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10.09.2021 09:57

Braunschweiger Brandschutz-Tage 2021: Wie brennen die Gebäude der Zukunft?

Bianca Loschinsky Presse und Kommunikation
Technische Universität Braunschweig

    Das Bauen und die Gebäude ändern sich. Klimawandel und Nachhaltigkeit erfordern eine stärkere Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Mit der Energiewende werden immer mehr innovative Produkte und Energiespeicher in die Gebäude eingebracht. Ebenso verändert die Digitalisierung das Bauen. Doch wie steht es mit der Brandsicherheit? Im neu gegründeten Zentrum für Brandforschung (ZeBra) der Technischen Universität Braunschweig werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Themen untersuchen. Darüber berichten die Forschenden bei den Braunschweiger Brandschutz-Tagen am 15. und 16. September 2021. Die Fachtagung findet in diesem Jahr als Online-Veranstaltung statt.

    Von der Batteriezelle über Fassadenkonstruktionen aus nachwachsenden Rohstoffen bis zum Reisebus: Mit dem Zentrum für Brandforschung am Campus Ost der TU Braunschweig werden einzigartige Möglichkeiten geschaffen, um Brände in verschiedenen Maßstäben systematisch zu analysieren. Die Vorstellung des neuen Zentrums steht bei den 35. Braunschweiger Brandschutz-Tagen im Fokus. Professor Jochen Zehfuß, wissenschaftlicher Tagungsleiter und Leiter des Fachgebiets Brandschutz im Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB): „Wir haben in Braunschweig bereits eine Vielzahl von Brandöfen zur Untersuchung des Feuerwiderstandsverhaltens von Bauteilen. Die herausragende Neuerung im ZeBra sind die Groß-Kalorimeter, mit denen wir die Branddynamik, Brandphänomene und Freisetzungsraten von Brandgasen untersuchen können.“

    Im ZeBra arbeiten neben Bauingenieurinnen und Bauingenieuren auch Expertinnen und Experten aus Chemie, Umweltingenieurwesen, Modellierung und Maschinenbau der TU Braunschweig, der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), dem Fraunhofer-Institut für Holzforschung und weiterer Partner zusammen. Ihr Ziel ist es, neue Bauweisen unter Verwendung nachwachsender Rohstoffe und digitaler Fertigung sowie neue Produkte der Energiewende (z.B. Energiespeicher) brandsicher zu gestalten und den Brandverlauf genauer vorhersagen zu können.

    Brandschutz im Holzbau und in Hochhäusern

    Bei den Brandschutz-Tagen am 15. und 16. September 2021 diskutieren über 500 Expertinnen und Experten aktuelle Themen wie Brandschutz im Holzbau, Erleichterungen von Brandschutzanforderungen für Treppenräume in Bestandsgebäuden, neue europäische Brandschutznormen, neue Brandschutzregeln für Hochhäuser in England im Vergleich zu deutschen Vorschriften, sowie innovative Brandschutzkonzepte, unter anderem für den Flughafen Frankfurt.

    Ergänzend zu den Brandschutz-Tagen findet am 14. September 2021 das Symposium Heißbemessung als Online-Veranstaltung statt. Der Workshop „Feuerlöschanlagen“ wird ebenfalls online direkt vor den Brandschutz-Tagen am Vormittag des 15. Septembers 2021 durchgeführt.

    Die Vorträge der Referentinnen und Referenten werden im Haus der Wissenschaft in Braunschweig live aufgezeichnet und gestreamt. Der Zugang zum Stream ist nur nach Anmeldung und Zahlung der Teilnehmergebühr individualisiert für die Teilnehmenden möglich.

    Über die Brandschutz-Tage
    Die „Braunschweiger Brandschutz-Tage" zählen zu den bedeutendsten Brandschutz-Fachtagungen im deutschsprachigen Raum. Mehr als 500 im Brandschutz tätige Ingenieurinnen und Ingenieure aus Bauaufsichtsbehörden, Feuerwehren, Versicherungen, Ingenieurbüros, Industrie, Prüfanstalten und Forschungseinrichtungen kommen seit 1987 auf Einladung des Instituts für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz der TU Braunschweig zum Informations-und Gedankenaustausch zusammen.

    Weitere Informationen:
    www.brandschutztage.info

    Das Zentrum für Brandforschung (ZeBra)
    Der Forschungsneubau entsteht am Campus Ost der TU Braunschweig auf dem Gelände des Instituts für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB) in der Beethovenstraße. Herzstücke der experimentellen Ebene sind die Kalorimeter für verschiedene Brandversuche.
    - 5 Kalorimeter, davon 2 mit bis zu 20 MW Brandleistung (größte Kalorimeter in Europa)
    - Herstellungswert mit Großgerät: 23,5 Mio. Euro
    - davon Bau 12,5 Mio. Euro
    - Spatenstich: Juni 2020
    - Fertigstellung: Mitte 2022
    - Inbetriebnahme: Herbst 2022

    Interview: Ein ZeBra für den Brandschutz
    Im Interview im Magazin der TU Braunschweig berichtet Professor Jochen Zehfuß über einzigartige neue Forschungsmöglichkeiten im Zentrum für Brandforschung der TU Braunschweig: https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/fuer-eine-brandsichere-stadt-der-zukun...


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr.-Ing. Jochen Zehfuß
    Technische Universität Braunschweig
    Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz
    Fachgebiet Brandschutz
    Beethovenstraße 52
    38106 Braunschweig
    Tel.: 0531 391-5590
    E-Mail: j.zehfuss@ibmb.tu-braunschweig.de
    www.ibmb.tu-braunschweig.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Bauwesen / Architektur, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Voraussichtlich Mitte 2022 soll das Zentrum für Brandforschung am Campus Ost der TU Braunschweig fertiggestellt werden.


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    Blick ins Innere des ZeBra: Zwei Großkalorimeter für verschiedene Brandversuche werden hier eingebaut.


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