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10.09.2021 12:58

Neues Projekt erforscht KI-basierte Assistenzsysteme für Haushaltsaufstellungen

Vivian Upmann Informations- und Pressestelle
Universität zu Lübeck

    Der Prozess zur Erstellung eines Haushalts, zum Beispiel beim Bund, in Ländern und Kommunen, ist sehr komplex. Im Rahmen des Projekts „Kooperative Haushaltsaufstellung mit Augmented Intelligence“ (HAI) wollen Forscherinnen und Forscher der Universität zu Lübeck ermitteln, inwiefern KI-basierte Assistenzsysteme bestimmte Aufgaben in der Haushaltsaufstellung erleichtern können.

    In der Entwurfserstellung und bei den anschließenden Beratungen müssen große Men-gen an Daten und Informationen sowie vielfältige Abhängigkeiten auf sehr verschiedenen Ebenen berücksichtigt werden. Durch den Einsatz von KI können Beschäftigte in der Haushaltsaufstellung durch besser aufbereitete Informationen, zum Beispiel durch Her-vorhebungen und Visualisierungen, entlastet werden.

    Prof. Moreen Heine leitet das Projekt und freut sich über eine Förderung des Projekts in Höhe von rund 310.000 Euro vom Land Schleswig-Holstein: „In Forschung und Praxis werden die Chancen und Risiken KI-basierter Systeme im öffentlichen Sektor aktuell in-tensiv diskutiert. Wir benötigen Erkenntnisse zu konkreten Lösungen und ihrem Einsatz in der Praxis. Das Projekt HAI leistet dafür einen wichtigen Beitrag.“

    Das Projekt basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit der Praxis. Im Zentrum steht auch die Frage, wie Mensch und KI-System erfolgreich zusammenarbeiten können.
    Staatssekretär Dirk Schrödter, der Chef der Staatskanzlei, überreichte den Förderbescheid: „Ich freue mich ganz besonders über dieses spannende Projekt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Haushaltsaufstellung von Bund und Ländern ein äußerst kom-plexer Prozess ist, in dem große Datenmengen genutzt und verarbeitet werden. Der Ein-satz von KI-basierten Lösungen kann dabei helfen, öffentliche Mittel effektiver einzuset-zen und vorgegebene Ziele mit weniger Mitteleinsatz zu erreichen. Dies gebietet auch die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen“, sagte er.

    Die Zusammenarbeit mit der Praxis nimmt eine wichtige Rolle im Projekt HAI ein, der co-kreative Austausch findet im Joint Innovation Lab der Universität zu Lübeck statt. Prob-leme in der Haushaltsaufstellung werden dort zunächst technologieneutral beleuchtet. In einem zweiten Schritt werden mögliche KI-basierte Lösungsansätze identifiziert und be-wertet. Erst dann geht es für ausgewählte Ansätze in die detaillierte Konzeption und schließlich in die Entwicklung und Erprobung. Das Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Moreen Heine
    Professur für Electronic Government und Open Data Ecosystems
    Universität zu Lübeck
    Institut für Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS)
    Ratzeburger Allee 160
    23562 Lübeck

    Tel +49 451 3101 5112
    E-Mail heine@imis.uni-luebeck.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Informationstechnik
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Der Chef der Staatskanzlei, Dirk Schrödter (2.v.l.), überreicht gleich zwei Fördergeldbescheide an die Universität zu Lübeck.


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