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01.09.2021 09:24

Marktanalyse zeigt: Biobasierte Produkte aus gemischtem Bioabfall sind rentabel

Marina Korogodska Öffentlichkeitsarbeit
DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

    Das BBI-geförderten Projekt CAFIPLA entwickelt eine neue Technologie zur Gewinnung biobasierter Chemikalien und Produkte aus Bioabfällen. Eine Marktanalyse im Rahmen des Projektes zeigt in der ersten wirtschaftlichen Bewertung ein hohes Potenzial für vier maßgeschneiderte, biobasierte Produkte.

    Die Marktbewertung umfasste die in CAFIPLA untersuchten Verfahren und vier potenzielle künftige Produkte. Zu den CAFIPLA-Zielprodukten gehören Polyhydroxyalkanoate (PHA), die als biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe oder Biokomposite verwendet werden können. Mittelkettige Carbonsäuren (MCCA) in Form von MCCA-Bioöl können als antimikrobieller Futtermittelzusatz zum Einsatz kommen. Mikrobielle Proteine, die in CAFIPLA untersucht werden, bieten gute Möglichkeiten als Langzeitdünger oder Lebens- und Futtermittelzusatzstoffe. Verstärkte Naturfasern weisen einen hohen Umweltnutzen auf und sind für die Marktsegmente Isolierung und Bau relevant.

    „Die Marktanalyse ergab, dass alle Produkte ein hohes Marktpotenzial haben und Marktsegmente mit bereits hohem Marktvolumen ansprechen. Um den Markteintritt zu erreichen, müssen im nächsten Schritt einzelne Hindernisse berücksichtigt und während des Projekts überwunden werden.“ sagen die Autorinnen der Marktanalyse Dr. Lea König und Karoline Wowra, beide wissenschaftliche Referentinnen, DECHEMA e.V.

    Ausgehend von den Anwendungsbereichen wurden potenzielle Märkte definiert, deren Produktionsmengen und Jahresumsätze zusammengestellt und die derzeit größten Hersteller identifiziert. Darüber hinaus wurden die technisch-ökonomischen, ökologischen und rechtlichen Rahmenbedingungen untersucht und auf Chancen und Herausforderungen für die Produkte bewertet.

    Über CAFIPLA
    CAFIPLA entwickelt ein alternatives Konzept für Biogasanlagen durch die Aufwertung heterogener Bioabfallströme. Im Rahmen des Projekts werden die Produktion von Carbonsäuren (CAP) und die Faserrückgewinnung (FRP) in zwei Plattformen kombiniert. Diese Kombination zielt auf die weitere Umwandlung von Carbonsäuren und Fasern in wirtschaftlich relevante Verbindungen in einer TRL 5-Demonstrationsanlage ab.
    Im Projekt CAFIPLA stellen sich 13 Partner aus ganz Europa, darunter sieben KMU, der Herausforderung, neue Plattformen für die wirtschaftliche Umwandlung von Bioabfällen in höherwertige Produkte zu entwickeln. Unterstützt werden sie von Forschungsinstituten, Universitäten und großen Industrieunternehmen. Die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie hat als einer der Projektpartner die Marktanalyse durchgeführt, diese steht auf der Website zum kostenfreien Download bereit.
    https://cafipla.eu/home/ongoing/

    Das Projekt wurde vom Bio-based Industries Joint Undertaking im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ der Europäischen Union unter der Fördervereinbarung Nr. 887115 gefördert.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Chemie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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