idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
08.09.2021 13:14

Neue Satellitendaten zeigen deutliche Waldverluste in Deutschland

Matthias Fischer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Naturwald Akademie gGmbH

    NRW verliert fast 12% seiner Wälder, Sachsen-Anhalt über 10%: Die Naturwald Akademie hat gemeinsam mit der Remote Sensing Solutions GmbH einen online Waldmonitor veröffentlicht, der anhand von Satellitendaten die Entwicklung der Wälder in den Jahren 2016-2020 anzeigt. Die Geodaten veranschaulichen auf einer Deutschlandkarte wie viel Nadel- und Laubwald die einzelnen Bundesländer in den vergangenen trockenen Jahren verloren haben. Darüber hinaus ist zu erkennen, in welchen Regionen der Wald besonders gelitten hat und somit an Vitalität verloren hat.

    Aktuelle Daten stehen endlich zur Verfügung

    „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass gerade der Klimawandel eine regelmäßige, bundeseinheitliche Überprüfung des Waldzustandes notwendig macht. Die mit dem Klimawandel verbundenen Prozesse verändern den Wald so schnell, dass eine Stichprobe von ca. 10.000 Bäumen der jährlichen Waldzustandserhebung nicht ausreicht, um den Vitalitätszustand des Waldes flächendeckend zu beschreiben.“ erklärt Dr. Torsten Welle, Leiter Wissenschaft und Forschung der Naturwald Akademie. Mit dem neu entwickelten Waldmonitor können jederzeit aktuelle Satellitenbilder eingespeist werden, um den Zustand des Waldes zu überwachen. So können Entscheider in der Politik und Forstwirtschaft auf Basis von aktuellen Satellitendaten eindeutig beurteilen, wie die Lage in den Wäldern ist.

    Dr. Jonas Franke, Geschäftsleiter der Remote Sensing Solution GmbH weist auf den konkreten Vorteil des Waldmonitors hin: „Mit einer Auflösung von 10 x 10 m pro Pixel können wir aktuell und fortlaufend Informationen über den Waldzustand in Deutschland gewinnen. Neben der Vitalität von Laub- und Nadelbäumen können wir auch Aufforstungsaktivitäten und die Entwicklung der Schadflächen verlässlich dokumentieren. Die Palette an Informationen, die wir so Waldbesitzenden, Kommunen und Ministerien anbieten können, werden wir weiter ausbauen.“

    Große Unterschiede in den Bundesländern

    Grundlage des neuen Waldmonitors ist eine Analyse der frei verfügbaren Sentinel-2 Daten des Europäischen Copernicus-Satelliten Programms. Anhand von farbigen Flächen kann jetzt jeder Bürger erkennen, wie es um den Wald steht. Orange Farb-Töne zeigen Waldflächen mit einer deutlichen Vitalitätsverschlechterung der Bäume in den letzten Jahren (z.B. Absterben oder Entnahme einzelner Bäume, Teilschäden von Bäumen). Rote Farben weisen Kahlflächen oder Flächen komplett abgestorbener Bestände aus. Die größten Verluste an Nadelwald in den letzten Jahren, haben Nordrhein-Westfalen (10,3%), Sachsen-Anhalt (8,2%) und Hessen (8,1%). Bei den Laubwäldern ist die Lage deutlich entspannter, wenn auch nicht gut. In Sachsen-Anhalt sind 1,9% der Laubwälder verloren gegangen. In Brandenburg und Nordrhein-Westfalen gibt es auf 1,3% ihre Laubwaldflächen keine Bäume mehr.
    Link zur Karte: https://map3d.remote-sensing-solutions.de/waldmonitor-deutschland/#
    FAQ zur Karte und Technik: https://map3d.remote-sensing-solutions.de/waldmonitor-deutschland/files/FAQs_Wal...


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Naturwald Akademie: Dr. Torsten Welle, welle@naturwald-akademie.org
    Remote Sensing Solutions GmbH: Dr. Jonas Franke: franke@rssgmbh.de


    Weitere Informationen:

    http://Link zur Karte: https://map3d.remote-sensing-solutions.de/waldmonitor-deutschland/#
    http://FAQ zur Karte und Technik: https://map3d.remote-sensing-solutions.de/waldmonitor-deutschland/files/FAQs_Wal...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Biologie, Geowissenschaften, Meer / Klima, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


    Symbolbild für geschädigten Wald


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).