestaltung von Mensch-Roboter-Zusammenarbeit aus theoretischer und empirischer Perspektive befassen. Auf Grundlage eines aus der Literatur abgeleiteten Prozessmodells der Aufgabenallokation (Artikel 1) wurden ein Online- und ein Laborexperiment (Artikel 2 und 3) durchgeführt. In beiden Experimenten wurden arbeitspsychologisch zentrale Auswirkungen des Allokationsprozesses, wie Autonomieerleben und mentale Anstrengung, untersucht. Dabei zeigte sich, dass sich die Gestaltung des Allokationsprozesses, genauer der Einflussgrad der Beschäftigten auf die Aufgabenzuteilung, auf das Erleben der Mensch-Roboter-Interaktion auswirkt. So zeigen sich Auswirkungen auf Zufriedenheit, erlebte Autonomie sowie mentale Anstrengung und Prozesskontrolle. Ebenso wird das Vertrauen in die Technologie beeinflusst.

    Die Ergebnisse werden abschließend diskutiert und Schlussfolgerungen für die Allokationsgestaltung in der Mensch-Roboter-Interaktion gezogen. Zudem stellt die Dissertation ein umfassendes Forschungsprogramm zur weiteren Analyse des Themenfelds dynamischer Aufgabenallokation vor, das sich nach dem Prinzip Technik-Organisation-Person gliedert. Damit soll der der neue Ansatz einer selbstorganisierten, dynamischen Aufgabenallokation unter Beteiligung der Beschäftigten untersucht werden.

    baua: Bericht „Aufgabenallokation in der Mensch-Roboter-Interaktion – Eine psychologische Betrachtung von Aufgabenzuteilungs-Prozessen zur Gestaltung menschengerechter Zusammenarbeit von Mensch und Roboter“; Tausch, Alina; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin; Dortmund, 2021; 143 Seiten. Den Bericht gibt es im PDF-Format im Internetangebot der BAuA unter
    http://www.baua.de/dok/8861058.

    Forschung für Arbeit und Gesundheit
    Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz arbeiten über 750 Beschäftigte.
    http://www.baua.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Psychologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


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