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09.08.2021 10:45

MERCUR fördert drei neue kooperative Forschungsprojekte mit rund 1,25 Millionen Euro

Lena Reil Referat Hochschulkommunikation
Technische Universität Dortmund

    Mit rund 1,25 Millionen Euro über zwei Jahre fördert das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) ab 2022 drei neue kooperative Forschungsprojekte innerhalb der Universitätsallianz (UA) Ruhr. Die TU Dortmund wird in Projekten aus den Bereichen Entwicklungspsychologie, DNA-Nanotechnologie und Ultrakurzpulslaser mit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zusammenarbeiten.

    Die beteiligten Wissenschaftler*innen nutzen die MERCUR-Förderung, um langfristig Forschungsnetzwerke innerhalb der UA Ruhr aufzubauen. Gut die Hälfte der Förderung wird von der Stiftung Mercator getragen, den anderen Teil finanzieren die Universitäten anteilig.

    In der Entwicklungspsychologie forscht Prof. Norbert Zmyj von der TU Dortmund gemeinsam mit Prof. Sabine Seehagen von der RUB. Rund 350.000 Euro Fördermittel fließen in das Projekt „ManyRuhrBabies: Die Rolle von Kontextfaktoren bei der Entwicklung sozial-kognitiver Fähigkeiten“. Rasche Schwankungen im aktuellen Befinden sind charakteristisch für das Säuglings- und Kleinkindalter. Erstaunlicherweise ist aber bislang wenig darüber bekannt, wie sich das aktuelle Befinden auf frühkindliche Kognition auswirkt. Das Team möchte daher mit Hilfe innovativer Methoden und einem kooperativen Ansatz, eine systematische Betrachtung des Zusammenspiels von Befinden und Kognition im Säuglingsalter anstoßen.

    Auf dem Gebiet der DNA-Nanotechnologie arbeiten Prof. Guido Clever von der TU Dortmund und Prof. Thomas Happe von der RUB zusammen. Für ihr Vorhaben „Design of DNA-based Redox Systems“ erhalten sie rund 420.000 Euro. In der DNA-Nanotechnologie entwickeln Forscher*innen aus DNA funktionelle Materialien für technische, chemische oder medizinische Anwendungen. In diesem Projekt möchten die Beteiligten neuartige, DNA-basierte Redoxmodule für Anwendungen in der Sensorik und der grünen Chemie herstellen, z.B. in der Wasserstoffproduktion.

    Zu Ultrakurzpulslasern forschen Prof. Mirko Cinchetti von der TU Dortmund und Prof. Clara Saraceno von der RUB. Insgesamt 480.000 Euro Förderung erhalten sie für das Projekt „Towards an UARuhr Ultrafast Laser Science Center: Tailored fs-XUV Beamline for Photoemission Spectroscopy“. Ziel des Projekts ist es, die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von Ultrakurzpulslasern stärker miteinander zu verknüpfen. Das Team wird ein ultraschnelles spektroskopisches Werkzeug mit einzigartiger Leistung und Flexibilität bauen, das auf modernster ultraschneller Lasertechnologie basiert und speziell für die Photoemissionsspektroskopie zugeschnitten ist. Das Projekt soll die Basis für die Beantragung eines ERC Synergy Grants sowie für den Aufbau eines neuen „UA Ruhr Ultrafast Laser Science Centers“ bilden.

    Die Universitätsallianz Ruhr

    Seit 2007 arbeiten die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen unter dem Dach der UA Ruhr strategisch eng zusammen. Durch Bündelung der Kräfte werden die Leistungen der Partneruniversitäten systematisch ausgebaut. Unter dem Motto „gemeinsam besser“ gibt es inzwischen über 100 Kooperationen in Forschung, Lehre und Verwaltung. Mit mehr als 120.000 Studierenden und nahezu 1.300 Professor*innen gehört die UA Ruhr zu den größten und leistungsstärksten Wissenschaftsstandorten Deutschlands.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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